BRÜSSEL - Es geschah alles nur im Bruchteil von einer Sekunde. Zwei Züge kollidierten am Montag Morgen gegen 8.40 Uhr in der belgischen Stadt Halle, 15 Kilometer von Brüssel entfernt. Der Frontalaufprall hat nach neuesten Informationen, möglicherweise bis zu 25 Menschen das Leben gekostet, 150 weitere Passagiere sollen zum Teil schwer verletzt worden sein. Einer der Zugführer habe in der Hauptverkehrszeit und bei heftigem Schneetreiben eine rote Ampel übersehen - hiess es in den ersten Stellungnahmen zu dem Unglück. In den 10 Minuten nach dem Zusammenstoss, bis die ersten Rettungskräfte eintrafen, soll Panik am Unfallort geherrscht haben, Menschen haben vor Angst und Schmerz geschrien. Insgesamt befanden sich etwa 300 Passagiere in den an der Tragödie beteiligten Zügen.
Passagiere flogen durch die Luft
Der Unfall ereignete sich auf der Strecke von Mons nach Brüssel. Mehrere Waggons gerieten bei dem Zusammenstoss aus der Spur und kippten um "Alles ging so schnell. Menschen fielen zu Boden, schrien, hatten blutüberströmte Gesichter" , "Der Aufprall war so heftig, dass die Passagiere durch die Luft in alle Richtungen geschleudert wurden" - berichteten Mitreisende dem belgischen Fernsehsender RTBF.
Immer noch Menschen in zerstörten Waggons
Der kleine Bahnhof der Stadt Halle wurde von Rettungskräften und Opfern komplett belegt. Er gleicht einer Unfallstation von Krankenhäusern. Verletzte werden pausenlos behandelt. Auch am Abend sind immer noch Sirenen von Ambulanzen zu hören. Knapp 12 Stunden nach dem Unfall scheinen noch immer nicht alle Passagiere aus den Trümmern von völlig zerstörten Waggons geborgen worden zu sein. Die Zahl der Opfer war zuletzt ständig gestiegen.
Unfall- Ursache noch unklar
Wie viele Menschen tatsächlich verletzt oder sogar getötet worden sind kann man noch nicht sagen. Die Informationen hierzu ändern sich ständig. Während man vor Ort von 25 Toten und 150 Verletzten (11 hiervon schwer) spricht, heisst es schon seit Stunden offiziell, dass 18 Menschen starben und 125 verletzt wurden. 55 von diesen befänden sich in Krankenhäusern. Die Identifizierung der Todes-Opfer sei schwierig. Man befürchte, dass sich diese Zahlen noch erhöhen könnten. Über die Unfallursache werde bisher nur spekuliert. (Stand 20.00 Uhr)
Erste Bilder vom Zugunglück in Belgien
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