Prag - Schon seit Tagen bereitet sich die tschechische Hauptstadt Prag auf das am Samstag stattfindende Länderspiel der Tschechen im Rahmen der WM- 2010 Qualifikation gegen Polen vor. Die Metropole ist im Ausnahmezustnd, denn Tausende polnischer Fans sind bereits über die Grenzen gekommen, mehr als die Hälfte hiervon sollen nach Angaben der tschechischen Tageszeitung "Mlada fronta Dnes" keine Eintrittskarten besitzen und "verbreiten Angst wie ein Tsunami" - behauptet das populäre Blatt. Polizei und Sicherheitsdienste durchkämmen bereits seit Freitag Nachmittag die Kneipen, Bars und Restaurants der Stadt, um auffällige polnische "Fans" die keine Eintrittskarten haben, vor den Folgen von Randale und ungehörigem Benehmen zu warnen. Das Treffen Polens mit der Tschechischen Republik wird am Samstag um 20.30 Uhr in Prag in Prag angepfiffen.

Die normalen polnischen Fußballfans sind eigentlich friedlich und gute Gäste auch im Ausland. Doch gibt es leider auch einige Tausend gewaltbereite pseudo- Fans die zu jeder Schandtat bereit sind. Oft sind es hunderte solcher Chaoten gleichzeitig, die Angst und Schrecken auch in ausländischen Stadien und Städten verbreiten. Es wäre auch nicht das erste Mal, dass ein komplettes Stadion demoliert werden würde. Ein tschechischer Polizist sagte anonym der Zeitung gar: "Ich fürchte, dass es Probleme mit den Polen geben wird, denn es wäre nicht in ihrem Stile, wenn sich sich ruhig verhalten würden. Wir werden aber alles tun, um den Frieden in der Innenstadt zu gewährleisten. Die Vorbereitungen für dieses Event sind wesentlich aufwendiger als noch zum Spiel im März 2007 gegen Deutschland, als über 200 Menschen festgenommen werden mussten".
Das Spiel Polens gegen Tschechien ist von höchster Brisanz, denn nur der Gewinner wird noch die Chance haben an den Playoffs der WM im kommenden Jahr teilnehmen zu dürfen. Polen müsste gar nach einem Sieg über die Tschechische Republik auch noch die Slowakei (14. Oktober in Chorzow) mit einigen Toren Unterschied schlagen. Der neue polnische Nationaltrainer Stefan Majewski, Nachfolger des rausgemobbten Holländers Leo Beenhakker, sieht die Chancen für Polen garnicht so schlecht, denn erstens sei er ein "neuer Besen" und zweitens stehe nun endlich wieder auch den Polen ein Sieg zu. Der Weltklassetorwart Jerzy Dudek könnte am Abend im polnischen Tor stehen, und zumindest mal eine hohe Niederlage vermeiden. Aber Niederlage könnte Randale bedeuten, was man nicht hofft.
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