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Gazeta Wyborcza: Wer hat in Marienburg getötet ?

Veröffentlicht in : Nachrichten, Aktuelles




VergrössernPolens wichtigstes Presseorgan, die Tageszeitung Gazeta Wyborcza, brachte am Wochenende eine umfangreiche Reportage über das gigantische Massengrab in Malbork, dem ehemaligen deutschen Marienburg, welches bei Tiefbauarbeiten im Oktober des vergangenen Jahres, die ersten von über 2000 zuletzt geborgenen Skeletten freigab. Bei der Recherche um die Frage nach mutmaßlichen Mördern dieser Zivilisten, war der verantwortliche "GW" Redakteur, Sławomir Sowula, auch nach Deutschland gefahren um Meinungen und Aussagen von Zeitzeugen zu hinterfragen. Im Ergebnis brachte dieser 5-seitige Artikel nichts wesentlich neues, ausser einigen verblüffenden Aussagen, die den Deutschen selbst die Schuld an den bedauernswerten Ermittlungen um diese mysteriöse Todestätte geben. Die Behörden in Polen, von deutscher Seite nicht in Verlegenheit gebracht, hatten es denn auch leicht, die Toten von Marienburg zu Opfern von Krankheiten und Querschlägern aus russischen und deutschen Waffen zu proklamieren.

Für den Bürgermeister der Stadt Malbork Andrzej Rychlowski, dem Vertreter der örtlichen Staatsanwaltschaft Jarosław Kembłowski, dem Schlosshistoriker Bernard Jesionowski, dem Vorsitzenden der deutschen Minderheit von Malbork Jerzy Fryc, diverse Presseorgane in deutschem Besitz und dem Staatsanwalt Maciej Schulz beim Nationalen Institut der Erinnerung (IPN) in Danzig war es von vornherein klar, die Menschen in dem Massengrab um das "polnische Haus" an der ul. Solna waren dort von der roten Armee verscharrt worden. Ohne überhaupt hierzu Ermittlungen irgendwelcher Art durchgeführt zu haben, legte man auch gleich hierzu das Datum der Anlage der Grabstätte, den Todeszeitpunkt und die Todesursachen dieser Opfer fest: Erstes Quartal 1945 ! Bei dieser eigensinnigen Feststellung ist es bis heute geblieben. Bei den "Bemühungen" um die Aufklärung der Hintergründe dieser grausamen Stätte, fühlten sich dann auch Ermittler und Zeitzeugen an diesen engen Zeitraum gebunden. Unzählige Hinweise und Indizien, auf einen möglichen späteren Todeszeitpunkt dieser Menschen aus dem Massengrab, wurden einfach ignoriert.

Für die og. Aussagevertreter war die einzige historische Grundlage die zum Tode dieser meist Frauen und Kinder im Marienburger Massengrab geführt hatte, unmittelbar mit der roten Armee verbunden. Eine andere historische Grundlage, die vor allen Dingen mit dem Tode unzähliger deutscher Zivilisten zu tun hatte, erwägte man erst garnicht und veringerte damit automatisch die Aufklärungschancen. "GW" Redakteur Sławomir Sowula sprach mit einem Zeugen namens Max Doming, ein hochangesehener SPD Mann, der in früheren Zeiten schon für die Kanzlerkandidaten Brandt und Schröder tätig war. Er hat etwas zu erzählen, was den Ermittlern zumindest einen sehr gewichtigten Hinweis auf eine andere mögliche Tätergruppe bot. Doming war 7 Jahre alt als deutsche Truppen 1939 in Polen einmaschierten. Er wohnte in Graudenz (Grudziądz), einer Stadt in Pommern, welche damals eine deutsche Bevölkerungsmehrheit von 84 % stellte, dennoch aber zu Polen gehörte, weil dieser Ort nach dem ersten Weltkrieg (Versailler Vertrag) plötzlich nicht mehr zu Deutschland gehörte.

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"GW" Befragt Max Domming: Was bewegt Sie zu denken dass nicht die Russen hinter dem Massengrab stecken ? "Ich würde mich überhaupt nicht mit dem Massengrab von Marienburg gedanklich befassen, wenn ich nicht gelesen hätte, dass die Russen hinter diesem Drama stecken sollen. Ich hatte nämlich 1945 mit ansehen müssen, was die polnische Miliz in Malbork machte. Ich musste mich einfach melden und das Bild der Geschehnisse weitergeben (GW: Doming kommen sichtbare Tränen). Wir hiessen früher Dominicki. Mein Vater war Beamter im städtischen Gaswerk. Als die Deutschen Graudenz erobert hatten, trug sich meine Familie aus Angst in die Volksliste ein. Diese Angst kam zum Kriegsende zurück, als wir anfingen Russen und Polen zu fürchten. Mit unseren Volksdeutschen Papieren mussten wir Graudenz verlassen, kamen aber bei einem Bauern in der Nähe von Marienburg unter."

Max Doming: "An einem Novembertag im Jahre 1945 schickte mich der Bauer mit einigen Altersgenossen nach Marienburg, um von der Mühle Mehl zu holen. Wir näherten uns mit unserem Pferdewagen dem Bahnhof der Stadt, als plötzlich die Haupteingangstür aufsprang und einen Schwall von Menschen auschüttete. Zwei- bis Dreihundert gut gekleidete Frauen, Kinder und Männer. Das waren Deutsche. Ich denke es handelte sich um Flüchtlinge aus Ostpreussen. Angetrieben, gestossen und geschlagen wurden sie von der polnischen Miliz. Sie jagden diese Menschen Richtung Stadtzentrum wo das Massengrab gefunden wurde und nicht etwa vom Stadtzentrum zum Bahnhof. Mir ist nach den ersten Zeitungsberichten über den Fund dieser grausamen Städte klargeworden, dass diese deutschen Flüchtlinge die ich damals vor der Miliz laufen sah, ihr Ende im Marienburger Massengrab gefunden haben könnten.

"GW": Ein Mann mit so einem großen Einfluss wie Sie, glaubt nicht an die Schuld der Russen. Manche deutsche Medien gleichfalls nicht. Kann hier nicht der Eindruck enstehen, dass die Polen damals eine große Schuld auf sich genommen haben ? Doming: " Ach was, nehmt Euch doch so etwas nicht zu Herzen. In Deutschland weiss kaum jemand wo Malbork überhaupt ist. Sogar meine Kollegen von der SPD nehmen sich diese Geschichte kaum zu Herzen. Ich habe ihnen hierzu erzählt was ich damals selbst erlebte, sie haben mit den Köpfen genickt, die Achseln gezuckt und bereits alles wieder vergessen. Fußball bedeutet hier mehr als Malbork. Dieser ehemalige Teil Deutschlands wird nie wieder deutsch sein und kein Deutscher wird wohl daran Interesse haebn sich dort nochmal anzusiedeln. "GW": warum ? Doming: "Mein Gott warum... mein Gott, als die Deutschen nach dem Kriege und nach der Wiedervereinigung aus dem Osten kamen, hat sie niemand mit offenen Armen begrüßt. Deutsche sind da anders als Polen. Darum fahre ich auch alljährlich nach Polen. Die polnische gute Laune, die Gastfreundschaft und die gute Küche sind mir wichtiger.

Gazeta Wyborcza zitiert an dieser Stelle einen Artikel der Süddeutschen Zeitung zum Massengrab von Marienburg mit den Worten: "Polnische Banden waren verantwortlich für das Verbrechen" und schreibt über "Polskaweb": "Die deutsche Redaktion des Internet- Portals "Polskaweb News" - www.polskaweb.eu mit Sitz in Polen stellte in einer Artikel-Headline die Frage, ob es Marienburg ein polnisches Katyn gegeben habe. "GW": "Die Redaktion von "Polskaweb" beantwortet dies dahingehend, dass man im Sinne der deutsch-polnischen Beziehungen, in einem neuen, gemeinsamen Europa, nach Lage der Dinge, eine polnische Schuld nicht ausschliessen kann und man fragt ob zu jener Zeit alle Polen nur Opfer oder gar Heilige waren. Daran glaube doch heute niemand mehr. Polskaweb behauptet ebenso, viele Verdachtsgründe und Hinweise zur möglichen Schuld der polnischen Miliz zu haben, die man aber derzeit noch nicht veröffentlichen möchte. Zweifelhaft fraglich sei demnach, dass die Menschen aus dem Massengrab wegen Erfrierungen, obendrein noch mit einer Kugel im Kopf, umgekommen waren" - schreibt "GW".

Die polnische Tageszeitung zitiert weitere Zeugenaussagen wie die eines gewissen Alfreds: "Die Geschichte wiederholt sich. Dort herrschte die polnische Miliz. Genau wie sie mordete vorher in diesen Landen die deutsche SS. Aber denken Sie nicht, dass ich irgendeinen Hass gegenüber Polen verspüre. Ich verstehe, dass den deutschen Marienburgern das gleiche Schicksal zuteil wurde, was vorher andere ergriff. "GW" Sprach auch mit dem Mann, dem das Schicksal der über 2000 in Marienburg auf "mysteriöse" Art und Weise ums Leben gekommenen deutschen Zivilisten, nachweislich wohl mit am wenigsten egal ist. Der pensionierte Bundeswehr Major Bodo Rückert, der seit vielen Jahren über seinen Heimatkreis Marienburg vor allen Dingen auch Verständigung mit den heute im ehemaligen Marienburg lebenden Bewohner sucht, ist ebenso davon überzeugt, dass die Menschen in dem Massengrab nach dem offiziellen Kriegsende ums Leben kamen und Opfer polnischer Gewalttaten geworden sein könnten. Nach den behördlichen Verschleierungsaktionen vor Ort und diversen ihm zugegangenen Aussagen bezüglich des möglichen Zustandekommens dieser Todesstätte in Marienburg.

"Das waren Polen" - betitelt die Gazeta Wyborcza ihre Erkenntnisse aus ihrem Interview mit Herrn Rückert. "GW": " Ehemalige Bewohner von Marienburg, die nach dem Kriege nach Deutschland kamen, schrieben Briefe an Bodo Rückert. Er selbst war in Marienburg zur Welt gekommen und ist Chef des Heimatkreises Marienburg mit Wohnsitz in Köln. Der Heimatkreis Marienburg ist Teil jenes Vertriebenenverbandes, welcher von Erika Steinbach gesteuert wird. Herr Rückert stimmte dem Interview zu, denn er ist verärgert über die polnischen Staatsanwälte vom Institut des Nationalen Gedenkens (IPN) in Danzig. Bodo Rückert holt einen Brief des Danziger IPN Staatsanwaltes aus der Tasche und sagt, dass man ihn angeschrieben habe, dass er sich über sein Wissen über die Vorgänge bis April 1945" in Marienburg äussere. Also einem Zeitpunkt zu dem rote Armee gerade die Macht in der Stadt erkämpfte und übernahm. Auf unsere Frage was daran so schlecht sei, antwortete Rückert, dass das IPN absichtlich nur einen Zeitpunkt untersucht, an dem alleine die rote Armee verantwortlich gewesen sein könnte. Er denke nicht so und sei vielmehr davon überzeugt, dass es Polen waren, die das Massengrab in Marienburg mit ihren Opfern gefüllt hatten".

"GW": "Der Hauptbelastungszeuge Bodo Rückerts heisst Herbert Herder. Ein Deutscher der ebenfalls aus Marienburg stammt und mit seiner Familie nach dem Kriege nach Kanada auswanderte. Herr Rückert hat auch einen Brief von Herder mit sich und sagte, dass er nach dem Studium dieses Schreibens davon ausgehe, dass in dem Massengrab auch durch Polen zu Tode gefolterte deutsche Gefangene gewesen sein können". B. Rückert: "Die Herders waren eine Mennonitenfamilie, deren Vorfahren schon seit Jahrhunderten in dieser Gegend lebten. Im September 1945 wurde die Tante von Herbert Herder mit ihrem Vater ins polnische Gefängnis, nahe der jetzigen Fundstätte des Massengrabes in Marienburg, gebracht. Sie sollte das polnische Personal bedienen. Die Wächter im Gefängnis folterten Gefangene. Einige Tage nach der Verhaftung soll sich ihr Vater erhängt haben. Sie erfuhr nicht wo er begraben wurde und wie er wirklich starb. Sie vermutete, dass er wie andere auch, erschossen wurde." "GW" mit verstecktem Hinweis auf den NKWD: "Vielleicht waren aber die Polen garnicht die wahren Herren in diesem Gefängnis ? Die Russen hatten noch lange nach der Eroberung der Stadt hier am meisten zu sagen .....". Bodo Rückert:" Ab Sommer 1945 kontrollierten schon Polen die Stadt. Nun, aber vielleicht haben sie es im Auftrag von irgendjemanden gemacht ...!"

Dem größten Teil seiner Berichterstattung zum "Trend" der Aussagen um das Massengrab von Marienburg widmet die Gazeta Wyborcza dem Malborker Schlosshistoriker Bernhard Jesionowski, der danebenstand als die Toten ehrlos mit Baggern oder Radladern während der "Express- Exhumierung auseinandergerissen wurden. Jesionowski zu der Geschichte des Massengrabes: "Das haben die Russen gemacht. Sie sind im Januar, Februar und März 1945 umgekommen. Ich bin davon überzeugt. Russen haben am 24 Januar 1945 mit der Erstürmung Malborks begonnen. Wenn die Deutschen dieses Grab angelegt hätten, müsste dies vor diesem Datum geschehen sein. Dies schliesse ich völlig aus. Warum hätten denn auch Deutsche damals die eigenen Leute töten sollen. Das ist sinnlos. Stalins Truppen haben die Stadt in sechs Wochen eingenommen. Einige Hundert deutsche Soldaten, meist SS Leute, verteidigten die Burg bis zum Ende. Das währenddessen und unter solchen Bedingungen, ein derartig gigantisches Massengrab, bis zum 9. März angelegt worden sein könnte, bezweifele ich ebenso".

Jesionowski: " Sie sollten wissen, dass viele Jahre nach dem Krieg der amtliche Jahrestag der Befreiung der Stadt plötzlich um eine Woche nach Vorne verschoben wurde. Seltsam, nicht wahr ? Die Russen hatten Zeit und Grund das Grab zu verstecken. "GW": Aber warum sollten sie dies machen ? Hat man etwa die Menschen vor dem Grab erschossen? Jesionowski: " Ein Verbrechen schliesse ich eher aus. Der Grund war wohl eher, die russische Unterschrift zur Genfer Konvention, welche die Handlungsweise des Militärs im Verhältnis zu Zivilisten regelt. Im Falle Marienburg war es die gleichbedeutende Feststellung, dass man der Bevölkerung eine Überlebensaussicht bieten musste. Wenn in einer Stadt mit 4- 5000 Menschen bei Kriegshandlungen 2500 umkommen, dann war das selbst in jenen Zeiten ein internationaler Skandal. Also musste man die Spuren dieses Skandals verwischen. Und dafür dass die Russen etwas zu verstecken hatten, sprechen zwei sichere Beweise. Im April 1945 kam der katholische Priester Konrad Will nach Marienburg. Er sollte sich um das Begräbnis von herumliegenden Leichen kümmern. Nachdem er drei Wochen unter Hausarrest gesetzt wurde, begrub er von Mai bis Dezember 270 Tote. Will wusste nichts von dem Massengrab im Zentrum der Stadt. Die Russen mussten schnell handeln, es wurde wärmer und Epidemien drohten."

"GW": "Und der zweite Beweis ?" Jesionowski: ": Der erste polnische Bürgermeister von Malbork nach dem Kriege, Augustyn Szprega, kam Anfang April 1945 in die Stadt. Er wurde in Masuren geboren und sprach deutsch. Er und einer seiner Mitarbeiter wurden ebenso von den Russen verhaftet und 3 Wochen unter Hausarrest gesetzt wie vorab schon der Priester Konrad Will. Am 9. Mai 1945 übernahm dann Szprega offiziell die Verwaltung der Stadt. In keinem seiner Berichte hat er jemals, auch nicht später, dieses Massengrab erwähnt. Bekannt ist es allerdings, dass es Sorgen mit den Russen gab. Im Oktober 1945 hatte Szprega, wegen zunehmender Gewalttaten von Rotarmisten, die Zentralverwaltung um die Zusendung zusätzlicher Kräfte der Miliz gebeten, die auch noch im gleichen Monat eintrafen."

Ähnlich durchtrieben, wie schon Schlosshistoriker Bernhard Jesionowski, äusserte sich auch Staatsanwalt Maciej Schulz vom Danziger IPN gegenüber der Gazeta Wyborcza: " Und was ist mit den Polen ? Einige meiner Gesprächspartner messen hierzu die Schuld der polnischen Miliz." Schultz: "Ausgeschlossen! Polen haben erst zwei Monate nach der Eroberung der Stadt angefangen derer Verwaltung zu übernehmen, im Mai 1945. Die sowjetische Armee zog erst 1949 aus Malbork ab. Die Russen hatten noch viel zu sagen in Malbork. Die Beziehungen zwischen der polnischen Verwaltung war, gelinde gesagt, gespannt. Das Ende der Untersuchungen in dem Falle naht. Doch schon jetzt scheint klar, dass es eigentlich nur die Russen gewesen sein können, die dieses Grab angelegt hatten. Genauere Untersuchungen zur Identität der Opfer waren uns nicht möglich, da hierzu die Gelder fehlen. Wir haben bereist 14 000 Zloty für Expertisen und Übersetzungen ausgegeben. Eine DNS Untersuchung kann überhaupt nicht durchgeführt werden, da dies bei der Masse der Opfer einige Millionen kosten würde.

"Gazeta Wyborcza": "Vielleicht werden diese Kosten doch durch Deutschland übernommen ?"

Maciej Schulz: " Bis heute haben die Deutschen noch nie damalige Verbrechen an ihren Zivilisten verfolgt".

Unsere Meinung

Der Gazeta Wyborcza Artikel "Wer tötete in Marienburg" ist im nüchternden Gewand gehalten. Redakteur Sławomir Sowula hat sich bemüht von Vertretern beider Theorien zur Entstehung dieses Massengrabes, objektiven Aussagen zu erhalten. Dies ist ihm im Falle von Bernhard Jesionowski und dem IPN Staatsanwalt Schulz, nicht so ganz gelungen. Auch wesentlichste Bestandteile, wie z.B. die genaue Lage des Massengrabes unter dem ehemaligen polnischen Haus, eine Wasserleitung welche in den 70er Jahren quer durch die menschlichen Überreste verlegt wurde, die Fundstücke aus dem Grab, die Verschleierungsversuche der Behörden und die Umstände der Exhumierungen insgesamt wurden nicht hinterfragt.

Polnische und deutsche Politiker, setzen beim gemeinsamen Verwischen der Spuren des Verbrechens, auf die kooperativen Massen-Medien und deren naive Leser. Die Hauptschuld an der Verschleierung in Marienburg hat die deutsche Bundesregierung in Berlin. Max Doming hatte gesagt, dass die SPD Leute nur mit der Schulter gezuckt haben und Staatsanwalt Maciej Schulz hat dies bestätigt: Die Deutschen haben noch nie Verbrechen aus jener an ihren Zivilisten verfolgt. Erschreckende Aussagen, die zeigen wer dafür verantwortlich ist dass selbst noch die heutigen jungen Deutschen, nicht etwa unter jüdischen, polnischen oder russischen Klagen leiden müssen, sondern unter ihrem politischen System, was ihnen permanent einhämmert, dass man Schuld an allem hat, während man in der U-Bahn von irgendeinem Touristen dafür auch noch unschuldig verprügelt wird. "Die Polen sind da ganz anders" - hat auch SPD Mann Doming richtigerweise erkannt.


Polskaweb hat nicht alle von der Gazeta Wyborcza aufgeführten Aussagen hier veröffentlicht, da einige nichts neues brachten und bereits in anderen Artikeln unseres Magazines zu finden sind.

Hier ist der Gazeta Wyborcza Original- Text:
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Pfeifen von Milizkugeln im Kopf

Geschrieben von: Oskar () am 22-07-2009 16:23

Pfeifen von Milizkugeln im Kopf

Geschrieben von: Oskar am 22-07-2009 16:23

Ich habe das Pfeifen polnischer Milizkugeln noch heut’ im Kopf. 
Bei der Vertreibung Deutschstämmiger aus Polen sind Dokumente wohl auch deswegen vielfach nicht mitgenommen worden: Denn jeder vermutete oder nachweisliche Deutsche wurde in dieser Zeit von Polen (der Miliz UND der Bevölkerung) schwer misshandelt oder sogar getötet! Was das - von Polen unleugbare! - Schicksal einiger unserer dort von Zivilisten und Miliz ermordeten Säuglinge, Kinder und erwachsener Familienmitglieder ist.  
Meine Mutter, die zur "Kaiserzeit"/"Zarenzeit" sogar noch Russisch als Schulsprache hatte, trug die Unteroffiziersuniform meines Vaters (als Deutschstämmiger (!) aus seiner Dienstzeit bei der noch jungen Polnischen Armee) und wir Kinder hatten ein polnisches Kindermädchen gehabt, sodass wir von meiner Mutter angehalten wurden, in Gegenwart Anderer nur Polnisch zu sprechen. Denn nur dieses hat dann letztendlich unser Leben gerettet!  
Meine Mutter hat noch Jahrzehnte lang Briefkontakt zum Kindermädchen und deren Bruder, die den Hof erhielten, von deren Vormund er vorher gekauft worden war, und zu einem Mitarbeiter meines Vaters gehalten. Und die Geschenkpakete an sie - zu unterschiedlichsten Anlässen – enthielten unter anderem Original «Krakauer» die vorher schon einmal in Polen gewesen war!  
Derzeit lese ich in http://holland.org über die URBARmachung osteuropäischer Gebiete und, dass kein einziges Grab dieser Siedler und deren Nachkommen in Polen ungeschändet blieb; Grabdenkmale wurden zerschlagen oder als Baumaterial verwandt, Friedhöfe teils umgepflügt.  
Dass erst jetzt – und dann sogar auch noch ausgerechnet «Jetzt!» - diese «Massengräber» gefunden werden, passt vielen «Melkern» nicht in ihr EU-Konzept! Dass die «Baustelle EUROPA» von solch entsetzlichem „Bauschutt“ umgeben ist, darf nicht mit „unedlen Steinen“ beschönigt werden. Mord ist und bleibt Mord – egal aus welchen Beweggründen!

 

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christian am 21-07-2009 09:06

Geschrieben von: Igor Wolf () am 21-07-2009 11:03

christian am 21-07-2009 09:06

Geschrieben von: Igor Wolf am 21-07-2009 11:03

Hallo Christian, Du arbeitest mit Unterstellungen. Das solltest Du lassen, wenn Du ernst genommen werden möchtest. Ich habe mich nie über das Leid von Polen lustig gemacht und ich sehe mich in keiner Opferrolle. Ich will geschichtliche Wahrheit und eine objektive, den Tatsachen entsprechende Aufarbeitung der polnischen Geschichte. Das Du es jedoch gut gefnden hättest, wenn Polen schon 1933 Deutschland überfallen hätte, macht mich doch ziemlich nachdenklich. Die schwarze Zeit, die Deutschland unter polnischer Herrschaft gehabt hätte, können nur die beurteilen, die die polnische Herrschaft nach 1945 erlebt haben. Nur - auch 1933 hätte ein polnischer Überfall auf Deutschland mit einem Chaos für Polen geendet. Danke für den Hinweis!

 

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Herr

Geschrieben von: christian () am 21-07-2009 09:06

Herr

Geschrieben von: christian am 21-07-2009 09:06

Wenn Herr Buzek das so gesagt hat ist das natürlich eine nicht korrekte Überhöhung siener Muttersprache über andere. Das Herr Wolf allerdings keinen Beitrag der polnischen Sprache oder der polnischen Kultur zum Weltkulturerbe kennt muß ja nicht an der polnischen Sprache oder der polnischen Kultur liegen, sondern höchstwahrscheinlich daran, daß Herr Wolf einfach eine sehr begrenzte Kenntnis über unseren Nachbarn hat. Genauso wie Polen manchmal in der 100% Opferrolle verharren, beziehen manche deutsche Kommentatoren fast jegliche Meldung (wie z.B. den Nachbau des Hitlerbombers) auf Ihre sich nun endlich herausstellende Opferrolle des zu Unrecht gegeißelten Deutschland. Hier wird eine Opferrolle gegen die andere gehalten. Ich würde mich durchaus als deutschen Patrioten bezeichnen, aber wenn man betrachtet wie sich Deutsche z.B. in Warschau verhalten haben, dann finde ich es nicht in Ordnung, jede noch so große oder kleine Meldung als Vorwand zu benutzen, Eigenes nicht anzuschauen. Selbst wenn "Polen" (alle oder die meisten Polen?) den Krieg mit Deutschland "wollte" was vielleicht ja auch 1933 das "beste" gewesen wäre, um jene Kräfte, die unsere Tradition und Kultur auf lange Zeit in Dunkel gehüllt haben, zu stoppen, habe ich dennoch kein Problem damit, das maßlose Leid (und es sollte einen deutschen Patrioten schmerzen, das Deutsche derart gemordet und vergewaltigt haben) der Polen anzuerkennen und auf eine versönende Zukunft zu hoffen. Trotzdem finde es auch nicht in Ordnung, wie die Toten von Marienburg behandelt wurden. Das aber jemand Polen jegliche Kultur abspricht zeugt von ungerechtfertigter Selbstüberhöhung und genau das sind meiner Meinung nach die "Patrioten", die unser Deutschland überhaupt nicht mehr braucht.

 

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Wer finanziert Polen

Geschrieben von: Igor Wolf () am 21-07-2009 06:59

Wer finanziert Polen

Geschrieben von: Igor Wolf am 21-07-2009 06:59

Es gibt in diesem Forum Menschen, die immer wieder lauthals nach Geld aus Deutschland schreien. Weil sie selbst nicht in der Lage sind, so zu arbeiten, dass sie das Geld, was sie gern hätten, selber erarbeiten können. 
Deutsche sollten nun mal lesen, in welcher Höhe wir eigentlich Polen bisher mit unseren Steuergeldern finantieren.  
 
Abgesehen davon, dass Polen nach dem Krieg die Gebiete Schlesien und alles Land jenseits der Oder erhielt, bekam der Staat in neuerer Zeit auch 2 Mrd € und ihm wurden 3,3 Mrd € an Schulden erlassen. Zwischen 2007 und 2009 erhielt Polen von Deutschland 16,6 Mrd € an EU-Geldern. So wie es aussieht, hat nie in der Geschichte der Menschheit ein Volk an andere Völker soviel gezahlt wie die Deutschen. 
 
Und, das muss man hinzufügen, sich dafür deratig von Berufschauvinisten dafür beleidigen lassen müssen.

 

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Meine volle Zustimmung an Igor Wolf!

Geschrieben von: Kaiser Karl IV () am 20-07-2009 20:47

Meine volle Zustimmung an Igor Wolf!

Geschrieben von: Kaiser Karl IV am 20-07-2009 20:47

Ich stimme den Ausführungen von Herrn Wolf vollinhaltich zu! Ebenso spreche ich der Redaktion 
v. "polskaweb" für die ungekürzte Veröffentlichung 
meinen Dank und höchsten Respekt aus, unterstreiche auch die Schlußausführungen der Redaktion v. "polskaweb" zu dem GW-Artikel, die für einen Deutschen sehr wohltuend klingen und völlig zu Recht das Verhalten der deutchen Seite stark kritisieren! Das zu kritisierende Vorgehen 
beim Exhumieren solcher Opfer wird sich ja noch 
achtmal in den anderen Orten wiederholen, wo ver= 
mutlich noch deutsche Zivilopfer verscharrt sind!

 

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Jerzy Buzek

Geschrieben von: Igor Wolf () am 20-07-2009 15:46

Jerzy Buzek

Geschrieben von: Igor Wolf am 20-07-2009 15:46

Sehr geehrter Herr Butzeck, 
seit einigen Tagen sind Sie leider Präsident des Europäischen Parlaments. Gott sei Dank 
müssen wir Sie als Präsident nur für die Hälfte einer Amtsperiode ertragen, obwohl auch das 
vielen Deutschen schon ein paar Jahre zu viel sind. 
Ich will Ihnen auch gleich sagen, warum ich und mit mir viele Deutsche eigentlich generell 
dagegen sind, dass ein Pole ein derartig exponiertes Amt in Europa bekleidet. 
Ihren Einstand haben Sie mit der Äußerung gegeben, dass Englisch, Französisch und Polnisch 
die wichtigsten Sprachen in der Europäischen Union sind. 
 
Ich gehe davon aus, dass Ihre Europakompetenz weit unter dem Niveau eines Durchschnitteuropäers liegt. Sie konnten wohl in den 5 Jahren, in denen Ihr Land dankweitreichender deutscher Unterstützung Mitglied der EU ist, noch nicht feststellen, dass etwa 
100 Millionen Deutsche in Deutschland, Österreich, Frankreich, Belgien, Dänemark in der EU 
leben. Die ca. 2 Millionen Deutschen in Polen, von denen infolge einer rassistischen 
Völkerpolitik momentan nur etwa eine halbe Million sich getraut anzugeben, dass sie Deutsche 
sind, natürlich mitgerechnet. 
 
Sie als ehemaliger Bewohner eines im Jahre 1938 von Polen widerrechtlich annektierten 
Gebiets im Olsagebiet im Teschener Land, sollten eigentlich Deutsche bereits in frühester 
Kindheit kennengelernt haben. Die Deutschen aus dem Olsagebiet, die zum Zeitpunkt des 
polnischen Überfalls dort wohnten, haben die polnischen Söldner noch gut in Erinnerung. 
Sie sind der Vertreter eines Landes, das zu fast 40 % aus widerrechtlich von Deutschland durch 
keinerlei Völkerrecht abgesicherten, annektierten Gebieten besteht. 
Im Gegensatz zu Deutschland, das nach Ansicht aller wichtigen Persönlichkeiten weltweit in 
den letzten mehr als 60 Jahren eine saubere und umfassende Aufarbeitung seiner Geschichte 
durchgeführt hat, haben Auftritte der sogenannten „Elite“ Polens erst kürzlich der Welt auf einer 
Konferenz über jüdische Entschädigungsforderungen gegen Polen einen Eindruck vermittelt, 
dass man in Polen aus der Geschichte nichts gelernt hat und nichts lernen will. Da ruft Ihr Motto 
als Vertreter dieses Landes, sich verstärkt für die Menschenrechte einzusetzen, nur bitteres 
Lachen hervor. 
Nicht nur, dass man die Vertreibung von 16 Millionen Deutschen aus der Heimat und darunter 
den Völkermord an mehr als 2 Millionen starrköpfig leugnet, verweigert man den vielen 
Tausenden jüdischen Opfern in Kielce, Jedwabne und anderswo in Polen jegliche 
Entschuldigung, Entschädigung oder Rückgabe ihres Eigentums. Von den ukrainischen, 
weißrussischen, russischen und litauischen Opfern polnischer, rassistischer Pogrome will ich 
gar nicht sprechen. Diese Völker werden Polen selbst zur Rechenschaft ziehen. 
Allein der Umgang mit den sterblichen Überresten von über 2 100 Ermordeten deutschen 
Kinder, Frauen und Greisen in Marienburg, die polnische Milizen lange nach Kriegsende 1945 
bestialisch zusammentrieben, zwangen sich auszuziehen, dann skrupellos umbrachten und 
kaltblütig die Spuren beseitigten und Polen heute jegliche Schuld leugnen, zeigt, dass man in 
Polen lernunwillig und lernunfähig ist. 
Geht man in einem europäischen sich christlich und zivilisiert nennenden Land mit sterblichen 
Überresten von Menschen um wie mit Abfall und Müll? 
Sie geben an, protestantischer Christ zu sein. Ich bin ein Landsmann des größten deutschen 
Reformators Martin Luther, den ich sehr verehre. Er hat vor 500 Jahren mit seiner Lehre 
gezeigt, wie sich christliche Menschen benehmen und sich gegenüber ihren Mitmenschen 
verhalten sollten. 
Aus ihrem Auftritt, in dem sie Polnisch als wichtigste Sprache Europas bezeichnet haben, 
entnehme ich, dass Sie mit einer derartigen Arroganz niemals protestantischer Christ sein 
können. Einem Menschen, der einem derartigen Größenwahn verfallen ist, würde man in 
meiner Kirche zu jeder Zeit das Abendmahl verwehren und man würde ihm sogar den Einlass in 
die Kirche verweigern. 
Ich kenne keinen einzigen Beitrag der polnischen Sprache geschweige denn der polnischen 
Kultur zum Weltkulturerbe. 
Ich kenne nur einen Schriftsteller aus dem letzten Jahrhundert, der auch 
Literaturnobelpreisträger war und in Schlesien wohnte, das heuzutage widerrechtlich von Polen 
annektiert ist. 
Dieser Schriftsteller heißt Gerhart Hauptmann und hat Weltliteratur in der Sprache Kants, 
Schillers und Goethes geschrieben. Er ist in Schlesien geboren und am 6. Juni 1946 in 
Agnetendorf in Schlesien gestorben. Er war zu diesem Zeitpunkt schwer erkrankt und wurde 
von polnischen Milizen aufgesucht, die ihm kaltschnäuzig mitteilten, dass er trotz schwerer 
Erkrankung sofort sein Haus und Schlesien zu verlassen habe. 
Bereits eine Stunde nach seinem Tod hat polnischer Mob das Haus heimgesucht, geplündert, 
was nicht angebunden war und sich in unwürdiger Weise über den Tod Gerhart Hauptmanns 
lustig gemacht. 
 
Wie bereits gesagt, ich bedauere, dass ein Vertreter dieses Volkes Präsident des 
Europaparlaments ist und freue mich lediglich, dass er das nur für die Hälfte der regulären 
Amtszeit sein wird. 
Meine allerwertesten Grüße 
Igor Wolf 
20. Juli 2009

 

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