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Polnische Werften - Käufer zahlt nicht

Veröffentlicht in : Nachrichten, Schlagzeilen




Nova Werft in Stettin pleiteDer geheimnisvolle Investor aus der Karibik, der die Werften von Stettin und Gdynia nach einer weltweiten Ausschreibung erworben hatte, befindet sich seit Mittwoch um 00.00 Uhr im Zahlungsverzug. Der Kaufpreis in Höhe von 381 Millionen Zloty wurde weder vom Käufer "Stichting Particulier Fonds Greenrights", noch von der Investmentbank "Qinvest" aus Katar, die hinter dieser Briefkastenfirma stecken soll, an die polnische Nationalbank überwiesen. In einem Fernsehinterview sagte Schatzminister Aleksander Grad am Abend, dass er sehr enttäuscht sei, habe aber dem Investor bereits eine Nachfrist bis zum 17. August gesetzt die, so hoffe er, dann aber pünktlich eingehalten werde. Der Minister sprach allerdings auch von möglicher "Sabotage" in diesem Zusammenhang: "Ich habe heute ebenso die Staatsanwaltschaft und die Agentur für innere Sicherheit (ABW) informiert, da der islamische Investor offensichtlich vor einer Übernahme der Werften, durch Vertreter der polnischen Schiffbauindustrie gewarnt wurde".
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Der Verkauf der beiden Ostsee-Werften in Szczecin (Stettin) und Gdynia (Gdingen) wurde erst kürzlich besiegelt. Käufer war eine gänzlich unbekannte Firma namens "Stichting Particulier Fonds Greenrights", mit Sitz auf den Niederländischen Antillen. Dies störte allerdings weder den Konkursverwalter, noch die polnische Regierung, denn eine islamische Bank mit Sitz auf Erdöl in Katar hatte angeblich den Kaufpreis per Garantie abgesichert. Die EU-Kommission in Brüssel soll, nach Angaben des Schatzministeriums in Warschau, den Verkauf der Werften vorab genehmigt haben. Schon kurz nach dem Erwerb der beiden Werften durch diese Briefkastenfirma, gab es für über 3500 Werftarbeiter erst einmal keinen Lohn und erste Spekulationen um den Verlust der Arbeitsplätze verunsicherte die Schiffsbauer. Dann kam es plötzlich noch dicker, als sich herausstellte, dass die angebliche Bankgarantie aus Katar "nur" eine Art Bonitätsbescheinigung war. In Stettin bildete sich ein "Verein zum Schutze der Werften und der Schiffsbauindustrie", der umgehend mit den Spekulationen um den Investor Presse machte.

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Auf der Mittwochs- Pressekonferenz von Finanzminister Aleksander Grad platzte dann plötzlich eine Bombe: "Die Schuld an der nicht fristgerechten Zahlung für die Werften in Stettin und Gdingen trägt der Stettiner Verein zum Schutze der Werften. Dieser hatte in einem Brief, den man u.a. auch an die Qatar Islamic Bank sandte, die strengen Muslims mit der Behauptung in Panik versetzt, dass eine der Werften in den vergangenen Jahren zur Geldwäsche genutzt worden sei, um sie davon zu überzeugen aus religiösen Gründen von diesem Geschäft zurückzutreten" - donnerte der Minister. In dem besagten Brief soll ebenso behauptet worden sein, dass die Werft in Stettin im Jahre 2002 gesetzeswidrig in eine angebliche Pleite getrieben wurde, um diese dann mit ungerechtfertigten Subventionen wieder "flott zu machen". Die Bank in Katar scheint derweil tatsächlich einen Grund zu suchen seinen Kunden, die "Stichting Particulier Fonds Greenrights", zu raten vom Kaufvertrag zurücktreten, denn in einer weiteren Meldung aus Warschau heisst es nun, dass Katar sich nun gemeldet habe und um noch etwas Geduld bat, da man vor Auszahlung des Kaufpreises für die Werften, noch einige rechtliche Details prüfen
müsse.

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