Kundus - Wenn Zivilisten in Afghanistan durch Bomben, Granaten oder Gewehrkugeln der Nato Streitkräfte vor Ort sterben sind Geschrei und Kritik mit Recht groß. Der Tod von unschuldigen Zivilisten aber wurde bis heute einzig und nur von den Taliban als willkommene Propaganda begrüßt, nicht aber von den an diversen unabsichtlichen Tötungen beteiligten Soldaten aus den USA, Großbritannien oder Polen, denen nichts und garnichts daran liegt Frauen und Kinder zu töten. Doch seit die Deutsche Bundeswehr sich erstmals gegen eine schwerwiegende Aktion der Aufständischen gegen ihre Basis in Kundus erfolgreich zur Wehr gesetzt hatte, trommeln nun plötzlich die engsten Verbündeten in der Weltpresse gegen die Deutschen und sorgen hiermit für erhebliche Mißstimmung bei der Bundeswehr und in Berlin. Die deutschen Aufbauhelfer am Hindukusch sehen sich nun in eine Zange genommen, an der die Taliban und die USA gemeinsam quetschen um die Welt gegen die Deutschen aufzubringen. Die USA verfolgt mit ihrer Strategie hintergründig aber ein ganz anderes Ziel als die Aufständischen, nämlich die Bundeswehr endlich aus ihrem Käfig in Kundus zu befreien.

Noch keine offizielle Untersuchung durchgeführt
Der Grund für ein solches Verhalten seitens der Verbündeten liegt denn auch auf der Hand. In die Verantwortung um die durch Amerikaner, Briten oder Polen in Afghanistan zufällig getöteten Zivilisten sollen nun auch die Deutschen möglichst medienwirksam mit eingebunden werden. Gemeinsam trägt sich halt besser. Gemeinsam soll man jetzt auch bald an der Front kämpfen. Ob es bei dem seit Freitag weltweit diskutierten angefordertem Luftangriff auf die Taliban bei Kundus überhaupt zivile Todesopfer gegeben hat, wie die in dieser Sache weltweit zitierte "Washington Post" und US-General und Nato-Befehlshabers Stanley McChrystal sich bemühen zu versichern, steht noch in den Sternen, obwohl jetzt auch der deutsche Kommandant vor Ort indirekt eingeräumt hatte, dass es solche Opfer gegeben bzw. gegeben haben könnte. Etwas verfrüht wie uns scheint, denn bis zur Stunde gab es nicht einmal eine offizielle Untersuchung vor Ort, sondern lediglich eine "Fact-Finding" Aktion durch führende Nato- und US Militärs, die im Ergebnis kaum jemanden konkret wegen Tötung von Zivilisten beschuldigt.
Einziger objektiver Augenzeuge widerspricht US Version
Alle bisherigen Zeugenaussagen in Verbindung mit angeblich zivilen Opfern zu dem Vorfall um zwei bombardierte deutsche Tankwagen, kommen von afghanischer Seite und klingen wie immer stark übertrieben. Von Seiten der Nato kam es einzig Konteradmiral Gregory J. Smith, dem US-Sprecher in Afghanistan, in den Sinn von zivilen Opfern des von der Bundeswehr angefordetem Bombardement zu sprechen. Solche Opfer bestätigten ihm angeblich afghanische Verletzte und deren Angehörigen in einem Krankenhaus bei Kundus. Der einzige hier wahrscheinlich objektive Zeuge ist aber einer der afghanischen Fahrer der Tanklastzüge, dem im Gegensatz zu seinen 3 Kollegen nicht durch die Taliban der Kopf abgeschnitten wurde. Der Mann hatte dies und auch den Bombenangriff eines US- Kampfjet auf die Fahrzeuge nämlich überlebt und angegeben, dass etwa 60 Taliban sie überfallen hatten, die bei dem folgenden Airstrike fast alle ums Leben gekommen seien. Dies deckt sich auch mit den Aussagen des deutschen Kommandeures vor Ort, Georg Klein, der von Anfang an von einer Opferzahl in dieser Größenordnung sprach.
Deutscher Kommandant wurde wahrscheinlich ausgetrickst
Bundeswehr Oberst Georg Klein ist offensichtlich derzeit mit den Nachwehen der Ereignisse um das Bombardement nahe der deutschen Basis etwas überfordert, da die USA ihn mit allen Mitteln zum Sündenbock machen will und aus Deutschland ihm lediglich die Unterstützung des deutschen Verteidigungsministers Jung zukommt. Der Oberbefehlshaber der US- und NATO-Truppen in Afghanistan, Stanley McChrystal, spielt eine ganz eigenartige Rolle nach diesen Ereignissen, denn er ist es, der die Attacken gegen die Bundeswehr und speziell gegen Klein anführt. Nach McChrystals Angaben habe dieser mit dem Bundeswehr Oberst persönlich gesprochen und hierbei kritisiert, dass man die Luftunterstützung der USA viel zu spät angefordert habe. Unter dem Druck der Beschuldigungen McChrystals, der von der Last ziviler Opfer sprach, riss es Klein dann später gegenüber der Agentur Associated Press zu folgender Aussage hin: "I can honestly say it was a mistake" und bringt hiermit nun auch seinen Verteidigungsminister in Verlegenheit, der bis zuletzt behauptet hatte, dass es wohl keine zivilen Opfer des Luftangriffes gegeben habe.
Taliban hatten Zeit eigene Version der Ereignisse zu kreieren
Ebenfalls ohne das Ergebnis offizieller Untersuchungen abzuwarten, revidierte Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) am Montag seine bisherige Aussage: "Mir scheint eindeutig, dass der überwiegende Anteil der Toten Taliban gewesen sind" und verweist hiermit etwas voreilig auf vorhandene zivile Opfer. Nato- Oberbefehlshaber Stanley McChrystals Leviten Lesung hatte offensichtlich Wirkung gezeigt. Der Amerikaner hatte Oberst Klein auch dahingend zurechtgewiesen, dass es wichtig gewesen sei, den Boden nach einem nach einem Luftangriff zu halten und zu bestimmen was passiert ist, bevor der Feind kommt und mit seiner eigenen Version der Ereignisse auftrumpft. Damit hat McChrystal natürlich Recht, aber ihm ist es durchaus auch bekannt, dass den Deutschen in Kundus durch ihre Regierung in der Frage um eigene Engagements weitestgehend die Hände gebunden sind. Dass die Deutschen nicht Seite an Seite mit ihren Verbündeten in Afganistan gegen die Taliban kämpfen stört natürlich nicht nur die USA, sondern auch die Bundeswehr, die hier nicht selten dem Spott der Briten, Kanadier oder Polen ausgesetzt sind, die alle Frontarbeit leisten.
Politiker machen Bundeswehr zu "Turnvater Jahn" Truppe
McChrystals kritisiert schon lange die deutschen Beschränkungen und unterstellte der Bundeswehr mangelnde situative Kampferfahrung, die jetzt zu einer Eskalation geführt habe: " Sie verbringen die meiste Zeit in ihren Basen oder gepanzerten Fahrzeugen um überhaupt nichts im Kampf gegen die Taliban zu riskieren." - behauptete wiederholt der General. Der deutsche Einsatz in Afghanistan ist tatsächlich eine mehr als halbherzige Wohltat. Schuld hieran sind vor allen Dingen linke und grüne Parteien, die ihre Wählerstimmen bei den Minderheiten weiter sichern wollen. So ziehen sie nach jedem Schuss der aus einer deutschen Waffe in Afghanistan kommt, die Bundeswehr und die Regierung durch den Kakao und zeigen welche wahre menschenverachtlicher Größe sie wirklich haben. Sie unterstützen nämlich mit ihren Maßnahmen indirekt die Taliban, den internationalen Handel mit der gefährlichen Droge Heroin und treten die Rechte der Frauen mit ihren Füßen. Wenn Oberst Klein wirklich unabsichtliche Fehler gemacht hat und es zivile Opfer wirklich gab, so ist dies sehr traurig. Doch hierfür die Bundeswehr oder ihren Kommandanten aus Afghanistan abzuziehen oder verantwortlich zu machen, wäre genau der falsche Schritt, denn damit würde man erst recht an Ansehen verlieren und der mörderischen Taliban den gewünschten Erfolg sichern.
Verhandlungen mit der Taliban sind Zeichen von Schwäche
Die Taliban sind mit allen Wassern gewaschen und gehen mit allen Mitteln gegen die Nato- Streitkräfte vor. Der Einsatz des Lebens von Zivilisten spielt hierbei überhaupt keine Rolle. Das hat doppelte Wirkung, einmal durch die Propaganda und zum Zweiten auch eine Materielle, denn die Familien der durch die Alliierten getöteten Zivilisten erhalten von den Militärverwaltungem Entschädigungen, an denen sich auch die Taliban anteilsmäßig befriedigen müssen. So waren natürlich alle jene Toten welche bei ihrem Auffinden keine Waffe in der Hand hielten unschuldige afghanische Zivilisten. Bei Frauen und Kindern ist die Sache zwar klar, aber auch hier muss man die Schuld an solchen Dramen etwas differenzieren, denn nicht selten werden solche Opfer in geplante Kampfzonen kurzfristig getrieben oder gelockt, um den Taliban ihren Rückzug unter "Zivilschutz" zu garantieren. Jegliche Verhandlung mit diesen grausamen Menschen, wie von vielen wenig weitsichtigen Politikern gefordert, ist absolut sinnlos. Diese Terroristen verstehen nur ihre eigene Sprache und die heisst "Gewalt". Solange in Afghanistan kein Frieden eingekehrt ist, braucht dort auch die Bundeswehr keine Wasserleitungen zu verlegen, die eh wieder zerstört werden. Die Nato muss mit aller Härte in Afghanistan vorgehen, hierzu müssen auch anständige Deutsche bereit sein. Wer gegen den Frieden und die Menschlichkeit in diesem Land ist, sollte besser schon heute dort seine Koffer packen.
Pilot hätter Bombardierung ablehnen können
Was bisher noch nicht so im Zusammenhang mit der Bombardierung der Tanklastwagen bei Kundus durchgesickert zu sein scheint ist die Tatsache, dass Aufnahmen aus dem angreifenden US- Kampfflugzeug die gewichtigste Rolle zum Zeitpunkt der Entscheidung des Abschusses der Fahrzeuge spielten. Der Pilot hatte hierzu ebenso das letzte Wort, er hätte den Airstrike auch ablehnen können.
Polnische Soldaten in Afghanistan haben volle Untersützung
Das polnische Kontingent in Afghanistan geniesst höchstmögliche Unterstützung ihrer Bevölkerung, obwohl es immer wieder mal Todesopfer in den eigenen Reihen gibt. Die Polen haben verstanden warum es in Afghanistan geht und es wichtig ist dort demokratische Verhätnisse herzustellen. Polnische Spezialeinheiten sind deshalb auch an vorderster Front in dem Land zu finden. Die Soldaten wollen nicht in den Kasernen rumsitzen oder bei Liegestützen Kampferfahrung sammeln und dies macht ja auch in einem Kriege, oder bei einer realitätsnahen Ausbildung Sinn. Man hat natürlich auch den Vorteil, dass gerade auch Politiker und Parteien dieses Engagement des polnischen Militärs unterstützen. Von linken oder grünen Opportunisten braucht man sich auch nicht einschüchtern zu lassen, da solche Gruppierungen aus Vernunftsgründen in Polen keine Rolle spielen.
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