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Spermien im Pool schwängerten polnische Touristin

Veröffentlicht in : Nachrichten, Reisen u. Verkehr




Urlaub in ÄgyptenEs ist schier unglaublich was heimreisenden Touristen aus Polen alles so einfällt um sich, zumindest einen Teil ihrer Urlaubskasse, vom Reiseveranstalter zurückzuholen. Warschauer Reisebüros haben jetzt hierzu die besten "Vorträge" in einer Zusammenfassung publiziert. Mit Abstand auf dem ersten Platz liegt hierbei die Beschwerde einer Mutter, welche aus dem Ägypten- Urlaub mit ihrer Tochter zurückgekommen war und nun vom Reiseveranstalter Schadenersatz dafür haben will, dass ihr Kind durch im Hotel-Pool schwimmende Spermien schwanger geworden sei. Wie diese Beschwerde, so gibt es viele andere ebenso wenig glaubhafte Begründungen zurückgekehrter Urlauber, die meinen sich jegliche subjektive Unannehmlichkeit durch die Veranstalter ersetzen lassen zu müssen. Lesen Sie hierzu interessante Details aus der Rangliste solcher Begründungen.

Zurückkommende Reisende aus Ägypten stellen, zumindest in den Reisebüros der polnischen Hauptstadt, das Gros von Beschwerdeführer über angebliche wertgeminderte Urlaubsfreuden . Begründungen wie "Zu viele Araber in Ägypten", "Schwimmende Spermien im Hotel- Pool" oder "zuviel Sand in der Wüste" wurden natürlich von der Mitarbeitern der Veranstalter genauso ernsthaft aufgenommen wie Beschwerden über Großbaustellen direkt vor den Feriendomizilen. Nachvollziehbar waren, nach Angaben von den jeweiligen Reisebüros, die wenigsten der Klagen.

Die meisten Reisebüros verzeichneten den Hauptanteil absurder Beschwerden saisonbedingt im Juli und August. So beschweren sich die meisten Ägypten- Urlauber denn auch dass es dort sehr heiss war. Einige auch darüber dass ihr Hotel in der Nähe einer Moschee lag, wo man sich mehrmals täglich durch" lautes Jammern" belästigt fühlte. Optionale Ausflüge in die Wüste habe man als äusserste Strapaze empfunden, da dort zu viel Sand und Staub war. Andere klagten gar, weil man sich durch zu viele Araber im Hotel um seine Urlaubsfreuden betrogen fühlte.

Die Nationalitäten der Gäste in den Hotels spielen auch eine ganz besondere Rolle in den Beschwerden polnischer Touristen. Während einige sich alleine dadurch um ihren Seelenfrieden betrogen sahen weil sie die einzigen Polen im Hotel waren, beschwerten sich andere darüber dass zu viele Polen in ihrem Hotel gewesen seien, was man als äusserst störend empfand. Gar bedroht fühlten sich manche Urlauber sogar durch die Tatsache, dass in ihrem Urlaubshotel auch Briten oder Deutsche untergebracht waren.

Jeder weiß, dass Wasser nass ist und die Wüste aus einer Menge von Sand und Staub besteht. Algen und tote Fische im roten Meer dürften auch kein Novum sein. Gleichfalls klagen nicht selten Urlauber über Magenbeschwerden, Erbrechen und Fieber nach dem Verzehr von Lebensmitteln in arabischen Ländern und reichen dann nach ihrer Rückkehr in die Heimat diverse Fotos von Toilettengängen bei ihren Reiseveranstaltern ein. Absurde Klagebegründungen sind aber auch Beschwerden über schlechtes Wetter, zu viele Sonne oder Regen.

Reklamiert wurden auch bei "all inclusive" Reisen der Gang zum Gemeinschaftsessen im Restaurant. Im Verständnis des Begriffes "All inclusive" hatte man erwartet, dass die Mahlzeiten auf den Zimmern gereicht werden würden. In einem Fall verlangte ein Ehepaar was in der Türkei war sogar Schadenersatz hierfür, dass man im Hotel- Restaurant nicht im Slip seine Mahlzeiten einnehmen durfte. Verzeichnet sind auch Fälle von Beschwerden weil das Flugzeug nicht an gewohnter Stelle gelandet war, oder dass man auf dem Frühstücksteller schief- geschnittene Tomaten fand.

Ein Arzt aus Krakau wollte Schadenersatz von seinem Reiseveranstalter einklagen, weil sein Hotelzimmer schimmelverseuchte Luft aufgewiesen habe. Zum Beweis hatte der Mann ein Glas mitgebracht, indem er diese Luft angeblich eingefangen hatte. Aber Beschwerden mit dem Hintergrund des Verlangens nach Schadenersatz bietet auch der Winter. Zu viel Schnee, zu wenig Schnee, manchmal auch eine zu dicke Schneeschicht, sodass Busse nicht zwischen den Hotels und Skiliften verkehren sind ihre Hauptbegründungen. Eine ältere Dame aus einem Warschauer Vorort hatte sogar wörtlich nach ihrem Winterurlaub angeben, dass sie am meisten der Schnee genervt habe.

Ägypten ist im Übrigen eines der absoluten Lieblings- Reiseziele der Polen, denn es ist ein wunderschönes, preiswertes und gastfreundliches Urlaubsland. Meckerer und Leute die immer ihrem Gelde nachtrauern gibt es aber überall.

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Dienstag, 7. Juli 2009
 

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