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Tu-154 Absturz: Berliner zieht Tusk vor Staatsanwalt

Veröffentlicht in : Nachrichten, Schlagzeilen




Berlin - Nach dem mysteriösen Flugzeugabsturz vom 10. April bei Smolensk gibt es noch keine offiziellen Ergebnisse von Untersuchungen, welche die von deutschen- und russischen Medien sowie polnischen Behörden und Politikern vehement vorgebrachten Unfall- Theorien unterstützen, dafür aber Hunderte von Indizien und Beweisen, dass der tödliche Crash der polnischen Tupolew mit Lech Kaczynski an Bord, eben kein Unfall gewesen sein dürfte. Praktisch alle bisher bekanntgewordenen öffentlichen Statements zum Stande der Ermittlungen sowie der gesamte Bestand bisheriger behördlicher Beweisaufnahmen, sind voller Ungereimheiten, Falschaussagen, Desinformation und Manipulation. Schlimme Tage und Nächte, Wochen und Monate, mussten viele Familien der Opfer schon durchmachen, hierunter vor allen Dingen die Angehörigen der Piloten, also derjenigen welche von Anfang an für den Flugzeugabsturz verantwortlich gemacht wurden. Einigen Familien ist bereits der Kragen  geplatzt, andere vereinen sich derzeit zum Aufstand gegen behördliche Willkür, Ermittler und Politiker. Unter den Kämpfern für die Wahrheit befindet sich auch der Berliner Rechtsanwalt Stefan Hambura, der dabei ist nun Premier Donald Tusk vor den Staatsanwalt zu zerren.

Rechtsanwalt Stefan Hambura, ein Deutscher mit polnischen Wurzel, ist als "Bissiger Hund" vor allen Dingen bei deutschen Jugendämtern in Fragen um Kinder aus Mischehen bekannt, setzt sich aber bekanntlich auch für die Rechte der "Polnischen Minderheit in Deutschland" ein. Er gilt als hervorragender Verteidiger polnischer Interessen und ist natürlich von daher auch über die Grenzen hinaus bekannt. Der Mann welcher den Berliner in das Mysterium um den Tupolew Absturz einbrachte ist der Sohn der Solidarnosc- Legende Anna Walentynowicz, die ebenfalls am 10. April bei Smolensk getötet wurde. Janusz Walentynowicz gehört zu jenen Angehörigen von Opfern, die sich nicht durch Politiker und Ermittler an der Nase herumführen lassen wollen, sondern die umfassende Wahrheit zu zahlreichen Versäumnissen und Ungereimtheiten fordern. Für ihn und seinen Rechtsbeistand aus Deutschland geht es augenblicklich auch um die berechtigte Frage, warum Polens Regierungschef Donald Tusk persönlich Moskau den Weg zur alleinigen Kontrolle über die Ermittlungen zu dem Absturz freimachte. Hambura fordert deshalb die Vernehmung des Premiers durch die Militär- Staatsanwaltschaft in Warschau.

Wie wir bereits wissen, war die abgestürzte Tupolew ein Militärflugzeug, wie auch ihre Besatzung und die sich ebenfalls an Bord befindlichen höchsten Generäle dem polnischen Militär angehörten. Obwohl ein polnisch-russisches Abkommen aus dem Jahre 1993 hier klar definiert, wer bei Flugunfällen usw. im jeweiligen Nachbarland für die Untersuchungen zuständig ist, erklärte Premier Donald Tusk, ebenso wie Verantwortliche in Moskau aus nicht nachvollziehbaren Gründen, dass dieses Recht nicht greife, sondern internationales Luftfahrtrecht nach dem Chicagoer Abkommen vom Dezember 1944 zu Regelungen im privatem Luftverkehr. In diesem Moment hatte Tusk es alleine den Russen überlassen, ihre Version der Ereignisse amtlich zu machen. Übersehen scheint er hierbei nicht nur den militärischen Status der Tupolew zu haben, sondern auch dass auf Staatsluftfahrzeuge das Abkommen von Chikago garnicht Anwendung findet (S. Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Chicagoer_Abkommen). Laut Rechtsanwalt Hambura, wurden durch diese Entscheidung Tusks die Russen bevorteilt und die Ermittlungen zu dem Absturz bei Smolensk in rechtswidrigem Verfahren geführt. Polnischen Ermittlern sei hierdurch praktisch der Weg versperrt objektiv den Grund für die Katastrophe bei Smolensk zu erklären - schlussfolgert der Berliner und drängt die Militär-Staatsanwaltschaft in Warschau, den Regierungschef zu seiner dubiosen Entscheidung anzuhören.

Hambura stützt seine Bedenken aber in erster Linie auf zwei Dokumente, die miteinander konfrontieren. Das erste ist das polnisch-russischen Abkommen von 1993 und das Zweite die in Wort und Schrift festgehaltene Erklärung des polnischen Chefermittlers (und Verschleierers) vom zivilen Luftfahrtamt Edmund Klich vor dem Untersuchungsausschuss der Russischen Föderation am 6. Mai, aus der einwandfrei hervorgeht, dass unbestreitbar von Anfang an klar war, dass die Russen auf die Anwendung des Abkommens von Chicago bestanden. Das Schlüsseldatum soll laut Hambura aber der 13. April sein, also 3 Tage nach der Katastrophe, als die Leiterin der russischen Untersuchungskommission Tatyana Anodina auf einer Pressekonferenz bekanntgab, dass die Grundlage für die Untersuchungen das Abkommen von Chicago sei. Sein Mandant und er vermuten, dass Donald Tusk, gemeinsam mit dem russischen Premier Vladimir Putin, diesen Verschleierungs-Persilschein ausgestellt hatten. Der polnische Premier hat bereits seine Bereitschaft erklärt zu diesem Vorwurf vor der Militärstaatsanwaltschaft aussagen zu wollen. Ob er dies nach der Präsidentenwahl am Sonntag auch noch möchte, wissen wir noch nicht.

"Polskaweb" ist fest davon überzeugt, dass der Flugzeugabsturz bei Smolensk kein Unfall, sondern ein durch Dritte herbeigeführtes Ereignis war, an dem Politiker, Mafiosi und Geheimdienste gleichwohl beteiligt waren. Wir hoffen somit, dass es bald noch viel mehr Hamburas geben wird und Bronislaw Komorowski kein Präsident Polens wird.


Lesen Sie hierzu bitte auch unsere Artikel unter Smolensk I und II

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Freitag, 18. Juni 2010
 

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