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Polen gelobtes Land für Ukrainer

Veröffentlicht in : Nachrichten, Wirtschaft




Saisonarbeiter Polen UkrainePosen - Immer mehr Ukrainer zieht es ins benachbarte Polen. Sie stellen schon lange mit Abstand die größte Gruppe von Einwanderern. Wie viele Menschen sich bereits in den letzten Jahren hier angesiedelt haben, weiss niemand, denn es gibt eine hohe Zahl von Illegalen. Bürger der Russischen Föderation, der Ukraine, Belarus und der Republik Moldau dürfen in Polen auf Basis einer Verordnung nur für maximal Monate im Jahr arbeiten, doch dem Missbrauch sind alle Türen und Tore geöffnet und keinem interessiert es wirklich, ob die Gastarbeiter wieder nach Hause fahren oder nicht, denn sie werden gebraucht und genutzt. Im Osten Polen, in den grenznahen Gebieten, geht ohne Saisonkräfte in der Landwirtschaft, Putzfrauen, Haushaltshilfen, Kindermädchen und Englisch-Lehrern aus der Ukraine bereits so gut wie garnichts mehr und für Entlohnungen von einen bis drei Euro pro Stunde sind sie konkurrenzlos.

Im ersten Halbjahr 2009 kamen nach offziellen Zahlen 120 Tausend Ukrainer nach Polen. Der Mangel an genauen Statistiken über die Zahlen der Einwanderer und Saisonarbeiter, die nicht selten auch Oma und Opa mitbringen, lassen aber vermuten, dass wir es hier lediglich mit Schätzungen zu tun haben. Die illegale Beschäftigung blüht und gilt immer noch als "Kavaliersdelikt".

Nach Ansicht des Warschauer Büros für Internationale Arbeits- Organisation finden die meisten Ukrainer aber in Polen noch keine Beschäftigungsmöglichkeiten in ihrem Beruf, sodass sie meist unter ihrer Qualifikation 8 bis 10 Stunden pro Tag z. B. als Reinigungs- oder Hauskraft arbeiten müssen. Der polnische Arbeitsmarkt für Osteuropäer ist zwar stark feminisiert, doch auf Kindermädchen aus der Ukraine oder Russland wird meist verzichtet, da man Angst vor der Übernahme eines fremden Akzentes hat.

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Polen nicht verstanden

Geschrieben von: Holstentor () am 05-01-2010 13:25

Polen nicht verstanden

Geschrieben von: Holstentor am 05-01-2010 13:25

Mein Vorkommentator hat es offenbar nicht mitbekommen, dass nicht er als Deutschpole in Deutschland, sondern Polen in Polen diesen Artikel verfassten und hier wohl wesentlich besser informiert sein sollten als ein Pole aus dem Ruhrgebiet. Also mal logisch denken und nicht immer nur meckern ....

 

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Was für eine Angst?

Geschrieben von: Krakauer () am 05-01-2010 10:47

Was für eine Angst?

Geschrieben von: Krakauer am 05-01-2010 10:47

Mit der Angst vor der Übernahme eines fremden Akzentes ist „ein wenig” übertrieben. Genauer gesagt, es ist einfach lustig sowas zu behaupten. 
 
Eine breite Masse von Ostpolen spricht seit immer mit einem Ostakzent, was auch die anderen Polen eher interessant finden. 
 
Und keiner macht sich wirklich Gedanken, dass die Ukrainer in Polen bleiben. In meisten Fällen schon die nächste Generation wird vollständig polonisiert, was den Ukrainern wirklich leicht ankommt. 
 
In Polen gibt es keine Frage, wenn es um die Ukrainer geht. Dasselbe gilt für die anderen Slawen, aber auch für die niederländischen Bauern und eigentlich anderen Europäer.  
 
Weniger Verständnis haben leider die Polen für die Tschetschenen…

 

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Und dann ?

Geschrieben von: A. Lausberg () am 02-01-2010 21:26

Und dann ?

Geschrieben von: A. Lausberg am 02-01-2010 21:26

Die Polen werden die Gastarbeiter später auch nicht mehr los. Die in Deutschland sind schon über 40 Jahre da.

 

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