Die Gesamtverschuldung aus rückständigen Zahlungen von Personen und Einzelfirmen belief sich nach dem ersten Quartal des laufenden Jahres in Polen auf mehr als 70 Milliarden Zloty. Das waren 7,5 Milliarden zl mehr als noch am 31.Dezember 2008. Dies geht aus einem aktuellen Bericht des Nationalen Schuldenregisters (KRD) hervor. Diese Rückstände setzen sich aus unbezahlten Kreditraten, Mieten, Steuern, Strom-, Telefon- und Gasrechnungen zusammen, zeigen also nicht einmal das gesamte Ausmaß der eigentlichen Verschuldung an. Am schnellsten wächst nach diesem Bericht die Privatverschuldung. Laut KRD ist auch das Risiko der privaten Schulden durch Kreditkarten im ersten Quartal 2009 um 901,4 Millionen zl gestiegen, was einen Zuwachs von mehr als 22 % gegenüber dem vergangenen Dezember ausmacht. Polnische Unternehmen hatten am Ende des ersten Quartals 2009 19,5 Milliarden Zloty Schulden aus Darlehen. Zu Beginn des Jahres waren es noch 14,2 Mrd. Zloty.
724 000 Personen im polnischen Schuldenregister
Sie wissen nicht wie sie ihre Autokredite, Darlehen und die zahllosen Anschaffungen aus Mietkauf- Systemen bedienen können. Die meisten der Personen die ihren Verpflichtungen in dieser Hinsicht nicht nachkommen, sind Menschen im Alter von 26-45 Jahren die 95 % der offenen Schulden laut "KRD Schuldnerverzeichnis" haben, die aber nur 55 % der Schuldner ausmachen. Die Schuldner sind überwiegend männlichen Geschlechts (67 % mit 96 Prozent der Gesamtschuld). Der durchschnittliche Schuldenstand liegt bei fast 27 Tausend Zloty. Die höchste genannte Einzelsumme beträgt 289 000.- Zloty. Ältere Schuldner, im Alter von über 45 Jahren, haben Probleme ihre Mieten zu bezahlen. Der durchschnittliche Schuldenstand aus offenen Mieten liegt bei 10 000.- Zloty. Die Gesamtmietverschuldung lag am Ende des Quartals bei 1,94 Milliarden Zloty. Im polnischen Schuldneregister befinden sich 724 Tausend Menschen, ein großer Prozentsatz der erwachsenen Bevölkerung.
Tusk will Geld von Bin Laden holen
Die polnische Regierung unter Donald Tusk bemüht sich rund um die Uhr der wachsenden Misere im Lande Herr zu werden. Massenentlassungen polnischer Unternehmen und jetzt auch bei Staatsbetrieben zeigen, dass die Schönmalerei der polnischen Immunität gegen die Krise nur eine schlechte Show aus der amateurhaften polnischen Wirtschaftspolitik war. Doch anders als die Vorgängerregierung unter Jaroslaw Kaczynski klopft die jetzige Führung in Warschau aber nicht nur Sprüche, sondern bemüht sich im Schweiße ihres Angesichtes der Lage Herr zu werden, auch wenn dies zum Teil in mysteriösen "Nacht und Nebel" Aktionen geschieht, wie zuletzt beim Verkauf zweier Werften in die Karibik. Nachdem Polens Finanzminister bereits ein rotes Telefon zum Ölscheichtum Katar verbindet, will jetzt auch Premier Tusk eine solche Leitung legen. Schon bald wird er hierzu nach Riad in Saudi Arabien reisen und dort mit König Abd al-Aziz ibn Saud bereits laufende Gespräche Polens mit Vertretern der saudischen Bin Laden-Gruppe in Verträgen formulieren. Polen kämpft hier nach eigenen Angaben um ein arabisches Investitionsvolumen von ca. eine Billion Dollar.
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