Moskau - Der mysteriöse Flugzeugabsturz vom 10. April bei Smolensk war ein Verbrechen, davon ist nicht nur "Polskaweb" überzeugt. Und was russischen- und polnischen Behörden so alles einfällt um das Attentat zu verschleiern und die Aufklärung zu behindern, ist aus zivilisierter Sicht an Frechheit kaum noch zu überbieten. Wir wissen, dass nach Flugzeugabstürzen die wichtigsten Elemente für die Ermittler die Flugschreiber sind, welche alle Handlungen der Piloten und ihre Stimmen aufzeichnen. Die meisten Flugunfälle werden hierüber aufgeklärt wenn sich nicht gerade Politiker an Bord befanden, wie bei der polnischen Katastrophe in Russland. Am Montag fuhr nun der polnische Innenminister Jerzy Miller wiederholt nach Moskau, um versprochene Auswertungen der Flugschreiber erwartungsgenäß entgegenzunehmen. Vor ihrer Übernahme traf der Minister jedoch noch auf den stellvertretenden russischen Premierminister Sergej Iwanow, der dem Polen ein Schriftstück für den Empfang dieser Daten unterschreiben liess. Was Miller dort unterschrieb, passt wieder einmal haargenau in das Bild der kollektiven Verschleierung.
Im Gegensatz zu früheren Berichten, sollen nun die Inhalte der am 10. April bei Smolensk gesicherten Tupolew - Flugschreiber nicht öffentlich gemacht werden. Russland blockiert und die polnische Regierung ist damit einverstanden. Der Grund, warum Russland die Veröffentlichung der wichtigen Daten nicht erlaubt ist "offiziell" noch nicht klar. Aus der Pressestelle des Kremls kam aber zuletzt eine Meldung, dass die öffentliche Publizierung der Beweise vor Abschluss der Ermittlungen, nach der Chicagoer Konvention zur Internationalen Zivilluftfahrt aus dem Jahre 1948, gegen die Vorschriften verstosse.
Diese Nachricht wird derzeit in den polnischen Medien als Überraschung verkauft, was aber sicher keine ist, denn Innenminister Jerzy Miller, der noch am Sonntag den Medien Kopien der Auslesungen Versprach, wusste bereits vor seinem Abflug nach Moskau, dass die Russen sowie nur subjektive und möglicherweise wertlose Abschriften und keine Originale an ihn übergeben würden. Miller hat denn auch unterdessen wie erwartet angekündigt, dass man trotz der russischen Blockade veröffentlichen könne, da deren Zustimmung hierzu nicht erforderlich sei. Man solle sich jetzt noch ein wenig gedulden, denn der polnische Sicherheitsrat müsse vor der öffentlichen Publikation der Black-Box-Auslesungen, diese noch in Augenschein nehmen (Zensieren und Beschneiden).
Moskau hatte bereits über sechs Wochen Zeit das Ergebnis der Flugschreiber- Auswertungen selbst zu bestimmen. Donald Tusk hatte von Anfang an der Behandlung der Katastrophe nach dem Chikagoer Abkommen zugestimmt und damit alleine Putin die Gestaltung der Ergebnisse überlassen. So hat man die Gefahr von ermittlungstechnischen Widersprüchen von vorneherein auf ein Minimum reduziert. Gleichwohl ist nicht zu übersehen, dass Warschau und Moskau sich in allem einig zu sein scheinen. Dies bedeutet, dass es eigentlich keine Rolle spielt was die polnische Regierung veröffentlicht oder sagt, sie wird es eh nichts gegen die Interessen des Kreml machen. Am Nachmittag verkündete denn auch der polnische Regierungssprecher Pawel Gras, dass Putin und Tusk gemeinsam über eine Veröffentlichung der Blackbox-Daten entscheiden wollen.
Wir haben übrigens gehört,
dass dieser Regierungssprecher Pawel Gras seit Jahren kostenlos in einer Villa bei Auschwitz residieren soll, die einem deutschen Ex- Stasi Agenten gehöre, der heute im Bayerischen Städtchen Hof ein Immobiliengeschäft betreibt.. Viele Grüsse nach Hof und an Frau Merkel.
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Blackbox-Auswertung geschichtl. Zufälle?
Geschrieben von: Turbo () am 31-05-2010 20:47