Moskau - Die russische Tageszeitung "Wremja Nowostei" übersetzt in ihrer Mittwochsausgabe unter dem Titel "Die Wahrheit über den Absturz kann bitter sein für Polen", vor allen Dingen Zitate und Aussagen des polnischen Innenministers Jerzy Miller zu dem ungeklärten Flugzeugabsturz am 10. April am Stadtrand von Smolensk, bei dem Polens Präsident Lech Kaczynski und 95 weitere Insassen seiner Tupolew-154M ums Leben gekommen sein sollen. Miller hatte sich zuletzt in einem Zeitungs- Interview dahingehend ausgedrückt, dass er die Regierungskommission leite, die offiziell den Auftrag habe, unabhängig von der ebenfalls untersuchenden Militärstaatsanwaltschaft, die Ursachen der Katastrophe zu klären, werde aber hierbei durch Militärstaatsanwälte bedrängt, die eher dazu geneigt seien schon vor der Klärung der Absturzursache, die Verantwortlichen zu identifizieren und bestimmen. Die Zeitung mein deshalb festzustellen, dass es zwischen den verschiedenen Untersuchungsausschüssen eine ungesunde Konkurrenz gebe, die im Ergebnis ein gegenseitiges Misstrauen produziere, das jetzt auch noch zusätzlich durch eine weitere Untersuchungskommission angeheizt werde, die von Mitgliedern der Oppositionspartei Recht und Gerechtigkeit (PIS) geschaffen wurde.
"Wremja Nowostej" sieht nun schwarze Wolken über dem polnischen Himmel der Einigkeit, indem sich ein gewisser Antoni Macierewicz als Ausschussvorsitzender einer angeblich unabhängigen PIS Kommission eingenistet habe. "Macierewicz betäubte schon vor ein paar Jahren seine Landleute mit der öffentlichen Erklärung, dass die Mehrheit der Außenminister des postkommunistischen Polens "Agenten Moskaus" seien und tagtäglich mit ihren Vorgesetzten in Russland kommunizieren. Jetzt bezeichnen die Mitglieder der Macierewicz- Kommission die offizielle Untersuchung zu dem Flugzeugunglück als einen "Scherz" und die von der russischen Seite in der vergangenen Woche dem polnischen Präsidenten Bronislaw Komorowski übergebenen Kopien der Untersuchungsberichte aus Moskau und Smolensk, als "Verhöhnung des polnischen Staates und seines Premierministers Donald Tusk. "- schreibt die Zeitung.
Welche "Wahrheit" für Polen bitter sein kann, schreibt die russische Tageszeitung leider nicht. Fakt ist allerdings, dass die offiziellen Untersuchungskommissionen und die hinter ihr stehenden führenden Politiker beider Länder tatsächlich das polnische Volk verhöhnen. Bis heute gibt es keine nachvollziehbare Erklärung zu dem mysteriösen Flugzeugabsturz, dafür aber tagtäglich neue Ungereimtheiten und Unmöglichkeiten. Das gesamte bisher gelieferte Material aus Russland ist ein Fall für den Abfalleimer und nach den umfangreichen Recherchen von "Polskaweb" stecken Moskau und Warschau in der Sache unter einer Decke, was auch für diejenigen gilt, die jetzt Kreuze und Denkmäler aufstellen oder abreissen. Das ist alles so naiv veranstaltet, dass man durchaus auch diese Details als Indizien einer Verschwörung werten kann.
Die vielen Widersprüche, auch aus den Reihen derjenigen die sich angeblich um die Wahrheit von Smolensk bemühen oder das seltsame Verhalten von Jaroslaw Kaczynski im Wahlkampf gehören zu den Gründen warum wir uns in der letzten Zeit hier mit Berichten zu dem Fall zurückhalten, da wir weder die eine noch die andere Seite in "False- Flag Aktionen" unterstützen wollen. Wir vermuten, dass Lech Kaczynski und alle anderen Insassen der Tu-154/101 noch leben und werden uns spätetesten hierzu wieder melden wenn wir sie in Israel gefunden haben.
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Geschrieben von: jurand () am 24-08-2010 14:04