Moskau - Wie die russische Tageszeitung "Kommersant" aktuell mitteilt, ist eine mutmaßliche tschetschenische Terroristin in der südrussischen Oblast Astrachan von einer Sonderheit des Innenministeriums festgenommen worden, nachdem sie gerade versuchte eine Bank zu betreten wo sie Gelder zur Finanzierung einer Terror- Organisation abholen wollte. Die Frau habe aber im letzten Moment gemerkt, dass sie in eine Falle geraten war und versuchte sich zurückzuziehen, wobei sie eine Handgranate zündete, bevor sie selbst durch Schüsse der Sicherheitskräfte schwer getroffen wurde. Sie erlitt hierbei schwere Gesichts-und Bauchverletzungen. Nach der Festnahme der Schwerverletzten habe man nachvollziehen können, dass die Terroristin regelmäßig monatlich 50 000.- Dollar "Unterstützung" aus Polen bekam. Sie soll Aina Sidgalijewa heissen und Ehefrau eines bekannten tschetschenischen Anführers sein, der in beiden Kriegen als Held gefeiert wurde.
"Eine der größten Niederlassungen radikal-islamischer Islamisten aus Tschetschenien befindet sich in Polen" - behauptet die russisch Zeitung "Kommersant" und fügte hinzu, dass nun russische Ärzte um das Leben der Chef-Buchhalterin der Islamisten kämpfen, die versucht hatte Selbstmord zu begehen, um sich ihrer Festnahme zu entziehen. Ihr Ziel sei es gewesen mit den von der Bank abzuhebenden Geldern aus Polen zu einer Gruppe von Terroristen zu gelangen, die sich in den Wäldern an der Grenze zwischen Tschetschenien und Inguschetien verstecken. Geheimdienste hätten ihr Vorhaben aber durchschaut und ihr einen "Strich durch die Rechnung gemacht".
Trotz vieler Jahre russischer Präsenz in Tschetschenien ist das Land nach wie vor nicht friedlich. Es sieht schon fast so aus, dass niemand der Verantwortlichen auf mehreren Seiten wirklich an einem echten Frieden interessiert ist. Der Terror ist immer ein gutes Thema zu Wahlen und schlechten Umfragewerten führender Politiker. Für manche spielen auch die Dollars eine entscheidende Rolle. Auch die sich scheinbar sorgende Führung der EU in Brüssel um die zahlreichen Menschenrechtsverletzungen aller Beteiligten, scheint nur wenig ernst gemeint zu sein, denn wie ist es sonst möglich, dass in einem EU- Land wie Polen tschetschenische Islamisten operieren und große Geldsummen bewegen, die den Terror in Russland und anderswo unterstützen helfen.
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