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Usa zieht aus Irak ab, aber nur straffrei ... |
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Mittwoch, 15. Oktober 2008 |
Amerikanische Truppen werden sich schon bis Ende Juni 2009 aus irakischen Städten zurückziehen und das Geschehen im Lande nur noch aus ihren dortigen Stützpunkten beobachten dürfen. Ab diesem Termin soll auch der Abzug sämtlicher US Einheiten aus dem Irak beginnen und bis Ende 2011 abgeschlossen sein - heisst es nach neuesten Informationen aus dem Pentagon in Washington. Aus irakischen Quellen ist allerdings zu vernehmen dass die verhandlungen mit den USA ins Stocken geraten seien, da es einen Streit über die Behandlung von US Bürgern im Irak gebe, die hier straffällig geworden seien. Die Unterhändler beider Länder liegen sich zu diesem Thema in den Haaren, da die USA einen diplomatischen Status und damit Straffreiheit für alle US Bürger im Irak fordert und hierdurch z.B. der irakischen Justiz auch die Möglichkeit nehmen will den mordenden und vergewaltigenden Banden ziviler US Sicherheitsdienste einer gerechten Bestrafung zuzuführen. Bagdad soll nach Angaben der heimischen Medien in dieser Frage allerdings nicht kompromißlos sein, fordert aber zumindest die Bestrafung von US Zivilisten durch irakische Gerichte, wozu auch Soldaten gehören sollen die Straftaten an dienstfrei begingen.
Amerikas demoralisierende Finanzlage und aktuelle Wirtschaftsprognosen zwingen Washington sich von der Kostenkatastrophe Irak alsbald zu trennen, wodurch ein "Opfer" Kompromiss mit Bagdad durchaus wahrscheinlich werden könnte, womit zumindest zivile US Straftäter mit Versicherung einer ordentlicher Prozeßführung und Bestrafung der irakischen Gerichtsbarkeit überstellt würden. Die ausländischen Truppen im Irak sind sogar durch die Regierung in Bagdad schon lange nicht mehr erwünscht. Erst am vergangenen Wochenende hatte der irakische Präsident den Briten im Lande unverblümt erklärt, dass man sich doch mal endlich in die Heimat aufmachen solle, ohne hierbei allerdings zu vergessen sich für deren Engagement im Lande zu bedanken. Noch mehr als in Bagdad freut man sich in Teheran zur Zeit über die aktuelle Entwicklung in der Welt welche die Abzugspläne ausländischer Truppen aus dem Irak offenbar beschleunigen. Der Iran arbeitet nämlich schon seit langem an Plänen für ein Zusammenwachsen mit dem Nachbarn unter die Haube Teherans. In Vorbereitung dessen hatte die USA im Sinne des Irans das Land zwangsläufig von "iranfeindlichen Subjekten" wie z.B. Saddam Hussein "gereinigt". USA Verbündeter Polen hat den Abzug seiner Truppen aus dem Irak derweil fast abgeschlossen, auch einige Dutzend ehemalige irakische Agenten und Dolmetscher im Dienste Polens sowie deren Angehörige sind bereits in Warschau eingetroffen und sollen in den nächsten Tagen in ein Übergangslager in Torun (Thorn) verbracht werden wo sie auf das Leben im Lande vorbereitet werden müssen.
Auch polnische Bürger sind im Irak und Afghanistan straffällig geworden, doch diese wurden schon Stunden nach Bekanntwerden solcher Taten in ihre Heimat geflogen und damit einer Verurteilung oder Untersuchung durch die Justiz dieser Ländern entzogen. Große Aufregung gab es zuletzt nache einem Massaker in einem afghanischen Dorf. Im August 2007 wurde im Osten Afghanistans das Dorf "Nangar Khel" durch ein polnisches Einsatzkommando mit Mörsergranaten und Maschinengewehren beschossen und dabei sechs Bewohner getötet, unter ihnen Kinder und eine schwangere Frau. Drei weitere Personen kamen mit schweren Verletzungen davon. Sieben Angehörige des 18. Fallschirmjägerbataillons aus Bielsko-Biala wurden unter dringendem Tatverdacht festgenommen, aber schon wenige Stunden später nach Polen geflogen, ohne dass man eine Beweisaufnahme mit Hilfe der Täter vorgenommen hatte. Zur Unterstützung "Rückholaktion" war sogar ein Minister der damaligen Kaczynski Regierung persönlich nach Afghanistan geflogen. Die Täter wurden in ein Militärgefängnis nach (Poznan) Posen gebracht und kurz darauf, nach erheblichem Druck der polnischen Medien und der Öffentlichkeit, wieder auf freiem Fuß gesetzt. Die Staatsanwaltschaft musste, trotz erdrückender Beweise gegen die Täter, machtlos mit ansehen wie diese lächelnd aus dem Gefängnis marschierten. Ein Posener Gericht hatte diese Entlassungen veranlasst und sämtliche Kosten, auch die der Täter, der Staatskasse aufgebrummt. Top Artikel
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