Moskau - 10 Millionen Rubel, umgerechnet etwa 225 000.- Euro wollte der in Georgien lebende Enkel des verstorbenen sowjetischen Diktators Josef Stalin von der liberalen russischen Tageszeitung "Nowaja Gaseta" für die angeblich durch dieses Medium beschädigte Ehre seines Onkels einklagen, doch der Schuss ging für Jewgeni Dschugaschwili und die Familienehre offenbar nach hinten los, denn er verlor den Prozess und nach rechtskräftiger Abweisung der Klage darf nun jeder Stalin einen Mörder nennen. Die Zeitung hatte in einem Artikel berichtet, dass Stalin und seine Helfershelfer mit sehr viel Blut und schwersten Verbrechen befleckt waren und nannte den Diktator einen "blutdürstigen Menschenfresser". Der Autor des strittigen Artikels, Anatoli Jablokow, hatte geschrieben, dass Stalin persönlich Befehle zur Hinrichtung eigener Bürger und Ausländer wie z.B. in Katyn unterschrieben habe.
Noch weiss keiner genau mit wie vielen eigenen Verbrechen Stalin alleine während und vor allen Dingen nach dem Kriege die besiegten Deutschen belastet hat und wieviel Verbrechen durch ihn an z.B. an Russen, Polen, Ukrainern und auch an Deutschen begangen wurden. Wenn man an den Ribbentrop-Molotow Pakt denkt, die provozierte Hungersnot in der Ukraine mit Millionen Opfern, die Verschleppung von Millionen Polen, Deutschen und auch Juden in kasachische und sibirische Gulags, die Massenvergewaltigungen mit Todesfolgen an deutschen Frauen, oder nur einige der bekannten stalinistischen Massenhinrichtungen vor und während dem letzten Krieg, weiß man, dass die Gerechtigkeit auch im heutigen Russland immer noch nur auf einem schmutzigen Fetzen altem Papier steht, denn alle Täter von damals wurden nie bestraft, inklusive ihrem obersten Feldherrn Josef Stalin.
Wie der 73-Jährige Jewgeni Dschugaschwili, verehren immer noch Millionen Russen und Georgier den unbetraften Massenmörder Josef Stalin. Für Sie sind es z.B. immer noch die Nazis, welche im Frühjahr 1940 in einem Wald bei Katyn tausende polnische Offiziere NKWD-like durch Genickschuss getötet hatten. Alle historischen Fakten zum Trotz, wozu auch zählt, dass die ehemaligen Präsidenten Gorbatschow und Jelzin Katyn bereits als sowjetisches Verbrechen deklariert hatten, machen Sie ausgerechnet Polen und liberale einheimische Medien für die "Entehrung" ihres geliebten Diktators verantwortlich. Im Prozess des Stalin- Enkels gegen die "Nowaja Gaseta" sagten bekannte Stalinisten als Zeugen aus und sprachen von einer polnischen Verschwörung, und einer "fünften Kolonne", die dabei hilft die UdSSR mit dem Massaker von Katyn zu belasten um letztlich von Russland ungeheure Entschädigungen in Milliardenhöhe zu fordern.
Der Anwalt des Stalin- Enkels warnte gar vor der Gefahr eines "russischen Nürnbergs", wenn sein Mandant den Prozess gegen die "Nowaja Gaseta" verlieren würde. Das Moskauer Gericht liess sich hiervon aber nicht beeindrucken, was Hoffnung und wachsendes Vertrauen in ein Russland stärkt, das schon durch Menschen wie Lew Kopelev und Alexander Solschenizyn vor Jahrzehnten am Fall der Berliner Mauer gearbeitet hatte. Menschen die selbst bei den von Stalin angeordneten oder geduldeten Verbrechen z.B. an Deutschen Zivilisten in Ostpreussen zugegen sein mussten. Sie waren Vorläufer dessen was man heute in Osteuropa Freiheit nennt. Leider hatte mit Stalins Tod im Jahre 1954 aber die Geschichtsfälschung und Verschleierung in Osteuropa kein Ende genommen. Sie wird selbst heute noch mit Vehemenz durch linke Historiker und Journalisten weiterbetrieben. Die Hochburgen solcher Leute befinden sich in Warschau, Moskau und vor allen Dingen in Berlin.
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Massenmörder
Geschrieben von: Merck () am 24-10-2009 10:44