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WARSCHAU - Die letzten Qualifaktionsspiele zur Fußball Europameisterschaft Euro 2012 fanden am 15. November statt und schon am 2. Dezember wird man wissen wer gegen wen sein erstes Spiel in Polen oder der Ukraine bestreiten wird. Für die polnische Nationalmannschaft steht nach UEFA- Regel aber bereits fest, dass sie am kommenden 8. Juni im National- Stadion von Warschau das Eröffnungsspiel des Turniers bestreiten wird und bis dahin die Gruppe A anführt. Wer hier ihr Gegner sein wird steht noch in den Sternen oder auch nur auf einem kleinen Zettel in der Hosentasche von Michel Platini. Doch für die meisten polnischen Fußballfans scheint es bereits klar zu sein, wenn man den Ergebnissen von diversen Umfragen zum Thema glauben kann, dass Polen sowieso bis ins B- Finale kommen wird und mit etwas Glück sogar Vize- Europameister wird. "Nichts ist unmöglich" kann man da aus der Erfahrung heraus nur sagen, denn Profifussball ist für die UEFA Bosse in erster Linie ein Geschäft, womit man ein A-Finale mit der Paarung Tschechien-Irland schon von vorneherein gänzlich aussschliessen kann. Und Polen gemessen an dem derzeitigen und tatsächlichen Zustand seiner Nationalelf ins Endspiel zu schieben bedarf sicherlich mehr als nur "Glück" bei der Auslosung sowie dem Einsatz der besten Schauspieler unter den Akteuren und Schiedsrichtern. Das erwartete Losglück der optimistischsten polnischen Fans für die erste Runde des Turniers in Polen und der Ukraine sieht denn auch genau so aus: Polen - Irland Griechenland - Russland, womit man sich denn auch schon kurz nach der Auslosung, also weit vor der eigentlichen Veranstaltung, als Gruppensieger eintragen will. Da kann man nur die Daumen drücken, was denn auch wirklich helfen könnte, denn eine A- Gruppe bestehend aus den Teams von Polen, Portugal, Frankreich und Deutschland wird es nur über Platinis Leiche geben.
Das Glück im Profisport scheint uns auch in großem Maße von Sponsoren abhängig. Deutschland ist hierbei aufgrund von Bevölkerungszahl und Kaufkraft sicherlich der wichtigste Markt für alle möglichen Produkte. Ein Unding also, wenn die deutsche Nationalelf schon in der ersten Runde der Euro 2012 rausfliegen würde. Die Deutschen können sich so bis zu den Halb-Finals wie gewöhnlich mit Ruhe zurücklehnen. Gleiches kann man auch den Franzosen nur empfehlen, zudem der Herr mit den Zetteln in den Hosentaschen auch noch ein Landsmann ist. Aber was wird mit den Polen, was mit den Ukrainern geschehen ? Nun, die Eintrittskarten sind bereits fast alle verkauft, somit kann man dann auch hier ohne Schaden in den Kassen auf dem Rasen verlieren. Doch ist es natürlich sehr unwahrscheinlich, dass beide Gastgeber schon in der ersten Runde ausscheiden, auch wenn sie sportlich hierzu die besten Voraussetzungen erfüllen. Ihre schmeichelhaften Ergebnisse in recienten Freundschaftsspielen gegen die deutsche Nationalelf beweisen doch jetzt schon, dass es alles in allem auch 2012 weiterhin nur ums Geld und nicht um den Sport an sich geht. Egal wer also das Turnier gewinnt, mit Recht feiern können nur die Veranstalter derartiger Shows.
Gefeiert wird aber schon vor dem Anpfiff des Eröffnungsspiels in Warschau bei der polnischen Regierung. Man will nämlich bereits herausgefunden haben, dass durch die Euro das polnische BIP um 7600000000 € wachsen wird. Geld, das man dringend gebrauchen kann um zumindest die Mäuler aus dem zuletzt gigantisch gewachsene Heer von Beamten zu stopfen. Bedanken werden diese nutznießenden Damen und Herren sich aber weder bei den polnischen- noch den deutschen Fußballfans. Eher kann es schon in Warschau oder Danzig passieren dass Ihnen ein Polizist ins Gesicht tritt weil Sie eine deutsche- oder polnische Flagge schwingen, wodurch er Sie als Rechts- oder Linksradikalen identifizieren kann und in Notwehr handelt. Und wenn Sie uns fragen, können wir Ihnen nur solche mit Korruption, Schiebung, Doping und anderen Skandalen behafteten Unternehmen wie UEFA, FIFA und nationale Verbände nicht weiter zu unterstützen. Wenn Sie aber etwas für die Menschen in Polen tun möchten, dann machen Sie doch einfach hier einmal Urlaub im kommenden Winter oder Sommer. Schon für umgerechnet 5 Euro pro Tag finden Sie überall im Lande saubere Zimmer und freundliche Menschen gar umsonst. Gehen Sie nicht in die großen Hotels, suchen Sie nach kleinen Pensionen, deren Besitzer auch ihre Mitarbeiter anständig behandeln und bezahlen. So schaffen Sie hier sogar echte Arbeitsplätze die viel wichtiger sind als Fußballstadien oder ein Herr Platini.
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