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Schweden geben polnische Busse zurück |
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Donnerstag, 8. April 2010 |
POSEN - Die Erfolgsgeschichte des polnischen Bus- Produzenten Solaris hat einen ersten Rückschlag erlitten. Die schwedische Metropole Stockholm gab nun bis auf ein Testfahrzeug, alle erst Ende des vergangenen Jahres ausgelieferten Stadtbusse an den Hersteller bei Posen (Poznań) zurück. In einer Begründung heisst es, dass die Urbino- Busse zu viele Nachteile haben. 100 Fahrer die diesen Typ bereits fuhren, hatten sich bei ihrer Gewerkschaft darüber beschwert, dass z.B. Brems- und Gaspedal zu weit auseinander liegen würden und die Bestuhlung für Fahrer unterschiedlicher Größe oft sehr unbequem sei.
In einer Stellungnahme hat ein Sprecher des polnischen Herstellers erklärt, dass man von der ganzen Situation sehr überrascht sei: " Die Busse wurden im Oktober 2009 geliefert. Ihren ordnungsgemäßen Empfang wurde von der schwedischen Betreiberfirma bestätigt. Bisher gab es keine Klagen oder Kommentare hierzu. Wir haben an Schweden fast 100 Busse geliefert und in diesem Jahr sollen es laut Verträgen 200 weitere sein. Noch nie gab es Einwände gegen die Qualität unserer Fahrzeuge. So wollen wir so schnell wie möglich klären, warum es hier geht, denn die Proteste der Fahrer nehmen wir sehr ernst".
Das schwedische Fernsehen hatte am Donnerstag über die Rückgabe der Busse an Polen berichtet. "Solaris Bus & Coach" ist ein polnischer Familienbetrieb zur Herstellung von Bussen und Strassenbahnen. Bis auf die Motoren, die aus den Niederlanden kommen, werden fast alle Teile der Solaris Busse in Deutschland produziert. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen über 1100 Fahrzeuge ausgeliefert. In vielen europäischen Städten, hierunter auch Berlin, München, Wien und Zürich, laufen Solaris Busse schon seit Jahren problemlos.
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