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Lösegeld für "Sirius" Star schwimmt im Golf von Aden PDF Drucken

Veröffentlicht in : Nachrichten, Schlagzeilen




PiratenDer am 25. November vor Kenia durch Piraten gekaperte saudische Supertanker "Sirius Star" macht auch nach den Nachrichten vom Freitag über seine Freilassung nach Zahlung von angebliche 3 Millionen Dollar Lösegeld weiter Schlagzeilen. Nach Angaben der russischen Reederei "Sowfracht" hatten die Piraten am Freitag nach Erhalt des Lösegeldes angefangen dass entführte Schiff zu räumen. Stürmische See und schlechtes Wetter machten es den Verbrechern nicht einfach. Ein Schnellboot der Piraten sei dann auch schon wenige hundert Meter nach dem Ablegen von der "Sirius Star" gekentert, wobei 4 Hijacker ertranken und einer noch gesucht würde. Schlimm soll es dann auch für die Übriggeblieben gekommen sein, da mit den Ertrunkenen auch ein erheblicher Teil der Beute in der rauhen See verschwunden sei. Laut Sowfracht soll sich die "Sirius Star" immer noch an ihrem letzten Aufenthaltsort befinden, da die restlichen Piraten zurückgekehrt seien und auch der polnische Kapitän des Schiffes es wegen der hohen See derzeit nicht wage sich zu einem sicheren Hafen zu begeben.

Hohe Wellen im Golf von Aden haben den somalischen Seeräubern erst einmal eine Strich durch die Rechnung gemacht, nachdem eines ihrer Boote bei gewaltigen Wellen mit Mann und Maus unterging. Man hatte allerdings das Lösegeld in kleinen, gebrauchten Banknoten, vorab auf die Fluchtboote verteilt, womit sie zumindest sich noch über einen Teil der Beute freuen können. Schon am 16. Dezember war klar dass die "Sirius Star" alsbald freikommen würden, da sich die Piraten mit der Reederei (Vela International in Dubai, einer Tochtergesellschaft des saudi-arabischen Ölkonzerns Saudi-Aramaco) als Besitzerin des gekaperten Schiffes auf eine Lösegeld Zahlung von 3 Millionen US Dollar geeinigt hatten. Zuletzt hatte sich aber der Austausch immer wieder verzögert, weil es Meinungsverschiedenheiten über die Form der Geldübergabe zwischen Eignerin und den Verbrechern gab.

Der polnische Kapitän an Bord des Supertankers hatte während seiner Gefangennahme sich schon mehrmals über die gute Behandlung durch die Piraten geoutet. Er wurde nun gehalten auf jeden Fall seine ursprüngliche Reise in die USA nicht fortzusetzen, sondern den nächsten, sicheren Hafen anzulaufen, sobald ihm das Wetter hierzu ermuntere. Dort soll dann auch die komplette Besatzung medizinisch- und psychologisch behandelt werden um dann per Flugzeug die Gegend zu verlassen, nachdem eine neue Crew aus Dubai das Schiff übernommen haben wird. Die Entführung der mit Öl im Werte von 100 Millionen Dollar beladenen "Sirius Star" war der bisher grösste Piratenakt in der Geschichte der modernen Seefahrt. Die Piraten wollten ursprünglich 25 Millionen Dollar Lösegeld für Schiff und 25 Mann Besatzung erpressen. Die US Marine befindet sich mit einem Kriegsschiff immer noch in Sichtweite zu dem Supertanker. In den Händen somalischer Seeräuber sollen sich immer noch gut ein Dutzend weiterer entführter Schiffe befinden.

Update:

Inzwischen wurde bekannt dass 6 somalische Piraten durch das Kentern ihres Schnellbootes bei hoher See ums Leben kamen. Mit ihnen sollen nach Angaben eines Sprechers der Banditen ca. 300 000 Dollar untergegangen sein.

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10. Januar 2009 11:29