Warschau - Bei den innerparteilischen Vorwahlen der regierenden rechtsliberalen Bürgerplattform (PO) zum Kandidaten für das Präsidentschaftsamt in Polen hat der amtierende Sejm Marschall Bronislaw Komorowski, seinem Gegenkandidaten Aussenminister Radoslaw Sikorski eine vernichtende Niederlage bereiten können. Mit 68,5 Prozent gegenüber 31,5 Prozent, entschieden sich 21 000 Mitglieder der Partei für den 58-jährigen fünffachen Familienvater.
Es war schon vorher für die meisten Polen klar, dass Komorowski die Wahl für sich entscheiden wird, was ein halbes Dutzend Umfragen vorab schon prophezeiten. Doch dass er so deutlich gewinnen würde, hätte nicht einmal Lech Kaczynski geglaubt. Es gilt somit als sicher, dass der nächste polnische Präsident Bronislaw Komorowski heissen wird. Damit können die Wähler, Polen und auch Nachbarn wie Deutschland sehr gut leben, denn der Schlesier ist ein ruhiger und aufrichtiger Zeitgenosse ohne Interessen an Zwietracht und Hetze.
Offenbar hielten es etwa die Hälfte der PO Mitglieder nach den klaren Ergebnissen der Umfragen nicht mehr für nötig, an der Abstimmung teilzunehmen. Die Wahlbeteiligung lag bei nur 47,47 Prozent. Von den 21000 Stimmen waren fast 17 Tausend über das Internet und über 4 Tausend per Brief abgegeben worden. Sikorski hatte sich vor allen Dingen damit unbeliebt gemacht, dass er beim Stimmenanfang vor allen Dingen junge Aktivistinnen komplimentierte und dummerweise einer attraktiven Abgeordeneten seiner Partei im Fernsehen Komplimente über ihre Beine, statt der Intelligenz gemacht.
Bronislaw Komorowski, als kommender Präsident Polens könnte auch den deutsch-polnischen Beziehungen auf politischer Ebene ganz neue Perspektiven öffnen. Die Beziehung Merkel - Tusk hat wenig Fortschritte gebracht, da es auf beiden Seiten an Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit fehlt.
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