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Sikorski: Steinbach kam mit Hitler in unser Land

Veröffentlicht in : Nachrichten, Politik




Polen Erika SteinbachDer polnische Aussenminister Radoslaw Sikorski, bekannt für seine stimmungsmachenden Parolen im Zusammenhang mit Adolf Hitler, gab am Abend dem Fernsehsender TVN24 ein Interview bei dem er wieder einmal seine persönlichen Akzente in die neverending Story um die Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen (BdV) Erika Steinbach zum Besten gab: "Wollen diese Deutschen die seit Generationen in Polen gelebt hatten sich wirklich von einer Frau Steinbach leiten lassen die mit Hitler in unser Land kamen und Hitler mit ihr ? " - wandte sich der Leiter der polnischen Dipomatie indirekt an die Opfer der Vertreibungen aus Polen. Er wies auch darauf hin, dass Steinbach und ihr Vater Gott sei Dank von der siegreichen Armeen Russlands und Polens rechtzeitig wieder nach Hause geschickt worden seien. Sikorski war gerade erst von einem Außenminister- Treffen aus Brüssel zurückgekehrt bei dem er auch einige persönliche Worte mit seinem deutschen Amtskollegen Steinmeier (SPD) wechseln konnte und sich für die "Sensibilität für die polnischen Forderungen" und eine kritische Haltung gegenüber Steinbach durch die Sozialdemokraten und Bundeskanzlerin Merkel (?) in Sachen Steinbach bedankte.

Der Leiter des Auswärtigen Amtes in Warschau bat in dem Interview mit TVN24 auch um internationale Unterstützung für die Stiftung zur Erhaltung der Todeslager in Auschwitz-Birkenau: "In einer Zeit, in der die Führungen von einigen Ländern und Religionsgemeinschaften immer mehr den Holocaust herunterspielen, muss man etwas dafür tun dass die Erinnerung an dieses Grauen dauerhaft erhalten bleibt und hierzu sind die Lager in Auschwitz wohlsehr die adäquatesten Beispiele" - sagte Sikorski den Journalisten. Nach seiner Information welche er bereits in Brüssel einigen Amtskollegen weitergegeben hatte braucht die Auschwitz Stiftung dringendst 120 Millionen Euro zum Erhalt und Unterhalt der Gebäude auf dem 200 Hektar großen Gelände des Konzentrationslagers. Genauer sprach er von 6 - 7 Millionen Euro pro Jahr zum Unterhalt von Birkenau. Eine AFP-Journalistin die in Brüssel dem polnischen Aussenminister Fragen zu der Zusammensetzung dieser gewaltigen Summen in Französisch stellen wollte, bekam auch prompt eine Antwort in der Sprache von Molière und Balzac : "Je ne parle pas francais mais je comprends" Ich kann nicht Französisch sprechen, aber ich verstehe es).

Nachdem sich zuletzt nach der SPD, den Linken und Grünen auch der FDP Vorsitzende Guido Westerwelle negativ über die vorgesehene Rolle von Erika Steinbach in einem geplanten Vertriebenenzentrum in Berlin geäussert hatte, kommt jetzt die Moral der CDU etwas unter Druck, da ihre Kontrahenten nun noch vor den Bundestagswahlen in diesem Jahr vorteilhaftere Verhältnisse schaffen wollen, um die Vetriebenenanhänger unter den CDU Wählern zumindest zum Protestboykott der Wahlen zu bringen indem die Partei Erika Steinbach ins Exil geschickt hatte. Polen mischt sich also rechtzeitig in die Parteienstrategien des Vorwahl- Säbelrasselns ein und macht auch keinen Hehl daraus dass sie die deutschen Sozialdemokraten am Liebsten an der Macht sehen. Eine SPD Regierung hatte bereits Polen im Jahre 1970 ohne Not sämtliche ehemalige deutsche Gebiete überschrieben, soweit war nicht einmal die DDR bei ihrer Gründung im Jahre 1949 gegangen, da hatte man zumindest Stettin und Swinemünde noch nicht mit Geschenkpapier versehen. Zur deutschen Wiedervereinigung im Jahre 1990 zwangen dann die Siegermächte des zweiten Weltkrieges die damalige CDU Regierung die Oder-Neisse Linie als endgültige deutsch-polnische Grenze anzuerkennen. Polen konnte sein Glück kaum fassen. Das Land ist heute nicht viel kleiner als die Bundesrepublik, hat aber weniger als 50% so viele Einwohner. Deutschland ist nun nur noch etwa halb so groß wie der US Bundesstaat Texas.

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Unser Land ?

Geschrieben von: Musikvideos () am 05-03-2009 14:39

Unser Land ?

Geschrieben von: Musikvideos am 05-03-2009 14:39

Sikorski: "Steinbach kam mit Hitler in -unser- Land !" "Unser Land ?" Das ich nicht lache ! 
 
Wirklich ein Faustschlag für alle Vertriebenen so eine Aussage !

 

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Alabama ?

Geschrieben von: RalfK () am 25-02-2009 20:20

Alabama ?

Geschrieben von: RalfK am 25-02-2009 20:20

Der Vergleich mit Alabama hat mich doch stutzig gemacht: 
 
Deutschland 357.104 km² (Stat. Bundesamt) 
Alabama 133.915 - 135.765 km² (je nach Quelle) 
 
...ganz so klein sind wir ja doch nicht ;-) 
 
Anm. Redaktion: 
 
Sie haben Recht, es war der US Bundesstaat Texas gemeint. 
 
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

 

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Campina hat recht

Geschrieben von: Karin () am 25-02-2009 12:10

Campina hat recht

Geschrieben von: Karin am 25-02-2009 12:10

Lieber Campina, Ihre beiden Kommentare sprechen mir aus der Seele! Mir geht es genauso und ich frage mich, warum Frau Steinbach und Konsorten uns nicht endlich mit ihren politischen Ansprüchen in Ruhe lassen. Ich verstehe mich mit den Polen in meiner alten Heimat übrigens besser als mit "Berufsvertriebenen", die ja immer nur über ein einziges Thema lamentieren können, und ich kann die Jammerei nach 60 Jahren nicht mehr hören. Ich als wirklich Betroffene jammere jedenfalls nicht. Aber wie Frau S. eigentlich in den "Reichsgau Danzig-Westpreussen" gekommen ist, fragt keiner!

 

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Natürlich ist das heute noch slawisch!

Geschrieben von: Monty71 () am 25-02-2009 10:11

Natürlich ist das heute noch slawisch!

Geschrieben von: Monty71 am 25-02-2009 10:11

Das sieht man doch an den vielen slawischen Familiennamen der Menschen, die dort wohnen. 
 
Mecklenburg: 
 
War bis 1918 unter slawischer Regierung, denn die dort bis dahin regierenden Großherzöge waren direkte Nachkommen des Obodritenfürsten Niklot. 
 
Mecklenburg wurde lediglich christianisiert. In die erst kurz zuvor, nämlich im Bündnis mit Karl dem Großen von den Sachsen eroberten Gebiete der Slawen wurden dann Siedler aus dem Westen angesiedelt, die die Städte bauten. Sie wurden von den dortigen Fürsten in das logischerweise extrem dünn besiedelte Land geholt. 
 
Die Slawen hatten das Land also erst kurz zuvor den Germanen abgenommen. 
 
Beide Völker haben sich gemischt, und seit vielen Jahrhunderten sehen sich die ostdeutschen Slawen, die nach Annahme des Christentums an der Macht blieben, als Deutsche. 
 
Vor 120 Jahren wußte übrigens noch kein Bauer, daß es mal Slawen, Germanen oder gar Kelten gegeben hatte. Weder im Westen noch im Osten. 
 
Bies zum Dreißigjährigen Krieg regierten in Pommern die slawischen Greifen. Sie waren ebenfalls vom Selbstverständnis her Deutsche und sprachen lange schon Deutsch. Ihre Herrschaft wurde von den Schweden beendet, die dort dann etwa 70 Jahre lang herrschten. 
 
Das, was uns heute als "Slawenaufstände" in Brandenburg präsentiert wird, waren Heidenaufstände, wie sie auch die Sachsen unter Widukind durchgeführt haben. Sie wurden genau so blutig niedergeschlagen wie die Sachsenaufstände (Verdener Blutgericht). 
 
In Sachsen und Sachsen-Anhalt hatten sich die Slawen ebenfalls erst zur Zeit Karls des Großen festgesetzt, und zwar in vorher sächsischen, thüringischen und suebischen (Askanier) Stammesgebieten. 
 
Hier wurde die Wiedereroberung ebenfalls gleichzeitig mit der Christianisierung durchgeführt, allerdings wurden die Slawischen Eindringlinge entmachtet. 
 
 
Zu den Prußen: 
 
Damals waren die Stammesgebiete ohnehin genau so wenig umgrenzt, wie heute die Stammesgebiete der Indianer im Urwald Südamerikas. 
 
Das lag daran, daß die meisten Völker nördlich und östlich des Römerreiches noch Halbnomaden waren. Dünger kannte man nicht, und waren die Böden ausgelaugt, zog man weiter.  
 
Nur aufgrund der wenigen Momentaufnahmen, die wir durch römische oder arabische Reiseberichte haben, können wir keine genauen Grenzen festlegen, wir wissen nur daß es sie nicht gab. 
 
Das Prußenland ging, bevor sich dort Polen ansiedelten, bis zum Narew, schloß also Bialystok ein und ging kurz bis vor Warschau. 
 
Es liegt auf der Hand, daß auch in Polmerellen Prußen lebten, zumal deren Anwesenheit in Danzig (westlich der Weichsel) belegt ist.

 

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Polen kamen mit Stalin ins Land

Geschrieben von: Potsblits () am 25-02-2009 06:27

Polen kamen mit Stalin ins Land

Geschrieben von: Potsblits am 25-02-2009 06:27

Polen kamen mit Stalin nach Schlesien und in die anderen ostdeutschen Gebiete. Die historisch gewachsene deutsche Bevölkerung wurde gewaltsam vertrieben, ihre Heimat annektiert. Stalin und Kommunismus sind passé, die Polen sind immer noch da. Der Logik Radoslaw Sikorskis folgend müsste diese Polen ebenfalls gehen. Alles andere wäre Doppelmoral: Wenn die Nazis Bevölkerung vertreiben war das ein Verbrechen, wenn die Kommunisten das tun ist es o.k...

 

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Westpreußen - das ist ein weites Feld...

Geschrieben von: Campina () am 24-02-2009 20:08

Westpreußen - das ist ein weites Feld...

Geschrieben von: Campina am 24-02-2009 20:08

@ Monty71: Waren Sie schon mal in Zscherben? Das liegt in Sachsen-Anhalt, und dort gründeten die Slawen die Siedlung. Viele Ortsnamen in Sachsen-Anhalt und Sachsen tragen slawische Namen. Soll es nun heißen, dass alles auch heute slawisch ist? 
 
PS: Die Prußen lebten nicht in Westpommern, sondern auf der anderen Seite der Weichsel. Heute würde man sagen: im Baltikum.

 

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Tut mir furchtbar leid,

Geschrieben von: Monty71 () am 24-02-2009 15:55

Tut mir furchtbar leid,

Geschrieben von: Monty71 am 24-02-2009 15:55

aber Rahmel liegt nun mal in Westpreußen, und Westpreußen ist halt deutsch. 
 
Zwar ist Rahmel selbst eine kaschubische Siedlung, aber insgesamt ist die Gegend seit alters her ein Mischgebiet. Dort siedelten Pommern, Prußen, Wikinger und Deutsche. 
 
Nachdem sich Westpreußen vom Ordensstaat abgespalten und unter polnische Oberhoheit gestellt hatte, kamen auch Polen ins Land. Aber sie sind nicht die Urbevölkerung, und waren weiß Gott nicht die einzigen, die dort lebten. 
 
Insgesamt gesehen muß man sagen, daß die Polen in den Zwanziger und Dreißiger Jahren dort die Besatzer waren, keinesfalls aber die Deutschen. 
 
Wie kann ein Deutscher in Deutschland ein Besatzer sein?

 

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Sikorski hat die richtigen Worte gefunde

Geschrieben von: Campina () am 24-02-2009 01:53

Sikorski hat die richtigen Worte gefunde

Geschrieben von: Campina am 24-02-2009 01:53

Im Artikel: >Der polnische Aussenminister Radoslaw Sikorski, bekannt für seine stimmungsmachenden Parolen im Zusammenhang mit Adolf Hitler, gab am Abend dem Fernsehsender TVN24 ein Interview bei dem er wieder einmal seine persönlichen Akzente in die neverending Story um die Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen (BdV) Erika Steinbach zum Besten gab: "Wollen diese Deutschen die seit Generationen in Polen gelebt hatten sich wirklich von einer Frau Steinbach leiten lassen die mit Hitler in unser Land kamen und Hitler mit ihr ? " - wandte sich der Leiter der polnischen Dipomatie indirekt an die Opfer der Vertreibungen aus Polen.cht zu leugnen. 
 
Frau Steinbach wurde zufällig in Westpreußen geboren (ich auch, aber nicht per Zufall, meine Familie hatte dort schon immer gelebt) - was hat sie da zu melden?  
 
Eigentlich nichts, aber den (politischen) Vertriebenenvereinen gehen/sterben halt die Mitglieder aus...

 

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Dienstag, 24. Februar 2009
 

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