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Polnischer Bischof: "Holocaust jüdische Erfindung" PDF Drucken

Veröffentlicht in : Nachrichten, Schlagzeilen




Polnischer Bischof relativiert HolocaustKRAKAU - Bischof Tadeusz Pieronek, einer der prominentesten religiösen Polen, ist in große Kritik geraten. In einer katholischen Online- Tageszeitung aus Rom, soll er den Holocaust während des Nationalsozialismuses, als Erfindung bezeichnet haben: "Der Holocaust, ist als solcher, eine jüdische Erfindung (italnienisch: invenzione ebraica). Wir könnten genauso gut einen Tag des Gedenkens an die zahlreichen Opfer des Kommunismus schaffen, als Katholiken und Christen verfolgt wurden" zitiert www.pontifex.it den Bischof. Medien haben sich am Mittwoch wegen dieser angeblichen Aussage auf Pieronek gestürzt. Der sagt nun, dass seine Bemerkungen "aus dem Zusammenhang gerissen" worden seien. Doch damit konnte er erst einmal die aufbrausende Empörung nicht stoppen und der Streit kommt ausgerechnet zwei Tage vor dem Holocaust-Gedenktag am 27. Januar, zu dem u.a. Israels Premier Benjamin Netanjahu nach Polen kommen wird.

Bischof Tadeusz Pieronek wird in der römischen Zeitung auch mit Bemerkungen wie, dass nach seiner Meinung "die Erinnerung an den Holocaust häufig durch Israel als Propaganda-Waffe eingesetzt werde und Juden überhaupt eine gute Presse hatten, weil ihre Mächtigen über riesige finanzielle Ressourcen verfügen und von den USA bedingungslos unterstützt werden", zitiert. Er beklagt auch, dass die Palästinenser Opfer von Ungerechtigkeit in den Händen der Israelis seien. Man behandele diese Menschen wie Tiere und es wäre nur gerechtfertigt, wenn man auch ihnen einen internationalen Gedenktag schaffen würde.

Der Krakauer Geistliche sagte am Mittwoch in einer Erklärung, dass seine Aussagen aus dem Zusammenhang gerissen worden seien:" Ich habe den gedruckten Text des Interviews, was ich gegeben habe, weder genehmigt noch gelesen. Aber wenn ich glauben kann was ich jetzt durch andere Medien erfahre, dann sieht es aus, als ob die endgültige Form des Interviews eine Idee desjenigen Journalisten war, mit dem ich gesprochen hatte. Keinesfalls habe ich den Holocaust leugnen wollen. Ohne Zweifel war die Mehrheit derer, die in den Konzentrationslagern starben Juden. Aber auf der Liste waren auch Polen, Sinti und Roma, Italiener und Katholiken. Also, soll man nicht diese Tragödie im Namen der Propaganda stehlen. Diese Art von Arroganz, halte ich für unerträglich und kann nicht gefördert werden".

Im Interview des Bischofes mit Pontfex ging es im Grunde um polnischen Antisemitismus. Pieronek sagte hierzu, dass solche "Bemerkungen" Personen verbreitet haben, die aus der Geschichte nichts gelernt haben. "Im Bezug auf die Shoah (Holocaust), sagte ich, dass diese Bezeichnung zu jener Tragödie gegen die Menschlichkeit, von den Juden selbst erfunden wurde und das ist wahr. Etwas erfinden, und etwas auf bestialische Art und Weise zu erreichen, wie die Nazis es taten, sind zwei völlig verschiedene Dinge" - rechtfertigte Pieronek noch am späten Nachmittag im Radio.

Hier finden Sie mehr zum Thema


© Polskaweb News Artikel vom 25.1.2010

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Sinngemäß übersetzte Kommentare zum Thema aus Gazeta Wyborcza:

Dieser Idiot von einem Bischof verschafft uns einen Rückschlag in den polnisch-jüdischen Beziehungen auf der Ebene von 1968.

Die katholische Kirche ist zu dumm und zu arrogant, einen solchen Trottel daran zu hindern den israelisch-palästinensischen Konflikt mit dem Holocaust zu vergleichen.

Und Polen springen auf der anderen Seite immer sehr schnell auf den "Wir auch"- Holocaust Zug auf um die Tragödie der Juden zu untergraben.

Ich würde mich nicht wundern, wenn es dies nur ein mieses Produkt einiger lausiger Dolmetscher wäre...

Dieser Clown sollte aus der Kirche entfernt werden,  oder zumindest dort zum Einsatz kommen, wo er Kranken und Armen helfen kann. Ein Bischof auch noch, der leider den gleichen Antisemitismus verbalisiert, der in der polnischen Gesellschaft so ziemlich allgegenwärtig ist.

Er sollte solche Dinge nicht sagen, aber ist da nicht auch Wahrheit dran ? Die Juden nutzen nämlich den Holocaust immer als Entschuldigung für ihr eigenes Handeln. Und nun sind sie selbst dabei ein anderes Volk zu unterdrücken.

Es ist nicht wie er sagt. Der Holocaust wurde nicht erfunden, oder hat nie stattgefunden. Aber sollten wir die Wahrheit verheimlichen, nur weil die Juden so "sensibel" sind ? Tatsache ist auch, sobald jemand Israels Aktionen zum kritisiert, zieht man die "Opfer"-Karte.

Kaum überraschend, denn katholische Priester sind nicht gerade für ihre Intelligenz bekannt.
Was beunruhigend ist, dass viele Polen ihm glauben werden.

Ich mir bin sicher, er ist wahrscheinlich das Spiel mit kleinen Jungen, wie wir sagen.

Er ist nicht Bischof von Krakau, er ist ein Krakauer Bischof. Dziwisz ist Erzbischof von Krakau ...

Ein ungünstiger Zeit und ein sehr unglücklich Interview. Nur zwei Tage vor dem 65. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz, mitgeladenen Gästen aus vielen Ländern.

Erst die Auschwitz Aufschrift gestohlen und nun diese kontroverse Interview. Das stinkt alles gegen den Himmel  ...

Ich bitte daum ihm zu verzeihen. Jeder, der einmal auch nur die kleinste Begegnung mit der Geschichte gehabt hat, weiß, dass es eine Menge Unstimmigkeiten um die Nürnberger Prozesse gibt.
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25. Januar 2010 16:40