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"Schweinegrippe" Panikmache oder weltweite Gefahr ?

Veröffentlicht in : Nachrichten, Schlagzeilen




Schweinegrippe auch in Deutschland und Polen ?MEXICO CITY - Die Zahl der Fälle von Infektionen beim Menschen im Zusammenhang mit der Schweinegrippe stieg in Mexiko auf 1614 Fälle. In Folge dessen vermutet man 103 Todesfälle, wovon aber bisher nur 22 Personen als Opfer dieser Influenza offiziell bestätigt wurden. Am frühen Montag Morgen teilte das mexikanische Gesundheitsministerium mit, dass sich von den über 1600 infizierten Menschen gegenwärtig noch 400 in Krankenhäusern befänden, die große Mehrheit habe sich derweil erholt und konnte entlassen werden. Gesundheitsminister Jose Angel Cordova Villalobos warnte derweil die Medien vor einer übertriebenen und voreiligen Panikmache, denn man könne kaum von einer Epidemie in Mexiko City sprechen, wenn bei 24 Millionen Einwohnern gerade mal 22 hiervon an dieser Grippe gestorben seien, wobei nicht mal klar sei ob die Infektionen durch Übertragungen von Mensch zu Mensch stattfanden, denn einige der bisher verstorbenen A-H1N1 Opfer hätten nachweislich Kontakt mit Schweinen gehabt.

Vor allen Dingen in den USA, Polen und Deutschland setzt die "Boulevard Presse" seit bekannt werden der Grippefälle in Mexiko auf "Panik", obwohl bisher in der gesamten Welt, ausser in Mexiko, noch niemand aktuell der Schweinegrippe erlegen ist. Diese Krankheit, welche eine Infektion mit dem Virus A-H1N1 voraussetzt, ist auch kein Novum. In Mexiko starben von Dezember 2005 bis Februar 2009 hieran bereits 12 Menschen, wovon elf nachweislich vorab Kontakt mit Schweinen gehabt hatten. In keinem Falle, wie auch jetzt, gab und gibt es Nachweise der Übertragung des A-H1N1 Viruses von Mensch zu Mensch. Dies hatte Gesundheitsminister Cordova Villalobos am Sonntag auf Anfrage auch der Deutschen Presse-Agentur (DPA) mitgeteilt und hierzu auch auf diesbezüglichen Informationen des CCPE (Center for Disease Control and Prevention) in den USA verwiesen. Doch die Angst vor einer Pandemie, also einer massenhaften Übertragung des Viruses A-H1N1 von Mensch zu Mensch, wird durch die Bilder von vermeintlich Betroffenen der Schweinegrippe regelrecht geschürt.

Sieben Amerikaner galten in der letzten Woche noch als A-H1N1 infiziert, diese haben sich allerdings alle wohl erholt, denn sie wurden aus den Krankenhäusern inzwischen entlassen. Ähnliche Verdachtsfälle gibt und gab es auch in mindestens 6 anderen Ländern der Welt, welche sich meist aus Mexikoreisenden zusammensetzten. Auch hierunter gibt es bisher keine Todesfälle zu beklagen. Für den mexikanischen Gesundheitsminister Jose Angel Cordova Villalobos liegt es auf der Hand, dass 20, 60 oder sogar 200 Opfer eines Viruses in einer Millionen-Bevölkerung, erst einmal den Ausbruch einer Krankheit und keine Epidemie bedeute. Trotzdem wurde unter Berücksichtigung der Situation der Influenza in Mexiko, die derzeit durch das Ministerium für Gesundheit in Abstimmung mit der "Pan American Health Organization" und der World Health Organization verschiedene Maßnahmen empfohlen, da man ja nicht mit hundertprozentiger Sicherheit auch die "Mensch zu Mensch" Übertragung des Viruses ausschliessen kann:

"Menschen mit Atemwegserkrankungen nicht die Hand schütteln oder gar küssen, Hände häufig mit Seife und Wasser waschen, kein Eßbesteck, Lebensmittel, Teller und Tassen mit anderen teilen, Sonnenlicht in Büros und Wohnungen lassen und gut lüften, Küche - Bad - Türgriffe -Geländer - Spielzeug - Telefone und andere gemeinsam genutzte Objekte peinlich sauber halten. Bei Anzeichen von hohem Fieber in Verbindung mit Husten, Kopfschmerzen oder Muskel und Gelenkschwächen muss man sofort einen Arzt bestellen und möglichst nicht mehr dass Haus verlassen und Ruhe bewahren, beim Nießen oder Husten die Hände vor Mund und Nase halten, einen Mund- und Nasenschutz aus Gewebe tragen und nach Nutzung in einer Platiktüte verschliessen, nach der Einnahme von Medikamenten und 24 Stunden ohne Symptome man dann zur normalen Arbeit zurückkehren".

Alle Influenza-Viren überleben übrigens in der Luft bis zu 72 Stunden. In dem hypothetischen Fall, dass tatsächlich plötzlich eine Zahl von 150 Tausend infizierten Menschen die medizinische Versorgung in Kliniken und Krankenhäusern Mexikos zusammenbrechen lässt, kann man sich sicher sein, dass die "Mensch zu Mensch" Übertragung Grund einer schnellen und gewaltigen Ausbreitung war. Das ist das große Rätsel und die Ursache vieler Spekulationen und der Bangemacherei. Doch schon in wenigen Tagen wird man dies wissen, denn auch bei der derzeit hohen Zahl von gemeldeten Virus- Trägern kann die ganze Sache als harmlose Kurzgeschichte ausgehen. Nur im Extremfall kann der Virus zu einer Pandemie ausarten, wozu es aber noch keinerlei wissenschaftliche Prognosen wegen fehlender Beweise gibt. Bis dahin heisst es Ruhe zu bewahren und keine Boulevardblätter zu lesen. Lassen Sie sich auch nicht durch erste Verdachtsfälle in München, Köln oder Berlin dazu animieren jetzt nur noch mit Mundschutz und Handschuhen zu Hamsterkäufen das Haus zu verlassen. Sollte es wirklich zu einem Schreckenszenario durch eine schnelle Ausbreitung des Virus kommen, haben Deutschland, Österreich, die Schweiz und viele andere Länder bereits genügend Impfstoff aus der Vogelgrippe Ära auf Lager, mit deren Einkauf man damals rezessive Ansätze bei der Pharmaindustrie überbrückte.

Etwa gegen 13 Uhr (MEZ) wird das Gesundheitsministerium in Mexiko City auf einer Pressekonferenz neue Zahlen zum Thema Schweinegrippe bekanntgeben.





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Influenza durch Trinkwasser übertragbar

Geschrieben von: Dipl.-Ing. Wilfried Soddemann () am 27-04-2009 08:41

Influenza durch Trinkwasser übertragbar

Geschrieben von: Dipl.-Ing. Wilfried Soddemann am 27-04-2009 08:41

Die Influenza kann sich durch kaltes Trinkwasser ausbreiten. Tiere verschmutzen durch Fäkalien und mit ihren Ausscheidungen aus Nase und Maul bzw. Schnabel das Wasser. Alle Menschen haben Kontakt zum Trinkwasser. Oberflächen-, Quell- und Grundwasser sind mit Viren belastet. Viren bleiben im kalten Wasser lange ansteckend. Deshalb tritt die Influenza überwiegend im Winter auf. Die sehr kleinen Viren werden im herkömmlichen Wasserwerk nur unvollständig gefiltert. Chlorung z.B. bringt wenig, weil Viren im Wasser verklumpt vorkommen und deshalb von den herkömmlichen Desinfektionsverfahren nicht vollständig erreicht werden.

 

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