Warschau - Erst vor zwei Tagen hatte "Polskaweb" über den massenhaften Verkauf von abgelaufenen und gesundheitsschädlichen Produkten in Kaufland Märkten in Polen berichtet. Am Montag reagierte die in Neckarsulm ansässige Lidl & Schwarz Stiftung, Besitzerin von Kaufland + Plus, über ihren Haus- Juristen in Breslau, der uns "Straf- und Zivilprozesse" versprach, wenn wir nicht innerhalb weniger Stunden unseren "diffamierenden" Artikel aus den Nachrichten entfernen. Dieser Erpressungsversuch hat uns veranlasst unsere Vorwürfe gegen Milliardär Dieter Schwarz und seine Menschenverachtung noch zu erweitern und zudem alsbald auch die wahre Geschichte dieses Herrn zu veröffentlichen, der nach unserer Überzeugung auf etwas anrüchige und dubiose Art und Weise zu seinem Reichtum gekommen war. Schon seit Jahren ist Lidl & Schwarz in Deutschland wegen teils menschenverachtender Personalpolitik in den Schlagzeilen. Gleiche Vorwürfe kommen auch von Mitarbeitern dieses Unternehmens aus Polen, die in Kaufland oder bei Plus für wenig Geld arbeiten müssen, unbezahlte Überstunden zu leisten haben, oder sogar dazu gezwungen worden sein sollen, ihre Kunden "nachbehandeltes" altes Fleisch und andere gesundheitsschädliche Produkte zu verkaufen.
Lidl & Schwarz ein Thema für den Staatsanwalt
Da dies alles keine Einzelfälle sind und der Massenverkauf von abgelaufenen Lidl & Schwarz Produkten schon seit Jahren in Polen Schlagzeilen produziert, muss man schlussfolgern, dass wir es hier mit einem gigantischen Betrug zum Nachteil der Verbraucher zu tun haben könnten. Erst in der vergangenen Woche wurden in einem Kaufland-Markt in Strzelce Opolskie (Region Oppeln) sage und schreibe 400 Produkte mit abgelaufenem Verfallsdatum entdeckt. Manche von ihnen waren schon seit über drei Jahren für den menschlichen Verzehr nicht mehr geeignet. Nach dem Erhalt des gestrigen Drohbriefes aus Neckarsulm haben wir uns die Mühe gemacht, Ihnen noch weitere derartige Taten durch Lidl & Schwarz Verantwortliche aufzuarbeiten und zu präsentieren. Aus ganz Polen wurden bereits derartige Betrügereien in Kaufland- Märkten entdeckt und der Polizei gemeldet, womit man klar die Systematik in der Geschäftspolitik von Kaufland bzw. Dieter Schwarz erkennt.
Überall das gleiche Bild
Der Fund von über 400 abgelaufenen Produkten innerhalb von zwei Stunden in nur einem Kaufland- Markt in Strzelce ist nicht einmal Landesrekord. Im Kaufland von Slupsk (dt. Stolp) fanden Studenten sogar 520 Artikel, hauptsächlich Lebensmittel, mit abgelaufenen Verfallsdaten von bis zu 30 Monaten. Ein ähnliches Bild bot sich der durch Kunden herbeigerufenen Polizei sowie Journalisten, die in den Kaufland Märkten von Kedzierzyn Kozle und Lubliniec ebenso jeweils Hunderte abgelaufenen, gesundheitsschädliche Produkte in nur kurzer Zeit fanden. Kaufland in Slupsk war das erste Mal schon vor zwei Jahren beschuldigt worden alte Lebensmittel zu verkaufen. Zuletzt stellte man hier sogar zur Täuschung eine großflächige Werbung auf: "Jeder Kunder der bei uns ein Produkt findet dessen Verfallsdatum abgelaufen ist, erhält 5 Zloty". Damit suggerierte Kaufland, dass man wohl nur "frischeste Ware von höchster Qualität habe", was auch hier überall zu lesen war. Für die entdeckten 520 Artikel hätten die Studenten eigentlich 2600 Zloty von der Marktleitung bekommen müssen, aber nichts gab es, da sie angeblich keine Kunden seien, weil nichts gekauft. Betrug also überall und der Staat fördert derartiges Banditentum mit symbolischen Strafen in Höhe von umgerechnet maximal 125.- Euro.
Menschenverachtung wie Schweinegrippe Mafia
Das die polnischen Gesundheitsämter bei Kaufland oder Lidl nie selbständig etwas finden erklärt sich vermutlich auch dadurch, dass sie nach dem Gesetz ihre Inspektionen mehrere Tage vorher ankündigen müssen. Dies kommt den Gaunern natürlich entgegen. Es lässt sie hierbei völlig kalt polnischen Babies gesundheitsschädliche Nahrung anzubieten, Reis mit Würmern zu verkaufen oder ihren Kunden Ekelfleisch aufzudrängeln wie ehemalige Verkäuferinnen von Lidl & Schwarz berichten. Vor einem Jahr schon zogen mehrere Verkäuferinnen von Kaufland im pommerischen Lebork mit ihrem Chef vor Gericht. Der hatte sie angeblich gezwungen verdorbenes Fleisch zu verkaufen und Verfallsdaten zu fälschen. Als sie sich beschwerten wurden sie unter Vorwänden entlassen. Eine hiervon, weil sie während der Pause gefrühstückt hatte. Die Frauen sagten aus, dass sie regelmäßig nicht verkaufte Frischware, hierunter auch Fleisch und Käse neu verpacken mussten. Beim Käse habe man dann nur die oberste und unterste Scheibe ersetzt, der alte und manchmal schon schimmlige Käse steckte dazwischen. Das Fleisch wurde, wenn es schon stank, zu Gulasch verarbeitet und erneut angeboten.
Ekelfleisch für einfache Polen
"Das Fleisch stank manchmal so ekelhaft, dass ich nicht mehr konnte und den Kunden leise die Wahrheit sagen musste" - sagte eine der Kaufland- Mitarbeiterinnen. Ihre Aussagen bestätigten zwei Kollegen der Frau: "In den ersten Gefrierschrank mussten wir die Ware packen die schon am längsten rumlag. Wenn garnichts ging machten sollten wir hieraus Grillfleisch machen. Die Kunden klagten dann über Durchfall. Die Gesundheitsbehörde wurde mehrmals durch Kunden informiert, aber sie konnten nichts machen, denn immer wenn sie auftauchten, hing draussen ein Schild mit der Aufschrift: "Inventur bis 17 Uhr". Wenn sie hartknäckig waren wurden alle Produkte, hauptsächlich solche mit Würmern, entsorgt oder irgendwo anders abgelegt". Doch nicht immer gelang es Konsequenzen zu vermeiden. Das Gesundsheitsamt bestätigte den Medien, dass der Kaufland Markt schon mehrmals wegen verdorbener Ware geschlossen werden musste. Ähnliche Vorwürfe kamen in den letzten zwei Jahren auch von Mitarbeitern anderer Kaufland- Filialen wie z.B. in Kluczbork, was wiederum eine Systematik vermuten lässt.
Alles keine Einzelfälle
Mehrere ehemalige Mitarbeiter von Kaufland in Kluczbork warfen dem Direktor Mobbing und Nötigung zum Verkauf verdorbener Lebensmittel vor. "Wir wurden ausgenutzt und mussten die Kunden betrügen. Die Rechte der Arbeitnehmer sind hier so gut wie nicht geschützt. Ohne Grund wurden wir entlassen. Es gibt hier keine Gerechtigkeit" - sagten drei ehemalige Kaufland- Verkäuferinnen, die ihrem Chef in einem Arbeitsrechtsprozess auch moralische und psychische Misshandlungen vorwarfen. Sie mussten an Feiertagen arbeiten, unbezahlte Überstanden machen, Waren abladen die viel schwerer als zulässige Normen waren, in verschiedenen Abteilungen arbeiten müssen ohne hierzu die erforderliche Ausbildung zu haben - um nur mal einen Teil ihrer Vorwürfe zu nennen. Bezüglich dem Betrug mit alten Lebensmitteln sagten sie z.B., dass sie stinkendes Fleisch, Schinken und Käse über Nacht in Wasser aufweichen und dann am Morgen mit Öl besprühen mussten. Die verdorbenen Lebensmittel seien dann als Frischware so lange tagelang bearbeitet worden bis sie auseinanderfielen. Nun, die Kaufland Mitarbeiter schalteten irgendwann Polizei und Staatsanwaltschaft ein, was aber nichts gebracht haben soll, ausser ihrer Entlassung.
Dieser Artikel musste auf Anweisung Dritter leider gekürzt werden.
Nachweise zum Thema
http://www.tvp.pl/opole/aktualnosci/spoleczne/powszechny-proceder-bezsilne-prawo/2390649
http://www.sfora.pl/Ta-siec-sprzedaje-przeterminowane-jedzenie-O-kilka-lat-a23181
http://www.dlahandlu.pl/wiadomosci/dyrektor-kauflanda-kazal-sprzedawac-nieswieze-mieso,1801.html
http://www.gp24.pl/apps/pbcs.dll/article?AID=/20090718/LEBORK/627772986
http://www.trojmiasto.pl/wiadomosci/Przeterminowane-Kauflandy-do-kontroli-n31759.html?&id_news=31759&strona=5
http://www.portalspozywczy.pl/handel/wiadomosci/dyrektor-kauflanda-kazal-sprzedawac-nieswieze-mieso,18995.html
http://www.nto.pl/apps/pbcs.dll/article?AID=/20080515/POWIAT09/362904418
http://wyhacz.gazeta.pl/Wyhacz/1,88542,6783003,Tropiciele_nieswiezych_produktow_atakuja.html
http://www.portalspozywczy.pl/handel/wiadomosci/w-slupskim-kauflandzie-znow-masa-przetewrminowanych-produktow,12159.html?did=44&key=&offset=3
"Polskaweb" lässt zur Zeit den Drohbrief von Kaufland Hausjurist Marcin Knapek aus Breslau ( )
von Juristen prüfen. Wir vermuten, dass hier den Tatbestand der versuchten Erpressung gegeben sein könnte.
Das Schreiben erreichte uns über die folgenden Server Daten:
netname: LIDL-SCHWARZ-STIFTUNG
descr: TSI fuer Kaufland Stiftung & Co. KG
country: DE
person: Hans Schwarz-Fischer
person: Stefan Wiederoder
address: Lidl & Schwarz Stiftung & Co. KG
address: Roetelstrasse 35
address: D-74172 Neckarsulm
address: Germany
phone: +49 7131 94 00
address: Kaufland Stiftung & Co. KG
212.185.43.214 server location:
Neckarsulm in Germany
212.185.43.214 ISP:
Deutsche Telekom AG
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Geschrieben von: Sylvia Schmude () am 19-08-2010 09:46