Georgiens autokratischer Herrscher Michail Saakaschwili scheint der heisse Sommer nicht zu bekommen, denn in einem Interview mit der britischen Tageszeitung "The Times" behauptet er jetzt, dass der Ministerpräsident von Russland entschlossen sei, ihn töten. In dieser seiner neuesten Variante antirussischer Schwarzmalerei beschreibt er wie Wladimir Putin seinen Sanierungsplan für das zusammengebrochene Sowjet-Imperium gedenkt umzusetzen: "zuerst wird Putin mich töten ... und dann wird seine Armee in Georgien einmarschieren und eine Marionettenregierung in Tiflis installieren" - vesuchte der georgische Präsident in facettenreicher Gestik den drohenden Beginn einer neuen Sowjet- zu suggerieren. Aus der Sicht Putins sei die russische Mission in Georgien noch nicht abgeschlossen, warnte Saakaschwili und bezeichnete den Ex- KGB Agenten in seiner schier unglaublichen Karriere, als einen Strassenjungen der immer noch Angst vor einem Polizisten habe, womit er zweifelsohne die USA meinte.
Nach Ansicht des georgischen Präsidenten sei das Georgien-Debakel der erste Schritt zum Wiederaufbau der russischen Einflusses im Kaukasus gewesen. Hiernach habe Moskau sich nun auch in die zentralasiatischen- und kaspischen Regionen begeben, was im Resultat dazu führte, dass zwar dort noch nicht überall die russische Nationalhymne gesungen, aber dennoch deren Entscheidungen neuerdings im Kreml getroffen würden. Saakaschwilis jetzige Worte in der "Times" sollte man aber nicht auf die Goldwaage legen, was auch für andere seiner Beiträge in der Weltpresse gilt, denn er ist nicht gerade ein Mann objektiver Worte und Begriffe.
Michail Saakaschwili hatte im August 2008 die überwiegend mit Russen bewohnte abtrünnige georgischen Provinz Südossetien angegriffen, wobei hunderte Zivilisten ums Leben kamen. Offiziell angeklagt wurde er für dieses Verbrechen nicht. Moskau nutzte diese Gelegenheit aus und marschierte gen Georgien, "zum Schutze ihrer Landleute" wie es damals hiess. Russland und Georgien hatten sich mit ihren Anteilen an diesem nur 5-tägigem Krieg beide vor der Weltöffentlichkeit lächerlich gemacht. Saakaschwili wegen seinen fingierten Showeinlagen in den Kriegstagen und die russische Armee, weils sie im Kampfeseifer hauptsächlich die eigenen Flugzeuge abschoss. Die USA, Polen, die Ukraine und die baltischen Staaten unterstützten demonstrativ Saakaschwili bei seinem Abenteuer, auch mit Waffen.
Copyright © 2009 Polskaweb News
Diskutieren Sie diese Meldung in unserem Forum
Top Artikel
Neuere Artikel
Beliebte Artikel dieser Kategorie |
|
|
Benutzerkommentare  |
|
Durschnittliche Benutzerbewertung
|
|
Fügen Sie Ihren Kommentar hinzu
|
Saakaschwili
Geschrieben von: Igor Wolf () am 11-08-2009 11:23