Kein Mensch in der Welt hatte in den letzten Monaten finanziell so sehr bluten müssen wie die meisten Neu- Milliardäre aus Russland. Eigentlich müssten einige hiervon längst Pleite und sind es vielleicht auch und versuchen derzeit nur noch zu retten was noch zu retten ist. Nach Russlands Einmarsch in Georgien und dem laufenden internationalen Finanzdesaster hatten die Aktien russischer Oligarchen bereits 230 Milliarden US Dollar an den Börsen in London und Moskau verloren. Alleine Roman Abramowitsch, die schillerndste Figur dieser Szene, der vor allen Dingern durch die spektakuläre Übernahme des englischen Erstligisten FC Chelsea bekannt wurde, soll hierbei 20 Milliarden Dollar verloren haben. Sein Vermögen wurde erst kürzlich von Forbes mit ca. 17 Milliarden US Dollar beziffert. Abramowitsch besitzt u.a 40 % Gesellschaftsanteile des Stahlkonzerns Evraz Group SA, dessen Aktien seit dem Mai diesen Jahres 90% ihres Wertes verloren hatten. Der nach schweren Verlusten verhältnismäßig leichte Aufschwung (3,5 %) am Montag an der Moskauer Börse täuscht kaum über die Misere der Oligarchen hinweg. In London stichelt die "Times" bereits damit, dass die heimischen Immobilienbüros sich alsbald an einem Überangebot von zum Verkauf stehender teurer Liegenschaften russischer Kunden in den exklusiven Stadtteilen Londons erfreuen können.
Russlands Großaktionäre sind in Panik. Alle haben seit dem Mai diesen Jahres erheblich Federn lassen müssen, vor allen Dingen jene die ihre Imperien mit Hilfe von Krediten aufgebaut hatten, denn diesen sitzen nun zusätzlich noch die Banken im Nacken, welche nun teilweise wahnwitzige Zusatzsicherheiten für jene gewaltig abgewerteten Aktienpakete fordern welche man dort vor der Krise als Kreditsicherheit hinterlegt hatte. Auch viele Westeuropäische Banken haben den russischen Oligarchen vor der Krise mit Milliarden unter die Arme gegriffen, hierzu zählen vor allen Dingen auch einige deutsche Banken, die nun neuerdings durch das weltweite Finanz- Desaster teilweise selbst am Tropf hängen. Das Vertrauen der Banken zu den Aktionären ist auf dem Nullpunkt, wie auch das Vertrauen der Banken untereinander und das russische System des Aufkaufens von westlichen Unternehmen und Besitztümern mit fremden Geldern funktioniert auf einmal nicht mehr. Leiden müssen unter den dramatischen Kurstürzen der Börsen wahrscheinlich aber auch die russischen Herrscherfamilien Putin und Jelzin, welchen man stille Geschäftsbeteiligungen am Oligarchen- Business nachsagt.
Doch Roman Abramowitsch hat schon für den Fall der Fälle seine Rückkehr in die Heimat vorbereitet. Am Sonntag liess er sich bei den russischen Regionswahlen in der Region Tschukotka mit 96,99 Prozent der Stimmen in das dortige Regionalparlament wählen. Wenn er bei diesem Wahlergebnis auch nicht mit seinem Kollegen aus den Nachbar- Regionen mithalten konnte, die teilweise mehr als 100 % der Stimmen bekamen, wie dies oft in Russland versehentlich so üblich ist, so wird er vielleicht alsbald in einer Gegend mit einer der gewaltigsten Vorkommen an Bodenschätzen Russlands Parlamentsarbeit betreiben. Er weiss dass es sich lohnt, denn hier war er schon einmal mehrere Jahre Gouverneur. Wenn der sympathische Abramowitsch tatsächlich in Konkurs gehen muss, wird auch die englische Fußball Divison und sein Verein FC Chelsea ein Problem haben. Die Liga ist fast komplett auf Krediten mit Aktiensicherheit aufgebaut. 80 % der 1. Division sind in Händen von Ausländern, hierunter auch neben den Russen und dem Medien Mogul aus Australien Ruppert Murdoch einige Ölprinzen die ebenfalls zur Zeit nicht nur fast wertlose Aktienpakete in den Händen halten, sondern auch einer gesunkenen Nachfrage nach Erdöl und dem Preisverfall dieses Produktes gegenüberstehen.
Der Ölpreis war überhaupt die Mutter des weltweiten Finanzdramas, wobei Russland, Venezuela, der Iran und insgesamt auch die OPEC durch Preistreiberei , und nicht wie behauptet die jüdische Finanzlobby, die Schuld an dem Desaster haben. Ihre ersten Opfer waren, fast unbemerkt, Speditionen und Billig- Airliner die Aufgrund der steigenden Kraftstoffpreise irgendwann einfach Bankrott anmelden mussten. Weitere unzählige Opfer am laufenden Band entnehmen Sie bitte der aktuellen Weltpresse. Aber dass es tatsächlich so ist dass schon im Leben alles zurückkommen soll und nicht erst nach dem Tode, zeigt die aktuelle Entwicklung in Russland und anderen Bereichen der Welt, denn die Preistreiber haben in ihrer Gier fatale Fehler gemacht. Man gönnt Roman Abramowitsch seinen Fußball- Club, die 100 Millionen Jacht und auch seine Affären, da er eigentlich auch wie Hans Hauser aus Herne nur Zuschauer bei einer weltweiten Verteilung von Macht und Vermögen in die Taschen von Politikern und deren Angehörigen sind, die am Ende alles kontrollieren und beherrschen. Am Ende wird er vielleicht nicht mehr haben als der ehemalige Chef des russischen Ölkonzerns Yukos Michail Chodorkowski, der in russischer Isolationshaft wie ein Tier gehalten wird.
Diese Politiker Lobbies schrecken nach russisch- amerikanischem Vorbild vor nichts zurück, worunter im Laufe der Geschichte immer mehr der kleine Mann zum Sklaven dieser Leute avancieren wird. Ein gigantisches Beispiel ist die derzeitige billionenschwere Umschichtung von Steuergeldern in marode Banken, oder deren "erforderlichen" staatliche Übernahmen, in welchen die an der Sache beteiligten Politiker wiederum in den Aufsichtsräten sitzen, um die nächsten Gehaltserhöhungen und Abfindungen selbst bestimmen zu können und es wird immer schwieriger deren Machenschaften zu durchschauen, da die Opfer sich nicht wehren, sondern seltsamerweise noch durch ihre Politiker gut behandelt fühlen. Als Opfer der durch die Politik kontrollierten Banken bezeichneten sich auch die ehemaligen deutschen Milliardäre Dr. Jürgen Schneider und Leo Kirch, deren Imperien im Rachen der Lobby verschwanden. Zu groß und mächtig sollen Schneider und Kirch nach deren eigenen Angaben geworden sein und so habe man Gerüchte gestreut um deren Sturz einzuleiten, welche ja bekanntlich tatsächlich im Umlauf waren und das Ende der beiden Herren schnell einleitete.
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