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Russische Mafia wäscht Milliarden in Bulgarien

Veröffentlicht in : Nachrichten, Osteuropa Schlagzeilen




Geldwäsche in BulgarienEU- Neumitglied Bulgarien hat die höchste Korruptionsrate aller EU Staaten und auch in Bereichen der Schwerstkriminalität wie Mord und Entführung ist das schöne, kleine Land an Spitzenposition. Die Mafia beherrscht die Politik, Wirtschaft und die Industrie. Auch die Kollegen aus Moskau und St. Petersburg schätzen die vielen käuflichen Menschen in dem armen Land und reisen oft und gerne mit vollen Koffern nach Sofia, Plowdiw, Warna, oder Burgas, um hier ihr schmutziges Geld zu waschen. Doch nicht alle Bulgaren sind käuflich, was jetzt wieder einmal eine bedeutende Festnahme von russischen Mafia Angehörigen in der Hauptstadt Sofia beweist. Alleine einem Russen und einer Bürgerin Finnlands russischer Abstammung wirft die Staatsanwaltschaft vor mindestens eine Milliarde Euro über bulgarische Banken nach Estland, Zypern, zu Dubai und Hong Kong weitergeleitet zu haben. Die Verbrecher hatten mit falschen Papieren Firmen in Bulgarien gegründet welche einzig den Zweck hatten großen finanziellen Transaktionen einen seriösen Anschein zu geben. In diesem Zusammenhang wurden neben Firmenunterlagen auch Bankdokumente, wahrscheinlich mit Hilfe von Bankangestellten, massenhaft gefälscht.

Russische "Pseudo" Unternehmen transferierten schnell und häufig größere Summen auf deren bulgarischen Konten, die wiederum dann genausoschnell auf Konten in anderen Ländern weitergeleitet wurden. In einem Falle sandten die Verbrecher sogar 500 Millionen Euro auf ein Geldinstitut in Estland um dieses kurz darauf "in bar" abzuheben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gehört dieses Geld wahrscheinlich der St. Petersburger Mafia. Die Behörden arbeiten in diesem Falle mit einer russischen Sonderkommission der Polizei zusammen, die auf die Bekämpfung der organisierten Kriminalität spezialisiert ist. Von hier kam auch der erste Hinweis über derartige Mafia Transaktionen in Sofia. Die bulgarischen Behörden hatten dann festgestellt dass bestimmte Firmen keinerlei Tätigkeiten nachgingen und Unterlagen zur Registrierung dieser Unternehmen gefälscht wurden. Die bulgarische organisierte Kriminalität selbst befasst sich kaum mit der Geldwäsche. Mehr lebt von der Massenproduktion von Falschgeld und anderen Fälschungen, sowie dem Drogenhandel, der Prostitution und Schutzgelderpressungen.

Auch in anderen EU Staaten werden die Milliarden der internationalen Verbrecherbanden gewaschen. Hierzu zählt vor allen Dingen Deutschland und auch Polen, wo sich neuerdings auch die "Pishing" Banden verstärkt um die Rekrutierung von zehntausenden von Klein- Geldwäschern über das Internet bemühen und diese mit "Guten Nebenverdienst- Möglichkeiten" anwerben. Meist müssen sie dann nicht mehr tun wie ihr privates Konto dazu zu nutzen mal einige Tausend Euro zu empfangen und diese dann per "Western Union" nach Tomsk, Moskau oder sonstwohin zu transferieren. Die Umsätze der Mafia bei diesem Geschäft sind gigantisch. Im Vorfelde des ersten Transfers tarnen sich die Betrüger in diversen Emails als seriöse Banken oder Unternehmen und fordern die Empfänger auf ihre Konten- oder Kreditkarten Daten zu aktualisieren. Hierzu wird man dann aufgefordert auf einen Link zu klicken und gelangt auf eine Webseite die der originalen Seite der Bank oder eines bekannten Unternehmens täuschend ähnlich erscheint. Schon wenige Schritte ist der Email Empfänger dann um einige Tausend Euro ärmer und schon wieder wird der Nächste "Nebenverdienst" Aspirant kriminalisiert.




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Montag, 5. Januar 2009
 

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