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Neues zur Tu-154 Katastrophe

Veröffentlicht in : Nachrichten, Aktuelles




Tupolew Pilot Arkadiusz Protasiuk im Cockpit der tu-154MWarschau - Die Rätsel um den Flugzeugabsturz vom 10. April, bei dem fast Einhundert Menschen bei Smolensk ihr Leben verloren, warten weiterhin auf Lösung. Ausschliessen kann man bereits alle Unfall- Varianten, denn selbst wenn der Absturz nicht durch Dritte absichtlich oder unabsichtlich herbeigeführt wurde, bleibt immer noch die Frage offen, warum der Pilot bei der zuletzt durch den polnischen General- Staatsanwalt Andrzej Seremet genannten Sichweite von 300 bis 400 Metern, überhaupt zur Landung ansetzte. Wie die polnische Luftwaffe inzwischen zugab, war nämlich Flugkapitän Arkadiusz Protasiuk schon von den Vorschriften her nicht befugt, bei einer Sichtweite von unter 500 Metern zu landen und erst recht dann nicht, wenn der Flughafen nicht mit einem Satelliten-Leitsystem ausgerüstet war. Unter solchen Bedingungen hätte der Pilot nur bei einer Sichtweite von mindestens 1200 Metern runterkommen dürfen - heisst es. Womit wir einmal mehr bei den mysteriösen Aussagen des Fluglotsen und der Übermittlung alter Wetterdaten an die Tupolew wären.

Pilot drohte Strafe für Landung bei dichtem Nebel

Nach der Mitteilung von Luftwaffen Sprecher Oberstleutnant Robert Kupracz kann es nur einen Grund geben, warum die Piloten der Tu-154 sich trotz des angeblich dichten Nebels entschieden zu landen: Mangel an präziser Kommunikation mit dem Tower in Smolensk, da ihm für eine Landung unter solchen Bedingungen sogar Bestrafung drohte. In der Tat hatte der verantwortliche Fluglotse von so einem Problem berichtet und dem Piloten Arkadiusz Protasiuk schlechte russisch Kenntnisse bescheinigt. Die Zahlen sollte er vor allen Dingen nicht verstanden haben. Diese Behauptung entpuppte sich aber unterdessen, u.a. nach der teilweisen Auswertung eines von zwei Voice-Recordern, als Lüge. Hinzu kommt noch, dass die Tupolew einzig veraltete Wetterdaten aus Warschau erhalten hatte, in welchen von schlechter Sicht überhaupt keine Rede war. Es gibt auch keinerlei Anzeichen darauf, wie früher in russischen und deutschen Medien suggeriert wurde, dass der polnische Präsident Lech Kaczynski Protasiuk die Landung befohlen haben könnte. Bekannt ist auch, dass die Tupolew, bevor diese zur tödlichen Landung ansetzte, drei Runden über dem Flughafen drehte, um sich mit den Gegebenheiten vertraut zu machen.

Nur Indizien für Unfall- Version gesammelt

Die Präsidenten Tupolew war spätestens um 8.41.06 Uhr abgestürzt. Um 8.25 Uhr soll eine weitere Wettermeldung an den Piloten aus einer Smolensker Wetterstation via Warschau rausgegangen sein, in der vor dichtem Nebel mit der og. Sichtweite gewarnt wurde. Eine Empfangsbestätigung konnte man aber hierfür bisher nicht vorlegen. Was bringt also weiterhin deutsche und russische Medien dazu zu suggerieren, dass der Pilot der Tupolew Schuld an dem "Unfall" gehabt habe ? Zahlreiche Parlamentarier der oppositionellen PIS- Partei haben am Montag den polnischen Premier Donald Tusk in einem Schreiben aufgefordert zu den kaum noch zu beschreibenden "Untersuchungen" einer "gemeinsamen" polnisch-russischen Kommission Stellung zu nehmen. Die Abgeordneten treiben demnach mehr und mehr Zweifel zu der Katastrophe an und man fordert z.B. Informationen zur Rechtsgrundlage der gemischten Untersuchungskommission und fragen ob es nicht möglich wäre internationale Experten zu den schleppenden Ermittlungen hinzuzuziehen. Gleichzeitig fragt man an ob die polnische Seite davon überzeugt sei, dass die Russen auch tatsächlich die "richtigen Beweise" gesichert haben, da man ja von Anfang an nur die Version eines Unfalles untersuche und auch die polnische Regierung jegliche andere Möglichkeit ausschliesse.

Was treibt Tusk in die Arme Moskaus ?

Die PIS- Parlamentarier richteten, (noch) in höflichem Ton, 20 berechtigte Fragen zu Ungereimheiten bei den Ermittlungen zu der Flugzeugkatastrophe an Regierungschef Donald Tusk. Würde Lech Kaczynski noch leben, und sein Bruder wäre stattdessen in Smolensk getötet worden und die polnische Regierung verhielte sich so seltsam wie seit dem 10. April, wären mit Sicherheit Köpfe gerollt und Stühle geflogen. Noch schlimmer hätte es ausgesehen wenn US- Präsident Obama in Smolensk getötet worden wäre oder  Putin gar bei einem Flugzeugabsturz in Warschau. Tusk, Komorowski, Sikorski, Klich, Walesa, Jaruzelski und Bartoszewski hingegen schmeicheln dem Kreml und murmeln schon im Schlaf ihren einstudierten Text von der "einzigartigen Chance" zur polnisch-russischen Versöhnung. Komorowski hatte sogar am vergangenen Sonntag in Moskau mehr als zwei Dutzend höchste polnische Orden an Feuerwehrleute und Ermittler verliehen, obwohl die einen erst mal keinen Wasseranschluss fanden und die anderen noch gar keine Erfolge vorweisen können. Wie effektiv und objektiv die Ermittler arbeiten, beweist auch eine aktuelle Meldung der polnischen Tageszeitung Fakt, wonach einer ihrer Journalisten am Sonntag an der Absturzstelle den Radiokompass der Tupolew fand, der sehr wichtig im Zusammenhang mit dem Beacon- Leitsystem und der Höhe des Jets beim Landeanflug war.

Ermittlungen wie in Sowjet- Zeiten

Im Jahre 2002 stürzte eine Tupolew Tu-154 bei Überlingen in Deutschland, nach einem Zusammenstoss mit einer DHL Boeing, aus 11 000 Metern Höhe ab. Obwohl die Trümmer der Maschine und die Überreste der Insassen in einem Umkreis von 30 Kilometer verstreut wurden, lieferte das Luftfahrt- Bundesamt in Braunschweig bereits genau eine Woche später erste zuverlässige Ergebnisse aus allen Flugschreibern. Aus Moskau und Warschau gibt es auch 4 Wochen nach der Katastrophe überhaupt nichts zuverlässiges. Widersprüche und neue Mysterien machen hingegen alles noch komplizierter. Was Überlingen und Smolensk übrigens noch unterscheidet, ist die Tatsache, dass im ersten Fall der angeblich verantwortliche Fluglotse einer Schweizer Privatfirma nach der Katastrophe ermordet wurde, der Kollege in Smolensk aber "nur" verschwunden ist. Die Deutschen zahlten nach der Überlinger Katastrophe kurioserweise für fast sämtliche Folgen. In Smolensk war es Putin, der alle vor Ort angefallenen Schäden und Rechnungen umgehend über eine Behörde in Moskau regulierte.


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Lasst uns über all demonstrieren!

Geschrieben von: Michal Kwika () am 11-05-2010 16:05

Lasst uns über all demonstrieren!

Geschrieben von: Michal Kwika am 11-05-2010 16:05

Wir (Polen im Ausland) sollten auch Demonstrationen planen. Vor der polnischen Botschaft damit die polnische Regierung endlich aufwacht und vor der russischen damit die Black Boxen und alle Teile der Maschine zurück nach Polen finden! Ich würde gerne wissen wie ich alle Polen in Deutschland erreichen kann damit wir auch im Ausland eigen können dass mann uns nicht für dumm verkaufen kann.

 

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Was treibt Tusk in die Arme Moskaus ?

Geschrieben von: uefuef () am 11-05-2010 15:34

Was treibt Tusk in die Arme Moskaus ?

Geschrieben von: uefuef am 11-05-2010 15:34

Wer weiß, vielleicht haben die Russen die Beweise für die eventuellen Verstrickungen zwischen Tusk und anderen noch aktiven Regierungsmitgliedern mit der "schlesischen Glücksspielmafia" oder anderer Vergehen z.B. noch aus "polnisch-sozialistischen Zeiten" in den Händen!?

 

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