Danzig - Ein unbekanntes Flugobjekt hatten Beobachter über der polnischen Ostsee nahe Ustka in Pommern gesichtet. Es wurde auch vom Radarschirm des Militär erfasst und verfolgt. Dieser Vorgang war bereits im vergangen Sommer gemeldet worden. Jetzt teilte die Gazeta Wyborcza in Berufung auf Informationen aus Militärkreisen mit, dass es sich damals wohl nicht um ein Ufo sondern, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, um ein russisches Spionage- Flugzeug vom Typ Su-24MR gehandelt habe. Journalisten der GW waren inoffiziell an derartige Erkenntnisse und einen dazugehörigen Videofilm gekommen. Der polnische Verteidigungsminister Bogdan Klich behauptete jetzt, sich an einen solchen Fall nicht zu erinnern. Das Militär geht davon aus, dass das russische Flugzeug, was in den polnischen Luftraum eingedrungen war, Stationen des Küstenradars aufspüren und analysieren sollte.
Die polnische Armee hatte zum Zeitpunkt des Vorfalles an der Ostseeküste Raketenabschuss- Übungen durchgeführt. Das Flugobjekt, zunächst nur ein Punkt auf dem Radar, näherte sich dem polnischen Luftraum mit hoher Geschwindigkeit und flog sehr niedrig, in einer Höhe von 300 Metern, über dem Wasser und zog dann entlang der Küste. Der Pilot der Maschine muss dann gemerkt haben, dass er vom polnischen Radar erfasst worden war und entfernte sich sofort aus seiner Reichweite. Dies zeigt ein Film den die polnische Armee aufgenommen hatte.
Das Video der Aufzeichnung analysierten der polnische Geheimdienst und die militärische Spionageabwehr. Man stellte ebenso fest, dass kein polnisches, dänisches, deutsches oder ein anderes Nato Flugzeug sich zu dem Zeitpunkt in dieser Gegend befand. Die Armee beschrieb das Alien als Zigarrenförmig mit einer Länge von 24 Metern. Man ist nun davon überzeugt, es handelte sich um kein Ufo, sondern höchstwahrscheinlich um das Rückgrat der russischen Armee, dem Spionageflugzeug Su-24MR. Dieser Typ sei so konzipiert, dass er in geringer Höhe fliegen kann, beobachte und feindliches Radar auch tief in fremden Hoheitsgebieten zerstören könne - heisst es.
Gazeta Wyborcza sprach über den Fall mit Verantwortlichen beim Militär und erfuhr, dass man davon überzeugt sei, die Russen auf frischer Tat bei der Abfrage polnischer Radareinrichtungen erwischt zu haben. Man wolle deren Lage und Eigenschaften erkunden, um sie bei einem Angriff, aus der Ferne zu zerstören. Ähnliche Beobachtungen wie in Polen macht in letzter Zeit auch das slowakische Militär. Russische Flugzeuge sollen hierbei sogar ins Innere des Landes vorgedrungen sein. Auch das polnische Militär glaubt, der Vorfall bei Ustka war kein Einzelfall, sondern nur einer von vielen Fällen russischer Spionage in Polen seit Ende 2008.
Video des polnischen Militärs
Polen bemüht sich seit geraumer Zeit, gerade die Region Ustka, der Nato für Manöver ihrer schnellen Eingreiftruppe schmackhaft zu machen.
Das Spionageflugzeug Su-24MR hatte bis 1989 seinen Stützpunkt im polnischen Szprotawa, etwa 60 Kilometer von der Grenze zu Brandenburg.
Im Ernstfall wurde dieser Typ zuletzt während des russischen Konfliktes mit Georgien eingesetzt.
Copyright © Polskaweb News
Diskutieren Sie diese Meldung in unserem Forum
Top Artikel
Neuere Artikel
Beliebte Artikel dieser Kategorie |
|
|
Benutzerkommentare  |
|
Durschnittliche Benutzerbewertung
|
|
Fügen Sie Ihren Kommentar hinzu
|