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Russen werfen Senfgas in die Ostsee PDF Drucken

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Chemische Waffen in der OstseeStockholm - Der russische Beitrag zum Umweltschutz in den frühen 90er Jahren kann sich durchaus sehen lassen. Neben Behältern mit nuklearen Abfällen bereicherte man z.B. die Ostsee mit Senf- und Nervengas in großen Mengen - berichtet der schwedische Fernsehsender SVT unter Berufung auf Geheimdienstinformationen aus Stockholm. Demnach kippte die russische Marine nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zwischen 1989 und 1992 heimlich mehrere Ladungen mit Kampfstoffen und Nuklearmaterial nahe der Ostsee-Insel Gotland sorglos in die See.

Die gefährlichen Waffen sollen aus der stillgelegten Flottenbasis Karosta bei Liepaja in Lettland stammen, welche die Russen nach der Erlangung der Unabhängigkeit des Baltik- Staates räumen mussten. Die Region in welcher die Kampfstoffe vermutet werden, soll zur schwedischen Wirtschaftszone gehören. Durch das gleiche Gebiet wird alsbald auch der Bau der Ostsee- Pipeline vorangehen. Die holländischen Unternehmen, welche die Rohre durch den verseuchten Grund verlegen dürfen, kann man von daher nicht gerade beneiden.

Schwedische Journalisten haben auch herausgefunden, dass die Behörden in Stockholm über die Deponie in der Nähe von Gotland schon in den späten 90er Jahren erfahren hatten. Aber unternommen habe man nichts dagegen. Die Angelegenheit sei vielmehr, unter anderem aus Kostengründen,  unter den Tisch gefegt worden. Die russische Botschaft in Stockholm wollte gegenüber der Presse diesen äusserst schmutzigen Fall nicht kommentieren.


© Polskaweb News Artikel vom 4.2.2009

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