JEREZ - Der neue Besitzer des Renault F1 Teams Gerard Lopez setzt offenbar auf osteuropäische Geldgeber. Ein erstes Zeichen für derartige Absichten war sicher schon die vertragliche Bindung mit den Piloten Robert Kubica aus Polen und Vitaly Petrov aus der Russischen Förderation. Nun sieht er sich nach eigenen Angaben auch in Polen und Russland nach Sponsoren um, denn die "Kriegskasse" sei noch lange nicht gefüllt. Die Übernahme des Teams hatte Lopez eine dreistellige Millionensumme gekostet. Er gab zu, dass er noch jede Menge Geld brauche um sein Team in diesem Jahr in Betrieb halten zu können. "Wir beschäftigen uns auch mit dem osteuropäischen Markt und sind bereits mit drei polnischen Unternehmen im Gespräch" - sagte der Rennstall- Besitzer am Donnerstag am Rande der F1 Testfahrten im spanischen Jerez de la Frontera.
"Mehrere Millionen Dollar" sollen laut Renault F1 Teamchef Gerard Lopez noch pro Saison fehlen. In Polen gibt es allerdings nicht sehr viele rein polnische Firmen die derartige Summen für Werbung ausgeben. Doch staatliche Unternehmen oder Banken wie die PZU Lebensversicherung, die Telefongesellschaft TP S.A., Mineröl- Riese Orlen oder die PKO BP Bank haben volle Kassen und könnten durchaus sehenwerte Beträge locker machen, rechnen kann und konnte der Spanier allerdings hiermit nicht, denn zu den in Polen geführten Gesprächen gibt es noch keinerlei verbindliche Zusagen der infragekommenden Sponsoren. Vielleicht helfen die Deutschen hier mal wieder aus, denn in Polen verdienen sich Unternehmen wie Deutsche Bank, Commerzbank, VW, MAN, Siemens, Hochtief usw. goldene Nasen.
Robert Kubica hat mit der Sponsorensuche nichts zu tun. Er hat einen guten Vertrag mit Renault F1 in der Tasche, den er auch sicher wert ist. Schon nach den ersten Tests in der vergangenen Woche im neuen Renault- R30 in Valencia, zeigte der Pole eindrucksvoll was er drauf hat. "Ich denke, wir sind auf dem richtigen Weg" - erklärte Kubica schon nach wenigen Tests. "Wir sind vorsichtig optimistisch" - verriet auch Technikchef James Allison der neugierigen Presse und bezeichnete seinen polnischen Fahrer als einen "Klassemann". Renault-F1 Team Besitzer Gerard Lopez verspricht sich von seinem Engagement in der Formel 1 vor allen Dingen ein Geschäft, aber selbst wenn alles in die Hose geht, muss er wohl kaum am Hungertuch nagen, denn er ist steinreich. Sein letzter großer Deal war der Verkauf seines Internet- Telefondienstes "Skype" für ein paar Milliarden.
© Polskaweb News
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