Die Blackburn Rovers haben nach ihrem UEFA Cup- Spiel bei Wisla Krakau, dem Tabellenführer der ersten Liga, schwere Rassismusvorwürfe gegen den polnischen Klub erhoben. Ein Wisla-Spieler soll den dunkelhäutigen Südafrikaner Benni McCarthy mehrmals massiv beleidigt haben. "Benni regte sich über einige persönliche Kommentare auf, die ein Spieler von Krakau äußerte", sagte Blackburns Trainer Mark Hughes. Die Kommentare seien rassistischer Art gewesen.
Um wen es sich handelte, war zunächst noch unklar. Allerdings führten nach der Partie McCarthy und Wisla-Verteidiger Nikola Mijailovic eine hitzige Debatte. "Die Kommentare passierten mehrmals während des Spiels, aber Benni reagierte nicht darauf", sagte Hughes. Der englische Verein habe bereits die Europäische Fußball-Union über den Vorfall informiert. Der englische TV-Sender BBC zitierte UEFA-Medienchef William Gaillard mit den Worten: "Das Problem ist immer, Beweise zu finden. Aber es gibt für uns keinen Grund, McCarthys Aussagen anzuzweifeln. Er ist ein Spieler mit langjähriger Erfahrung, spielt auf hohem Niveau." McCarthy habe in der Halbzeitpause der Begegnung in Krakau mit Spielern des Gegners und auch mit dem schwedischen Schiedsrichter Stefan Johannesson geredet, doch auch in der zweiten Hälfte seien die Schmähungen weitergegangen. "Die UEFA sollte mit aller Härte darauf reagieren", sagte Hughes. Der Sprecher des polnischen Verbandes, Michal Kocieba, erklärte: "Wenn die Vorwürfe stimmen, ist das ein beschämender und skandalöser Zwischenfall." Allerdings könne nur die UEFA Konsequenzen ziehen.
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