Torun - Der Internet Auftritt des polnischen Senders "Radio Maryja" ist gelungen. Aktuelle Nachrichten, Mitteilungen über Messen sowie Fotos und Videos findet man hier. Groß und deutlich sichtbar sind auch die Hinweise zu Spendenkonten des Betreibers der Portale, Pater Tadeusz Rydzyk. Doch bei aller Mühe der Entwickler der Seite, konnte keiner verhindern, dass laut Pater Rydzyk "Agenten des Bösen" die komplette Seite kopiert und ebenfalls im Internet veröffentlichten. Einzig die Kontonummer von Radio Maria hatte man nicht übernommen, sondern eigene eingesetzt, ansonsten war alles identisch. Der Schwindel wäre vielleicht garnicht so schnell aufgefallen, wenn die Fälscher anstelle des Namens der Bank nur eine Bankleitzahl eingesetzt hätten, aber "mBank", bekannt als Commerzbank Tochter, war denn doch etwas zu auffällig für einige aufmerksame Beobachter.
Die originale Webseite von Radi Maria ist zu finden unter www.radiomaryja.pl, die Fälschung lief noch bis vor wenigen Tagen unter der Domain www.radio-maryja.com.pl. In welchem Umfang die Betrüger von Spenden profitierten ist noch unklar, doch gemessen an den Millionen Anhängern des Senders, dürfte dies womöglich nicht wenig gewesen sein. Wenn man in den Suchmaschinen den Begriff "Radio Maryja" eingab, fand man in der Regel beide Seiten, nun allerdings nicht mehr.
Wie der katholische Sender inzwischen mitteilte, habe man noch nie mBank- Kontonummern im Dienstleistungs- Bereich des Radios verwendet. Die Kopie der Betrüger im Internet wurde bereits blockiert. Bei den Tätern soll es sich möglicherweise um die gleichen "Agenten" handeln, die bereits vor einigen Monaten mit Logo des Senders und der Unterschrift von Tadeusz Rydzyk Kasse gemacht hatten. Die Polizei ermittelt.
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