
WARSCHAU - Der Mann auf dem Bild oben war einer der etwa 200 Teinehmer (Polizei: 150 Organisatoren: 800) an der Demonstration gegen die Gier der Banken und Wirtschaft am Samstag in Warschau. Alleine um ein Auto zu besitzen wie es der Sejm- Abgeordnete Riszard Kalisz als Zweitwagen fährt, muss ein normaler Arbeiter mindestens 25 Jahre seinen gesamten Lohn sparen. Aber der pseudo- Demonstrant hat natürlich auch eine feudale Villa und trägt nur in Hongkong gefertigte Maßanzüge. Zu allem Überflusse ist Kalisz dann auch noch mit wichtigen Bankern und Wirtschaftsbossen in halb Europa verwandt. Was macht dieser Mann also auf einer Demonstration gegen seinesgleichen und rebelliert auch noch gegen die Auswirkungen einer Krise die von seiner Partei heimlich und in vollem Umfange unterstützt wird ? Diese Frage zu beantworten ist nicht schwer, denn Kalisz ist ganz klar der Prototyp eines Pseudo- Demonstranten gegen die Obrigkeiten. In diesem Sinne marschierten denn auch einige eher unbekannte Parlamentarier-Kollegen, Vertreter des sozialen Wohnungsbaus und von Gewerkschaften mit ihm durch Warschau. Vom Volke keine Spur, denn auf die Veranstaltung hatte im Vorfelde "aus Sicherheitsgründen" niemand hingewiesen, damit nicht hier etwa der "Pöbel" echte Lorbeeren ernten oder gar randalieren konnte. Diese demokratische Methode ist nicht neu. Das Establishment organisiert immer dann wenn es in der Kritik steht bzw. sogar dessen Existenz auf dem Spiel steht, sämtliche Manifeste gegen sich alleine, um so den Lauf der Dinge und deren Folgen jederzeit voll unter Kontrolle zu haben. Dies war und ist schon immer Ursache aller Revolutionen, wobei die Revolutionäre allesamt aus den Häusern kommen oder kamen, die sie vorgaben zu bekämpfen. Riszard Kalisz ist so ein "Revolutionär", wobei er allerdings regelmäßig nicht nur an seinem aufwendigen Lebensstil sondern auch an seiner Verbundenheit mit "dunklen Elementen" aus Unterwelt und polnischen Sklaventreibern scheitert.

Der Auftritt von Riszard Kalisz auf der Samstag- Demo in Warschau dauerte allerdings nicht lange, denn Zuschauer hatten ihn und einige andere Pseudos erkannt und so lange ausgebuht, bis sie freiwillig das Feld räumen. Mit ihnen gingen denn auch die Veranstalter des "Marsz oburzonych" erst einmal zum Mittagessen in ein Nobel-Restaurant der polnischen Hauptstadt. Demonstrationen wie in Polen, gab es am selben Tage nach Schema "Occupy" weltweit und so konnte man auch aus Bildern anderörtlicher Veranstaltungen jede Menge Pseudos identifizieren. So war es für uns dann auch nicht verwunderlich in den polnischen Veranstaltern drei Spanier zu identifizieren, die schon ihre Gesichter bei der Besetzung der Puerto del Sol in Madrid hergaben, also dort wo eigentlich der Aufstand gegen die Banken begonnen hatte. Sie wollen uns verhöhnen und halten uns bereits für dümmer als sie uns schon gemacht haben.

Es sieht also deutlich danach aus, dass Banken und Industrie während ihres viertgrößten Raubzuges der Geschichte durch die Welt, entweder eine neue Revolution einleiten, oder einen Volksaufstand verhindern wollen. Dass die eigentlich alles vorantreibende deutsche Regierung Deutschland mit Philipp Rösler nun sogar einen Rockefeller als Wirtschaftsminister und Parteichef hat, spricht für sehr ernste Konsequenzen für den Normalbürger in der ganzen Welt. Und zurück zu Riszard Kalisz, einem kryptoadligen Stammdeutschen dessen Großeltern auch führende Industrielle in Kalisz (Kalisch) waren, sollten Sie noch wissen, dass dieser Mann und seine direkte Familie nicht nur in kommunistischen Zeiten Mitglieder der polnischen Sklaventreiber- Parteien wie der heutigen SLD waren und sind. Er ist es auch, der sich regelmäßig für die Erhöhungen der Diäten seiner Brüder und Schwestern einsetzt. Und genießen Sie doch bitte noch, stellvertretend für Ihre gierigen Politiker, die Bilder seiner Auftritte.

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