Warschau - Gerade weil es eigentlich heisst "Nicht alles ist Gold was glänzt" sollte man es den polnischen Politkern und Bänkern übel nehmen, dass sie aus globalen Interessen diese bekannte Weisheit einfach sinnlich veränderten, indem sie hieraus so etwas wie "Unser Gold glänzt nicht" machten. Gold bedeutet Zloto in Polnisch, wobei man unschwer einen Zusammenhang mit der heimischen Währung "Zloty" erkennen kann. Donald Tusk und Co. stehen, was die Erfüllung der Maastricht-Kriterien zur Einführung des Euro betrifft, unter starkem internationalen Druck. Gleichzeitig haben sie aber auch die Aufgabe die Gemeinschaftswährung dem Volke schmackhaft zu machen, hierzu müssen sie natürlich gegen den "Zloty" argumentieren, was ihnen aber nicht so überzeugend gelingen will. Um Ruhe in die Diskussionen um eine Währungsumstellung reinzubringen, hatte man zuletzt immer fernere Termine zur Einführung des Euros in Polen genannt, doch hinter den Kulissen arbeitet man offenbar bereits an einer schnellen Übernahme der EU- Währung.
In seiner Regierungserklärung im Jahre 2007 kündigte Donald Tusk nicht nur den kompletten Abzug der polnischen Truppen aus Afghanistan für 2008 an, sondern sah auch schon seine Landsleute Anfang 2012 mit dem Euro in der Tasche rumlaufen. Den "Afghanistan- Abzug" hat man inzwischen auf frühestens 2015 verlegt, die Euro- Einführung auch. Man kann aber ruhig davon ausgehen, dass Polen auch 2016 noch im Nahostkrieg ist und in den nächsten 3 Jahren auch die Maastricht-Kriterien zur Einführung des Euros nicht erfüllt werden können. Ende 2013 müsste man aber spätestens damit beginnen die Währungsumstellung für das Frühjahr 2015 technisch vorzubereiten. Doch wie es scheint, rechnet man nichtsdestotrotz in Warschau wohl mit einer schnellen Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung, die möglicherweise über irgendwelche Deals (amtl. Sonderregelungen), wie schon zur Fußball- EM 2012, erfüllungshalber durchgezogen werden könnten. Anlass für solche Vermutung ist die Tatsache, dass der polnische Ministerrat jetzt einen nationalen- strategischen Rahmenplan zur Einführung des Euro in Arbeit hat. Etwas sehr zeitig und ein Jahr vor den Parlamentswahlen, deren Ausgang nach Lage der Dinge völlig offen sein dürften.
Wenn auch das polnische Haushaltsdefizit und mangelnde Privatisierungen der Regierung schwer zu schaffen machen, dürfte es dieses Mal die Stabilität des Zloty nicht sein. Der sitzt derzeit fest im Sattel und hat sich bei 4:1 im Tausch gegen den Euro eingependelt, wobei hier auch tagtäglich noch ein leichter Wertzuwachs zu beobachten ist. Für eine Euro- Einführung ist aber laut Maastricht- Kriterien nicht nur eine stabile Währung notwendig, sondern im Falle Polens auch, dass das Haushaltsdefizit und das Wachstum der Staatsschulden verringert werden müssen, wozu auch noch umfangreiche Privatisierungen durchzuführen sind. Diese Dinge wolle man schnell in die Reihe bringen- versprach der frischgebackene Premier Donald Tusk im Jahre 2007. Doch neben dem verfehlten Afghanistan- Abzug wurde auch aus diesem Versprechen nichts. Pleiten, Pech und Pannen, Inkompetenz und Korruption (Werften usw.) dürften dem Ehrgeiz Tusks einen Strich durch die Rechnung gemacht haben. Tatsächlich steht Polen heute, was Staatsschulden und Haushaltdefizit betrifft, wesentlich schlechter da als noch zuletzt unter den Kaczynskis oder gar dem Gespann Kwasniewski/Miller.
Die Einführung des Euro in Polen dürfte also nach Lage der Dinge in Warschau nicht einmal mehr diskutiert werden, wobei die Stabilität des Zloty sogar heute eher noch seine Gegner stärkt. Viele Polen haben bereits erkannt, dass ihnen der Euro kaum Vorteile sondern eigentlich nur Nachteile bringen könnte, wie es schon die Deutschen schmerzlich erfuhren, nachdem man für einen Euro zwei D-Mark eintauschen musste und kurz darauf vieles bereits einen Euro kostete, was vorher für eine D-Mark zu bekommen war. Mit dem Eintritt zur Eurozone verliert Polen aber auch seine eigenständige Finanzpolitik und ist dann auf Gedeih und Verderb der khasarischen Mafia unter Rothschild und Co. ausgeliefert, die bereits seit dem "Ableben" von Lech Kaczynski dabei ist, sich in der polnischen Nationalbank häuslich einzurichten. Dieser Zustand erinnert natürlich ganz besonders an einen berühmt berüchtigten Spruch des Gründers der Rothschild-Dynastie Amschel Mayer Bauer aus der Frankfurter Judengasse: "Gib mir die Macht über die Währung eines Landes und es interessiert mich nicht mehr, wer dessen Gesetze macht".
Es ist also praktisch und theoretisch durchaus möglich, dass Polen schon 2012 über den Euro verfügt. Aber dies wurde/wird nicht in Brüssel, sondern anderswo entschieden.
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Euro ist out
Geschrieben von: Dieter () am 03-10-2010 03:02