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Polizei erschiesst Mann bei Lidl

Veröffentlicht in : Nachrichten, Polizeiberichte




Polizei erschiesst Erpresser bei Lidl

STETTIN
- Wenn die polnische Polizei bei einem Einsatz zur Waffe greift, dann endet eine solche Handlung nicht selten tödlich. Pech hatte dieses Mal einer von zwei Erpressern die sich mit einem ihrer Opfer ausgerechnet auf dem Parkplatz eines Lidl- Supermarktes in Stettin (Szczecin) verabredet hatten. Der Mann lebt nicht mehr, denn wieder einmal löste sich "versehentlich" ein Schuss aus einer Dienstwaffe, der genau ins Schwarze traf und dem vermeintlichen 52-jährigen Gangster keine Chance zum Überleben liess. Auf dem neuen Friedhof in der ehemals deutschen Stadt ist eben noch reichlich Platz, welcher im Zentralgefängnis überhaupt nicht vorhanden ist.

Nach Informationen eines Sprechers der Stettiner Staatsanwaltschaft hatte sich bei der Polizei ein Mann gemeldet der behauptete durch zwei ihm unbekannte Personen entführt und in einem Wald zusammengeschlagen worden zu sein. Dann habe man von ihm die Zahlung einer größeren Summe Geld verlangt und das Leben bzw. die Gesundheit seiner Familie ins Spiel gebracht, falls ihre Forderung nicht in den kommenden 24 Stunden erfüllt werden sollte. Kurz vor Ablauf der Frist meldeten sich dann die vermeintlichen Erpresser bei ihrem Opfer und bestellten den Mann auf den besagten Lidl Parkplatz. Doch anstelle seiner Person erschienen dann Polizisten in Zivil.

Schon bei ihrer Ankunft auf dem Parkplatz identifizierten sie zwei Personen auf welche die Beschreibung des "Opfers" passte und sprangen mit gezogenen Waffen aus ihren Fahrzeugen. "Und dann knallte es auch schon und ein Beamter rief dann überflüssigerweise noch Stop Polizei " - berichtete ein Augenzeuge über die Hotline des polnischen Radios. Die beiden mutmaßlichen Erpresser sollen nach Angaben der Behörden wegen Eigentumsdelikten und Körperverletzung vorbestraft sein. Der Todesschütze macht weiterhin "Dienst nach Vorschrift". Man kann nur froh sein, dass nicht auch noch Lidl- Kunden versehentlich durch Kugeln seiner Kollegen starben.

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