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Polen will deutsche U-Boote vom Typ U-214 kaufen PDF Drucken

Veröffentlicht in : Nachrichten, Wirtschaft




Deutsche U-Boote für PolenNach einer inoffiziellen Meldung aus dem polnischen Verteidigungsministerium, steht Polen offenbar kurz vor dem Kauf des deutschen High-Tech U-Bootes U-214 bei den Howaldtswerke von ThyssenKrupp in Kiel. Die U-214 gilt als das modernste U-Boot der Welt und wird von Experten der polnischen Marine, welche dieses Schiff bereits zweimal getestet haben, respektvoll "Unterwasser- Mercedes" genannt. Die Lieferung eines ersten Bootes dieser Klasse könnte schon in wenigen Wochen durchgeführt werden, da in Kiel eine nagelneue U-214 vor Anker liegt welche Griechenland bestellt, dann aber nicht abgenommen hatte. Athen behauptete dass das Schiff jede Menge technische Probleme aufweise und verweigerte die Abnahme. Nach Expertenmeinungen scheint es aber eher so dass das Sorgenkind der alten EU Griechenland kein Geld habe die Bestellung zu bezahlen. Die Howaldtswerke hatten dann lt. Verteidigungsministerium Polen einen interessanten Einkaufspreis für die U-214 unterbreitet. Ähnlich wie die Autobranche sind auch die europäischen Rüstungsindustrien derzeit im Überlebenskampf, dies spiegelt sich natürlich auch bei den Marktpreisen wieder. Selbst Russland bietet anlässlich der unübersehbaren wirtschaftlichen Krise im Land jetzt sogar unzuverlässigen "Verbündeten" wie Venezuela, Syrien und Kuba einige hochmoderne Waffensysteme an, deren Technik kürzlich noch Staatsgeheimnis war.

Die U-214 für Griechenland liegt seit dem Jahre 2006 im Hafen von Kiel. Die griechische Marine hatte damals die Beschaffung von vier U-Booten dieses Typs mit der eigenen Bezeichnung "Katsonis-Klasse" beschlossen. Das erste Schiff wurde in Deutschland gebaut. Die anderen bei der "Hellenic Shipyards" in Griechenland welche zu den Howaldtswerken gehört. Im Dezember 2006, nach der Auslieferung der ersten in Griechenland gebauten U-214, meldete die griechische Marine zahlreiche Probleme mit dem Schiff. So sollen z.B. Erscheinungen wie eine übermäßige Propeller Kavitation, Überhitzung des Luft-unabhängigen Antriebes der Brennstoffzellen und ein übermäßiger Rollwiderstand im aufgetauchten Zustand aufgetreten sein. Die Kieler Werft behauptete, dass man alle etwaigen Probleme bereits im Jahre 2006 beseitigt habe und spricht von "griechischer Trickserei", womit immer wieder neue Preisnachlässe für das Schiff durchgesetzt werden sollen. Die griechische Marine versucht so die seit 2006 das im Hafen von Kiel liegende U-214 unter Nachlass seiner erheblichen Schulden bei den Howaldtswerken nach Piräus zu locken.

Polens Marine ist in einem desolaten Zustand. Nur etwa ein Drittel der polnischen Flotte ist zur zeit einsatzbereit. Nachdem die Luftwaffe, das Heer und die Nachrichtendienste bereits mit milliardenschweren neuen Systemen ausgerüstet wurden, will nun auch die Marine in der Ostsee wieder stolz Flagge zeigen. An den deutschen Schiffsbauern, bekannt für traditionelle Qualität und Zuverlässigkeit, geht hierbei kein Weg vorbei. Die U-214 verfügt über ein Luft-unabhängiges Diesel- Antrieb System (AIP) mit einer Polymer-Elektrolyt-Modul Brennstoffzelle (PEM) von Siemens. Sie kann bis zu 400 Meter tief tauchen (250 m offiziell), eine Woche permanent unter Wasser bleiben und Wasser, sowie Lebensmittel für 50 Tage aufnehmen. Neben Deutschland und Griechenland verfügen auch Süd- Korea und die Türkei über U-Boote dieses Typs, welche man in Co- Produktion mit den Howaldtswerken gebaut hat. Das Kieler Unternehmen wurde bereits im Jahre 1938 durch den Ingenieur August Howaldt und dem Kaufmann Johann Schweffel gegründet. Der Betrieb wurde im dritten Reich verstaatlicht und fertigte auch im zweiten Weltkrieg einige Dutzend U-Boote. Während des deutschen Wirtschaftswunders liess sogar der griechische Milliardär Aristoteles Onassis dort einige seiner Tanker bauen. Seine Rechnungen hatte Onassis, anders als die griechische Marine, immer anstandslos bezahlt.

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12. Januar 2009 09:18