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Polen in Lagerpanik

Veröffentlicht in : Nachrichten, Aktuelles




Reichsbahn Waggon in TreblinkaDie "polnischen Konzentrationslager" beherrschen am Mittwoch wieder einmal in Schlagzeilen fast die gesamte Presse des Landes. Dieses Mal geht es gegen den Informationsdienst des französischen Fernsehsenders "France 24", der sich erlaubt hatte in der englischen Sprachfassung des Programms von einem "Polish concentration camp" zu berichten in welchen der jetzt von den USA an Deutschland ausgelieferte Ukrainer John Demjaniuk im Blutrausch an der Ermordung tausender Gefangener beteiligt wesen sein soll. Speziell ging es bei dem Bericht der französischen Nachrichtensprecherin und der vermutlich irrtümlichen Verwendung der Bezeichnung "Polnisches Konzentrationslager" um das ehemalige und nicht mehr existierende Nazi- Vernichtungslager Sobibór im Osten Polens nahe den Grenzen zur Ukraine und Weißrussland. Polen ist bemüht, in Zeiten wachsenden Mißtrauens um die eigene "Nur Opfer" Rolle in der Zeit des Holocaustes, alles zu tun um jegliche neue Spekulationen im Keime zu ersticken und setzt hierzu gezielt Botschaften, Konsulate und Medien ein.

Der Sprecher des Aussenministeriums Piotr Paszkowski klagte, dass man es mit derartigen "Lügen" in der Weltpresse alleine in den letzten 8 Tagen mehr als ein Dutzend Male zu tun gehabt habe. Die Hinweise auf solche "Schändlichkeiten" sollen demnach in der Regel aus der Polonia, den im Ausland lebenden Polen kommen, die sich in ihrem Stolz verletzt fühlten. Auf der Internetseite des Aussenministeriums findet sich auch bereits ein spezieller Bereich, welcher sich mit diesem "Lager" Problem auseinandersetzt. Am meisten geht es hier um Verwechslungen der Medien in Zusammenhang mit dem Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau, welche nun in Polen fast wie Verbrechen gegen die Nation aufgebaut werden.

Die britische "Sun" schrieb von "polnischen Gaskammern". Die Madrider Zeitung "Publiko" sprach vom "Nationalsozialistischen Polen". Auch deutsche Zeitungen und Fernsehsender hatten sich hier schon versehentlich falsch ausgedrückt und wurden durch Polens Botschaft in Berlin geradezu niedergemacht. Das polnische Aussenministerium in Warschau erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass z.B. das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau zum Welterbe der UNESCO gehört und dessen offizielle Bezeichnung "Deutsches nationalsozialistisches Vernichtungs- und Konzentrationslager 1940-1945 laute. Die polnische Regierung hatte auf Antrag diese Bezeichnung durchgesetzt.

Auschwitz-Birkenau, das deutsche nationalsozialistische Vernichtungs- und Konzentrationslager war das größte seiner Art während der Zeit des Holocaustes. Es waren vor allen Dingen österreichische Nazis die bei der Idee, Umsetzung und der Leitung dieser Stätte des Grauens tragende Rollen spielten. In und um das Lager selbst herrschte nicht nur die SS, meist Ukrainer und Litauer, sondern auch die jüdische Polizei mit eiserner Faust und wenig menschlichem Anlitz. Möglich wurde Auschwitz erst durch die Eroberung Polens durch die deutsche Wehrmacht. In dem damals hochgradig antsemitischen Land fand dann die SS ideale Bedingungen zur Vernichtung der Juden vor.

Mehr als 30 Staaten dieser Welt waren direkt, oder indirekt am Grauen von Auschwitz beteiligt, hierunter auch Länder wie Finnland, Frankreich, Schweden und die Schweiz. Nur die Deutschen haben in diesem Zusammenhang bisher vollumfänglich ihre Schuld am Holocaust eingestanden und umfangreiche Entschädigungen geleistet. Die deutschen Konzentrationslager in Polen, hierunter auch ein Teil von Auschwitz, wurden nach dem Durchzug der roten Armee 1945 meist zuerst vom sowjetischen Sicherheitsdienst NKWD als Internierungslager genutzt und anschliessend von polnischen Sicherheitsdiensten zur "Behandlung" von politischen Gegnern und unschuldigen deutschen Zivilisten (meist Frauen und Kinder) mißbraucht. In diesen dann "polnischen Lagern" sind unzählige Menschen grausam ums Leben gekommen.

Der Unterschied in den Bezeichnungen "polnische" oder "Nazi" Lager" liegt also im Zeitraum. Von "deutschen Konzentrationslagern" in Polen zu sprechen, ist sicherlich erst einmal richtig. Doch eigentlich sollte die wahrheitsnaheste Bezeichnung "Nazi- Konzentrationslager" sein, denn an der Vernichtung der Juden waren ja nicht nur Deutsche beteiligt, sondern auch unzählige Menschen anderer Nationen. Wenig rühmlich hierbei waren hierbei vor allen Dingen die führenden Vernichter aus Österreich und unzählige Polen die in Pogromen, oder auch nur durch Verrat, bzw. der stillen Zustimmung zur Vernichtung der Juden ihren Anteil am Holocaust leisteten. Welche Doppelmoral Polen noch heute zeigt beweist die Tatsache, dass hier kaum jemand bereit ist den jüdischen Entschädigungsforderungen für enteignetes Eigentum folge zu leisten. Hut ab vor den Bezeichnungs-Verfolgern.

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Stimmt das so

Geschrieben von: Ein Leser () am 13-05-2009 11:13

Stimmt das so

Geschrieben von: Ein Leser am 13-05-2009 11:13

Sie schreiben: 
"Es waren vor allen Dingen österreichische Nazis die bei der Idee, Umsetzung und der Leitung dieser Stätte des Grauens tragende Rollen spielten."Das ist eine gezielte Falschinformation. Es ware nämlich hauptsächlich deutsche Nazis wie Höß und Palitzsch, die das Lager leiteten. Beschämender Beitrag die Schuld abzuwälzen. 
 
Anmerkung der Redaktion zum Kommentar:  
 
Es geht nicht um Auschwitz allein ... 
 
Zu den aus Österreich stammenden Judenvernichtern ist noch Folgendes zu sagen: Die Lager der "Aktion Reinhard" zur Vernichtung der polnischen Juden waren größtenteils von Österreichern kommandiert. Möglicherweise steht diese Tatsache im Zusammenhang damit, dass Odilo Globocnik, ein aus Kärnten stammender SS-Gruppenführer, für die Durchführung der "Aktion Reinhard" zuständig war. Das Lager Treblinka war ausschließlich von Österreichern kommandiert, ebenso Sobibór. Weiters waren die Kommandanten des "Vorzeigelagers" Theresienstadt ausschließlich Österreicher. Auch die beiden Lager Plazsow und Sajmiste wurden von Österreichern kommandiert.  
 
Die erschütternde Opferbilanz dieser Lager zählt für Treblinka zwischen 700.000 und 900.000, für Sobibór zwischen 225.000 und 250.000 und für Sajmiste zwischen 47.000 und 54.500 Menschen. In Theresienstadt waren Opfer zu beklagen und in Plazsow ist die Zahl der Opfer unbekannt, liegt aber wohl in den Tausenden. Daraus folgt, dass allein die österreichischen Lagerkommandanten in Summe für ca. 1-1,3 Millionen Opfer der Konzentrations- und Vernichtungslager verantwortlich waren.  
 
Hinzu kämen noch die zusätzlichen Verantwortungsbereiche von österreichischen NS-Verbrechern wie Ernst Kaltenbrunner, Odilo Globocnik, Hanns Rauter oder Arthur Seyß-Inquart, die in dieser Aufzählung nicht zum Tragen gekommen sind. Eigentlich sollte man auch wissen, dass der Oberverantwortliche des Holocaustes, Adolf Hitler, ebenfalls Österreicher war. Mit dem nicht sehr intelligenten und in der Schule sitzengebliebenen Rudolf Höß hatte der Österreicher Odilo Globocnik wahrscheinlich bewusst einen Deutschen zum Leiter des schlimmsten Lagers der Nazis in Auschwitz gemacht. Höß hatte nie Fragen gestellt und jeden Befehl als Gesetz ausgeführt. 

 

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