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Deutsche und Polen fordern historische Wahrheiten

Veröffentlicht in : Nachrichten, Aktuelles




polnisch-deutsches Geschichtsbuch muss wartenZu einer ehrlichen Auseinandersetzung mit der Vergangenheit haben Bischöfe aus Deutschlands und Polen zum 70. Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkriegs aufgerufen und sich damit erstmals offen auf die Seite einer überwältigenden Mehrheit der Bürger beider Länder gestellt, die es mehr als nur eine Notwendigkeit betrachten im Sinne einer echten Versöhnung die ganze Wahrheit einer unrühmlichen deutsch-polnischen Vergangenheit zur Diskussion auf den Tisch zu legen. Der Mut der katholischen Kirche, vor allen Dingen in Polen, einen solchen Aufruf gerade an die Adresse der Politiker beider Staaten zu richten, die selbst 64 Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkrieges noch Mörder decken und Genozide verschleiern, wertet die seit Jahren durch unzählige Skandale und Besucherschwund angeschlagene Kirche enorm auf und zeigt einmal mehr, welche wichtige Rolle der Klerus am Erhalt des Friedens, zur Freundschaft und Liebe beitragen kann.

Bischöfe für Versöhnung über die Wahrheit

In einer in Berlin und Tschenstochau gleichzeitig veröffentlichen Erklärung haben katholischen Bischöfe Deutschlands und Polens aber auch mit Recht davor gewarnt die damaligen Verbrechen propagandistisch auszubeuten und gegenseitige Ressentiments zu schüren. Gleichzeitig verurteilte man den deutschen Angriffskrieg und die Nachkriegsvertreibungen, wobei auf polnischem Wunsch hin ausdrücklich darauf verwiesen wurde, dass das eine Verbrechen das anderen nach sich zog.

Katholische Kirche zeigt mentale Stärke

Der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch sagte zu diesem fragilen Thema, dass die Wunden zwischen Deutschen und Polen noch nicht in der gleichen Weise verheilt seien wie zwischen Deutschen und Franzosen. Die katholische Friedensbewegung Pax Christi in Deutschland lobte diese bischöfliche Erklärung zur Wahrheit im Umgang mit der Geschichte. Am Sonntag feiern die Bischöfe aus beiden Ländern einen gemeinsamen Gedenkgottesdienst in Berlin. Es ist damit zu rechnen, dass sich zu dieser Messe sehr viele Menschen auf den Weg machen.

Aller Ärger fing mit den Kaczynskis an

Vor allen Dingen sind es Politiker die gerade in den letzten Jahren kaum zur Wahrheit der Geschichte im Zeichen des Versöhnungswillens der Bürger beider Nationen beitragen. Während in Polen seit der Kaczyński Übernahme, regelmäßig antideutsche Ressentiments durch Politiker geschürt werden, beschränken sich solche aus Deutschland auf die polnische Uneinsichtigkeit im Bezug auf die mörderischen Umstände der Vertreibungen von Deutschen und anderen Minderheiten der 30er und 40er Jahre.

Politiker wollen keine Wahrheiten

Ehrungen von damaligen Vertreibern wie z.B. Jozef Kuras in Zakopane, durch den polnischen Präsidenten Kaczynski und die zuletzt in Polen aufgefundenen Massengräber tausender deutscher Frauen und Kinder, die sehr unwürdig exhumiert wurden, beweisen dass zumindest aus dieser Richtung eine ehrliche Versöhnung mit den Deutschen nicht erwünscht ist. Die von den Bischöfen geforderten Versöhnung über die Wahrheit wird aber auch von deutschen prominenten Politikern aus Reihen der SPD, Grünen und Linken blockiert, denn die ehrliche Aufarbeit der Geschichte wird ja ohne Zweifel mit sich bringen, dass auch die meisten Deutschen wehrlose Opfer jener schlimmen Zeiten waren, die erst mit dem Fall der Berliner Mauer endeten.

Kommentar:

Warum keine Gesine Schwan, ein Herr Steinmeier oder eine Frau Roth eine ehrliche geschichtliche Aufarbeit zur Grundlage der deutsch-polnischen Versöhnung für überflüssig halten, hängt von zwei Faktoren ab. Frau Roth gehört einer Partei an die hauptsächlich von ausländischen Minderheiten in Deutschland lebt, wozu auch Hundertausende Polen und Polenstämmige Bürger gehören. Bei der SPD ist das ganze Thema schon etwas komplexer und hängt mit der eigenen sozialdemokratischen Geschichte zusammen, die vor allen Dingen seit dem Kriegsende kaum Mitleid für auch deutsche Opfer des Terrors der Jahre 1938 bis 1950 Raum bot. Der gewissenlose Umgang mit deutschen Kulturhinterlassenschaften und privatem Eigentum in Mittel- und Osteuropa durch SPD Kanzler Willi Brand und sein Wille zur Anerkennung der DDR bewiesen schon vor fast 40 Jahren, dass der SPD jedes Mittel gegen die eigene Nation recht war. Wessen Geistes Kind die SPD wirklich ist, könnte aber über die Wahrheit der Geschichte herauskommen.

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Geschichtliche Aufarbeitung durch Partei

Geschrieben von: Ralf Thielemann () am 29-08-2009 11:07

Geschichtliche Aufarbeitung durch Partei

Geschrieben von: Ralf Thielemann am 29-08-2009 11:07

Warum wird eigentlich die CDU/CSU nicht auch erwähnt, wenn es darum geht die Parteien zu nennen, die an einer geschichtlichen Aufarbeitung NICHT interessiert sind? Frau Merkel hat sich doch bisher nicht ein Mal konstruktiv geäußert, im Angesicht der Marienburger Opfer, die nicht nur durch die polnische Presse verhöhnt wurden. Geschichte wird passend gemacht, es finden sich Leute, die für ihre Lügen noch Bundesauszeichnungen erhalten und ihren hochdotierten Judaslohn nehmen. Das Erbe Reuter, Adenauer & Co. wird mit verschwiegen und mit Füßen getreten.

 

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