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Polen traut dem Frieden nicht

Veröffentlicht in : Nachrichten, Schlagzeilen




Polen WaffengesetzDie einflussreichste, parteiübergreifende Gruppe im polnischen Parlament (Sejm), die Kommission "Przyjazne Państwo", welche sich um die Imagepflege Polens in der Welt bemüht, scheint etwas vom Wege abgekommen zu sein, denn sie möchte nun in einer Gesetzesänderung den Zugang der Bürger zu Schusswaffen erleichtern bzw. durchsetzen. Nach Angaben einiger ihrer Mitglieder sei die Popularisierung von Waffen notwendig, da der Frieden in der Grenzregion wohl nicht ewig anhalten werde und es keine professionelle Armee gebe, die Polen gegen ausländische Aggressionen verteidige. Die Autorin dieser Idee "Pistolen für alle" ist eine Stiftung Namens "Fundacja Rozwoju Strzelectwa", die mit ihrem Vorschlag bei der Sejm Kommission auf offene Augen und Ohren stiessen. Während ihrer jüngsten Zusammenkunft haben der Ausschuss und die Stiftung einstimmig beschlossen, hierzu einen Entwurf im Sejm einzubringen um eine rechtliche Stellungnahme zu erhalten.

Man traute wohl selbst seinen Ohren und Augen nicht als eine derartige Nachricht wie "Waffen für alle" vom staatlichen Fernsehen TVP am Abend verbreitet wurde, doch inzwischen wurde sie durch einige prominente Parlamentarier bestätigt. Demnach heisst dieser Vorschlag zur Gesetzesänderung "Vereinfachungen bei der Beschaffung von Lizenzen für Waffen". Der Grund sei die "prekäre" Zukunft Polens und als "verdächtig" bewertet man gar die aussergewöhnlich lange Periode der Ruhe an den Grenzen des Landes.

"Ein solcher Zustand wird nicht ewig halten. Schon in der Vergangenheit hatten wir Zeiten in denen man der Meinung war, dass unser Land für Jahrhunderte nicht bedroht sein werde, doch wir haben uns schmerzhaft täuschen müssen. Von daher ist es notwendig die Hebel in bewegung zu setzen, denn unsere heutige professionelle Armee ist wohl nicht in alleine in der Lage Polen vor potenten Angreifern zu schützen. Man kann dieses Manko nur dahingehend kompensieren, indem man auch das Volk bewaffnet." - liest man staunend in der Begründung des Entwurfes zur Änderung der Waffengesetze.

Polen baut seit dem Frühjahr eine Berufsarmee mit 120.000 Mann auf. Doch die Kosten hierzu sind gewaltig. Derzeit gehören 125.000 Soldaten den Streifkräften an, hiervon sind bereits 80.000 Berufssoldaten. Viele polnische Politiker fühlen sich wegen der offenen Kostenfrage und Zweifeln an der Effizienz der Truppe nicht ausreichend geschützt. Deshalb rufen jetzt Opportunisten mit Obsessionen zu Waffen und Kriegen nach einem "Volkssturm". Irre, wirklich Irre diese Menschen.


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Schwer zu sagen,

Geschrieben von: Monty71 () am 15-07-2009 09:51

Schwer zu sagen,

Geschrieben von: Monty71 am 15-07-2009 09:51

welche Auswirkungen das haben könnte. 
 
Sowohl in der Schweiz als auch ín den USA sind Waffen für den Bürger erhältlich. Darüber hinaus haben die Schweizer Reservisten ihre Waffe im Schlafzimmer. Wobei ich jetzt nicht weiß, ob das immer noch so ist. 
 
Fakt ist, daß es in den USA massenhaft Morde gibt, die genau so hochgerüsteten Schweizer hingegen ermorden einander nicht häufiger als die Deutschen. 
 
Kann gut gehen, kann auch böse ins Auge gehen. 
 
Leute, die wenig Geld haben gibt es in Polen durchaus so häufig wie in den USA. Und auch das polnische Sozialsystem ähnelt ehr dem Amerikanischen als dem der Schweiz. 
 
Eine Legalisierunug von Waffen in Polen würde also eher zu amerikanischen Verhältnissen führen als zu Verhältnissen in der Schweiz.

 

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nichts gelernt - Augen auf ?!

Geschrieben von: Jürgen Buch () am 10-07-2009 20:21

nichts gelernt - Augen auf ?!

Geschrieben von: Jürgen Buch am 10-07-2009 20:21

die USA haben für zu erwartende Unruhen über 800 KZ-ähnliche Einrichtungen, die Kriminalitäts- und Mordrate ist eine der höchsten der Welt - wollt ihr dahin ? 
Man sagt, die deutschen Grenzbewohner hätten Angst wegen 8-fach höherer Überfälle, nun auch die Polen ? Wer überfällt hier eigentlich wen ? Die Polen sollen sehr gläubig sein - so einer ruht fest in sich selbst - aber wo ruht dann der Pole, wenn er so Angst hat ? Er sollte vielleicht die eigenen Landsleute noch mehr in die Kirche schicken ... und die Polizei besser ausrüsten ! 
ciao

 

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Re: Waffen für alle

Geschrieben von: Tomek () am 10-07-2009 15:33

Re: Waffen für alle

Geschrieben von: Tomek am 10-07-2009 15:33

In Polen sind Schusswaffen ausschließlich Insignien des Staates und bisher ein Tabu-Thema für Privatleute. Nur Jäger sind eine Ausnahme und auch diese dürfen nur eine Langwaffe zur Jagd besitzen. Ich kenne von meinen Bekannten niemanden, der jemals eine echte Waffe besessen hätte. Schützenvereine gibt es fast keine. Selbst Wachpersonal hat Probleme an Waffen zu kommen. 
 
Zur Situation in Westeuropa: 
 
Es gibt in Deutschland bis zu 10 Millionen legale und 20 Millionen illegale Schusswaffen in Privatbesitz. In der Schweiz darf jeder Wehrpflichtige nach dem Wehrdienst sein Maschinengewehr zur Landesverteidigung mit nach Hause nehmen. Insofern ist diese Idee nichts außergewöhnliches. Oder wenn man an die USA denkt, wo es Home Defense uä. gibt. 
 
Man hätte diese Idee 1939 umsetzen müssen, statt sich von den Russen und den Deutschen überrollen zu lassen.

 

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Donnerstag, 9. Juli 2009
 

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