Warschau - Es gab im 21. Jahrhundert noch keinen Kriminalfall bei dem Ermittler, Zeugen, Experten und sogar Politiker so viele widersprüchliche oder gar sinnlose Angaben machten wie nach dem Flugzeugabsturz vom 10. April nahe der russischen Stadt Smolensk. Man muss schon blind und taub sein, um nicht zu verstehen, dass hier eine ganz Menge krumm läuft, auch wenn zentralgesteuerten Medien sich größte Mühe geben alles gerade und nachvollziehbar zu biegen. Heute genau vor zwei Monaten geschah diese größte Katastrophe der polnischen Nachkriegsgeschichte und es scheint, dass man der Wahrheit zu den Ursachen der Tragödie noch nicht einen Schritt weiter ist. Große Fortschritte machen aber auf der anderen Seite die Verschleierer eines wahrscheinlichen Attentates auf den polnischen Präsidenten und anderen hochrangigen Köpfen Polens, denn sie bringen tagtäglich immer mehr durcheinander und behaupten nach wie vor, dass der Flugzeugabsturz von Smolensk ein Unfall war, ohne hierzu auch nur den Ansatz eines Beweises zu haben. Erst am Donnerstag war wieder einmal ein polnischer Minister zum Showdown in Moskau, aber lesen Sie doch einfach was er uns hierüber zu sagen hat.
Polnische Blackbox "macht" Probleme
Innenminister Jerzy Miller wollte eigentlich erst Ende Mai wieder in die russische Hauptstadt fahren, um nach dem Stande der Ermittlungen der weltberühmten polnisch-russischen Untersuchungskommission zu fragen. Nachdem er am Mittwoch Morgen geheimnisvolle Andeutungen gemacht hatte, verschwand er kurz darauf in einer Linienmaschine und tauchte dann am Nachmittag plötzlich auf einer Pressekonferenz in Moskau wieder auf. Was er dann zu sagen hatte war wie üblich nicht viel und nach alledem was bisher schon geschehen war, auch keine große Überraschung: "Ich habe soeben erfahren, dass wir ein kleines technisches Problem haben. Unsere Blackbox aus der Tupolew scheint zeitlich nicht analog mit den russischen Flugschreibern gelaufen zu sein. Wir vermuten dass die Ursache hierzu dem Alter unserer Box zuzuschreiben ist. Das Autorevers stotterte und hatte somit ein Problem das Band rechtzeitig umzudrehen. Aber ich habe heute zumindest die Unversehrtheit des originalen russischen Stimmenrekorders, der in einem Tresor der Luftfahrtbehörde liegt, ohne Zweifel bestätigen können" - sagte der überfordet wirkende Minister.
"Ministerin im Widerspruch"
"Polskaweb" hatte schon im frühen Stadium der Ermittlungen über Dubiositäten bei den Obduktionen und Identifikationen der Opfer des Flugzeugabsturzes berichtet. Ein Anwalt von 5 Familien die Angehörige bei der Katastrophe verloren hatten, bestätigte jetzt vollumfänglich unsere frühen Berichte und legt sogar noch jetzt in einem aktuellen Interview mit der Tageszeitung "Rzeczpolita" kräftig drauf: " Die Verwandten der Toten sind sich überhaupt nicht sicher, ob die Russen überhaupt Autopsien durchgeführt haben. Die an der Absturzstelle eingesammelten Leichen sollen angeblich mit Hubschraubern in ein forensisches Institut nach Moskau gebracht worden sein. Obwohl nur kurze Zeit später eine Gruppe polnischer Spezialisten nach Moskau flog um an den Identifikationen und Obduktionen teilzunehmen, wurden sie bereits am Eingang mit der Behauptung abgewiesen, dass man schon alles gemacht habe. Gesundheitsministerin Ewa Kopacz hatte sogar in den Medien behauptet, an den Identifizierungen der Opfer teilgenommen zu haben. Dies kann nicht stimmen, und entgegen früherer Aussagen der Ministerin hatten auch Angehörige keinen Zugang zu visuellen Identifizierungen" - erklärte Opferanwalt Rafal Rogalski.
Black- Box Aufnahme manipuliert ?
Während Ewa Kopaczs Gesicht nun auch neben Putin, Tusk, Komorowski usw. in den unabhängigen Medien bereits auftaucht, wurde vermittelt, dass nun doch nicht Luftwaffen- General Andrzej Blasik an den Schalthebeln der Tu-154 zum Zeitpunkt der Katastrophe saß. Auch die angebliche Anwesenheit von Kaczynskis Protokollchef Mariusz Kazan kurz vor dem Absturz wird jetzt dementiert, da sich nun keiner mehr meldet der dessen Stimme erkannt haben will. Ebenso behauptet nun ein Pilot des Geschwaders von Blasik, dass er nach Moskau geschickt wurde um die Stimme seines ehemaligen Vorgesetzten zu identifizieren, wozu ihm ein Teil des Voice-Rekorders vorgespielt worden sei. Tatsächlich habe er die Stimme des Generales auch erkannt, aber nicht an der Stelle am Ende des Bandes wo sie sich jetzt befindet, sondern mindestens 15 Minuten vorher, wofür er auch unterschrieben habe.
"Russischer Fluglotse lieferte falsche Daten"
Polnische und russische Medien sowie Piloten scheinen sich derzeit auch einig darüber zu sein, dass der verschwundene mysteriöse Fluglotse dem Piloten "unabsichtlich" falsche Angaben gemacht haben könnte. Tatsächlich scheint der Mann, wenn er denn zuletzt überhaupt etwas gesagt hatte, nicht nur die Sichtweite um 50% von 800 auf 400 Meter reduziert, sondern auch falsche Höhen- und Kursangaben gemacht zu haben, fanden polnische Militärpiloten zuletzt anhand der unvollständig aus Moskau gelieferten Flugschreiber- Auslesungen der Präsidenten Tupolew heraus. Eine Anfrage von Opferfamilien über den Zustand des Lotsen zur Katastrophenzeit, also ob er nüchtern und im vollen Besitz seiner Gedanken war, wurde bisher nicht beantwortet. Sicher wurde der Mann nicht einmal auf Alkohol getestet. Polnische Staatsanwälte und ein militärischer Ausschuss sollen sich jetzt um die "Hypothese" kümmern, dass der russische Fluglotse falsche Daten geliefert habe.
Tupolew hatte doch Landerlaubnis
Eine ganz neue Erkenntnis lieferten Moskau und Warschau auch mit der Behauptung, dass die am 10. April vor der Tupolew auf dem Militärflughafen bei Smolensk gelandete Jak-40, mit einem Tross polnischer Journalisten an Bord, wegen dem angeblichen Nebel gar keine Landeerlaubnis vom Tower bekommen habe. Die Besatzung hat jedoch dieses Verbot ignoriert und ist trotzdem gelandet, meldet der regierungsnahe polnische Fernsehsender TVN24. Der Pilot sagte allerdings später, dass er kein derartiges Kommando gehört habe. Ganz anders verhielt es sich aber wohl mit der dann herannahenden Tupolew mit Lech Kaczynski. Aus den Stenogrammen ihres Stimmenrekorders entnimmt man zwar Warnungen vor schlechtem Wetter, aber zu keinem Moment eine Verweigerung der Landung durch den Tower, was einer Zustimmung gleichwertig war. Es gibt noch viele weiter Informationen, vor allen Dingen aber Desinformationen aus Moskau und Warschau.
"Täter" am Lügendetektor
In 10 Tagen wird in Polen ein neuer Präsident gewählt, bis dahin werden Sie noch öfters Meldungen wie "Russische Soldaten fleddern Opfer von Flugzeugabsturz" usw. hören. Das ist halt Politik für Dumme und einzig Futter für abhängige Medien. Man muss sich nur mal auf der Zunge zergehen lassen, dass da drei junge Soldaten der russischen Luftstreitkräfte, alle angeblich einschlägig vorbestraft, die Absturzstelle in Smolensk sichern sollen, stattdessen aber den zerstückelten Toten die Taschen leeren und nicht einmal zwei Stunden später mit einer so gewonnenen Kreditkarte und ohne Pin- Code Gelder von einem Bankautomaten im mindestens 5 Kilometer entfernten Smolensk abheben. Dann werden sie angeblich gefasst und festgenommen. Dies wird dann dementiert und später dann doch bestätigt. Gestern meldeten russische Medien, schon im leichten Schmunzelton, dass die Täter nun (trotz Geständnis) an einen Lügendetektor angeschlossen werden sollen. Wie dumm muss ein Journalist nur sein so etwas zu verbreiten und wie dumm erst die Leser.
Flugziel über Meaconing manipuliert ?
"Polskaweb" ist davon überzeugt, dass die Navigationssoftware des Autopiloten der Tu-154M über Meaconing- Signale manipuliert wurde was in der Folge das Flugzeug dann zum Absturz brachte. Dies kann man eigentlich sehr einfach anstellen, indem man z.B. dem Autopiloten kurz vor dem geplanten Aufsetzen eine anderes Ziel eingibt. Optimal läuft es dann aber erst, wenn auch der Lotse mitspielt wie offenbar hier geschehen. Durch die Eingabe eines anderen Flugzieles kam die Tupolew von der Ideallinie zur Landebahn um 37 Grad ab. Gleichzeitig ging sie fast steil herunter. Trotzdem bestätigte der Lotse aber, laut Auslesungen Flugschreiber, dass man sich auf optimalem Wege und richtiger Höhe befinde, was auch die ignorierten Taws- Warnungen erklärt. Den Rest erledigte eine in den Rumpf abgefeuerte Bodenluftrakete, was die enormen Zerstörungen dieses Flugzeugteiles beweisen und ein paar mit Flammenwerfen etc. bewaffnete Agenten in Feuerwehruniform, die sich um die Überlebenden kümmern. Viele könnten es gewesen sein, denn es gab einige kleine Feuerstellen.
Verantwortliche müssen Farbe bekennen
Ermittler, Medien und Politiker haben sich in einem Netz von Lügen, Verschleierungen und Unkenntnis verfangen, da der wahrscheinliche Anschlag auf die Insassen der Tupolew das Werk von Amateuren war. Jetzt wird man so langsam Farbe bekennen müssen, aber hierbei zumindest noch versuchen, dies als unabsichtlich provozierten Unfall zu tarnen. Auch hierüber hält Sie "Polskaweb" auf dem Laufenden.
Unser Foto zeigt übrigens nicht strahlenden Sieger bei der Oscar Verleihung, sondern den polnischen Innenminister Jerzy Miller mit Russlands Chef- Ermittlerin bei der Luftfahrtbehörde MAK Tatiana Anodina am Mittwoch in Moskau.
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