Das Institut des nationalen Gedenkens (IPN) in Polen arbeitet schon seit Jahren schon an einer neuen Identität des Landes, denn Zu viel Dreck hatte man seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion, vor allen Dingen aus Richtung des jüdischen Volkes, schon über die Häupter des heldenhaften Polen geschüttet, was dringendst einer staatlich organisierten Bereinigung bedurfte. Doch spätetestens nachdem man, im Interesse des polnischen Präsidenten Lech Kaczynski über seinen Freund und Intimus Janusz Kurtika als Leiter des IPN, den legendären Lech Walesa nachträglich zum Agenten des ehemaligen kommunistischen Geheimdienstes SB gemachte hatte, steht diese Behörde im Verdacht den Auftrag zu haben Polens Geschichte manipulativ ins "rechte" Licht zu rücken. Nach dem Motto: "Wir sind Helden und wir waren nur Opfer und deshalb müssen wir uns weder rechtfertigen noch entschuldigen" bringt nun das IPN offiziell in Umlauf dass bis zu einer Million Polen an der Rettung der Juden "vor der Gaskammer" beteiligt gewesen sein sollen und verhöhnt damit die Opfer der Pogrome von Jedwabne, Radziłów, Kielce und andererorts.
Die Aktion: "Polens unbekannte Helden" soll nach Aussage des IPN daran erinnern, dass während des zweiten Weltkrieges bis zu einer Million Polen ihre jüdischen Nachbarn vor den mordlüsternden "Hakenkreuzlern" versteckt hatten, wobei viele von ihnen wegen Unterstützung der Juden dann selbst den Tod gefunden haben sollen. "Wer ein Leben rettet, der rettet die ganze Welt" heisst es in der Ehren-Urkunde zur Talmud Medaille die den "Gerechten unter den Völkern" durch die jerusalemer YAD VASHEM Kommission zuerkannt wird. YAD VASHEM ist auch Erinnerungsstätte an die Helden und Märtyrer des Holocaust. Lt. IPN sollen 6066 Polen die Juden vor dem Tode retteten diesen Orden bereits erhalten haben. Polens Institut des nationalen Gedenkens, welches sich nach eigenen Angaben auf die Geschichtsforschung und auf Berichte zum Holocaust beruft, schreibt auf dem für diese Aktion extra eingerichteten Internetportal (zyciezazycie.pl), dass schätzungsweise bis zu eine Million Polen sich wahrend des Holocaustes für die Rettung von Juden engagierten. Durch dieses uneigenützige und lebensgefährliche Engagement seien so bis zu 100 000 Juden vor dem sicheren Tode gerettet worden.
Das IPN verweist auf ihrem jüngsten Internetauftritt ebenso unaufhörlich darauf, dass "Polens unbekannte Helden" nicht zögerten für die Rettung von Juden ihr eigenes Leben und das ihrer Familie herzugeben und beschreibt anhand einiger Beispiele was den Menschen geschah die Juden vor dem Zugriff der SS und Gestapo versteckten. Demnach sollen Polen die Juden versteckten samt ihrer Familie zur Strafe hingerichtet worden sein. "Deutsche sind im Dorf Rekówka am 15 März 1942 erschienen und haben sich Anhand einer Liste die hier lebenden jüdischen Bewohner gegriffen. Danach haben sie die Ortschaft durchsucht und bei einer polnischen Familie 5 versteckte Juden gefunden. Daraufhin hat man den Polen und seine Frau direkt durch einen Schuss in den Hinterkopf in der eigenen Scheune getötet und kurz darauf auch die 10- und 12-jährigen Söhne der beiden. Am nächsten Tag kamen sie auch in das Nachbardorf Ciepielów und töteten 33 Polen weil sie dort ebenso in den Scheunen der Bewohner versteckte Juden fanden" - beschreibt das IPN die nach ihrer Ansicht typischen Folgen der Entdeckung von durch Polen versteckte Juden.
Die Berichte vom Märtyrertum einiger Polen die Juden gerettet haben sollen fanden wir erstmals schon im Januar diesen Jahres in der rechten Gazete "Czas" ( www.nczas.com/publicystyka/zgineli-za-pomoc-niesiona-zydom ) und jetzt dann neuerdings auch beim IPN ( www.zyciezazycie.pl ) . In der "Czas" war es damals eine Antwort auf die Vorwürfe des in Polen geborenen US Historikers Jan T. Gross, der in zwei Büchern die Beteiligung Polens am Holocaust und dessen Stillschweigen zu den Mordaktionen der Deutschen in Polen anklagte. "Im Juli 1941 ermordeten christliche Bewohner des polnischen Städtchens Jedwabne ihre jüdischen Nachbarn, 1600 Männer, Frauen und Kinder..." - heisst es im ersten Buch von Gross über den Pogrom von Jedwabne wozu Polen bis heute noch kein relevantes Bedauern geäussert hat. Im zweiten Band erwähnt er auch den Pogrom von Kielce, geht aber mehr auf den allgemeinen polnischen Antsemitismus ein. Kielce und Jedwabne waren im Übrigen keine Einzelfälle von polnischen Mordaktionen gegen Juden. Schon drei Tage vor dem bekannten Pogrom von Jedwabne am 10.07.1941 verbrannten in einer Scheune der Ortschaft Radziłów 800 Juden bei lebendigem Leibe ( www.radzilow.com/bikont.htm ).
Bekannt ist dass in nicht wenigen Ortschaften wurden Juden durch polnische Hände starben, selbst wenn man dort nur eine Familie fand. Es gibt hierzu Aussagen "en Masse" von Zeitzeugen, unter diesen auch viele Polen. Ebenso ist auch bekannt dass unzählige Verstecke von Juden durch Polen verraten wurden. Radziłów ist bisher in der Literatur wenig in Erscheinung getreten, obwohl es ein absolut eindeutiges Zeichen für die polnische Beteiligung am Holocaust war, denn hier waren sogar Kämpfer der polnischen Heimatarmee (AK) mit ihren rotweissen Armbinden am Massaker beteiligt, was ein Gerichtsprozess nach dem Krieg beweist bei dem 7 dieser Mörder von Radziłów veruteilt wurden, wenn auch nur zu symbolischen Strafen. Grund genug für den polnischen Präsidenten Kaczynski wieder einmal polnische Mörder durch seinen IPN Freund Kurtyka zu Helden zu machen, wie zuletzt den grausamen Vetreiber Jozef Kuras in Zakopane, der ebenso Mitglied der AK war wie auch die Eltern von Lech Kaczynski. S. Link: www.polskaweb.eu/brachten-verraeter-die-polnische-heimatarmee-um-den-erfolg.html - Im Übrigen besteht kein Zweifel daran dass polnische Mitbürger auch jüdischen Nachbarn geholfen hatten und vielleicht sogar dafür hingerichtet wurden, doch die Behauptung dass bis zu eine Million Polen in diesem antisemtischen Klima Juden vor den Nazis versteckt hätten, ist nahezu ein Hohn auf die Opfer von Jedwabne usw. Polen macht somit weiterhin keine Anstalten zur eigenen Geschichte hundertprozentig zu stehen um eine neue Ära einzuleiten. Das kann auf die Dauer nicht gut gehen.
Der polnische Antisemitismus ist kein Novum und schon kurz nach dem II weltkrieg gab es erste Hinweise auf Beteiligungen von Polen an Verbrechen gegen das jüdische Volk während der Nazizeit und es folgte ein immer deutlicher werdendes Bild über ein stillschweigendes Einverständnis einer breiten Masse der Polen mit diesem Holocaust. Deutlich angeklagt wurde neben Nazideutschland auch Polen in den 80er Jahren in dem mehrstündigen Dokumentarfilm "Shoah"des französischen Regisseurs Claude Lanzmann der während seiner 11-jährigen Reise vor allen Dingen durch Polen noch unzählige lebende Zeitzeugen befragen und filmen konnte. Die in diesem Film unverkennbare Deutlichkeit eines lebenden landesweiten polnischen Antisemitismus und die hierbei in der Holocaust Frage deutlich hervorgehobenen Emotionen der polnischen Zeitzeugen strafen schon damals den heutigen Behauptungen des IPN Lügen. Klar bewiesen ist auch dass noch vor der Uraufführung von "Shoah" in Paris die polnische Regierung in aller Form bei der französischen Regierung gegen den Film protestierte und verlangte ein vollständiges Verbot, da der Film das Fortbestehen von Antisemitismus in Polen in zahlreichen Gesprächen zeigt, die Lanzmann in den angrenzenden Städten von ehemaligen Konzentrationslagern führte. Den Film Shoah gibt es seit 2007 als DVD in deutscher und polnischer Sprache.
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