Moskau - 3 Tote und etliche Verletzte fand man nach einem Amoklauf eines Polizisten in einem Moskauer Supermarkt. Die Tat geschah bereits im April diesen Jahres und der Täter könnte straffrei ausgehen, da die Behörden kräftig beim Verschleiern der Umstände des Blutbades im südlichen Moskauer Vororts Zarizin geholfen haben sollen. Der Anwalt der Opfer der Tragödie hat jetzt Video- Aufzeichnungen in Internet gesetzt, um die Öffentlichkeit auf die Schuld des 32-jährigen Täters, der Chef einer dem Tatort naheliegenden Präfektur ist, aufmerksam zu machen. Der bestreitet nämlich die Mordtaten und behauptet, dass er die Tatwaffe nie gesehen haben. Einer seiner Kollegen sagte allerdings schon damals der Nachrichtenagentur Interfax, dass der Täter sie vermutlich bei einem Einsatz beschlagnahmt und dann einfach behalten hatte.
Ersten Ermittlungen im April zufolge, soll der Polizeichef zuerst den Fahrer eines Privattaxis erschossen haben, der ihn zu dem Supermarkt befördert hatte. Dann soll er Inneren des Marktes wild um sich geschossen haben, wobei eine Kassiererin und ein Kunde ums Leben kamen. Sechs weitere Menschen seien angeschossen worden. Als Kollegen des Amokläufers am Tatort eingetroffen waren, soll er diese in eine Schiesserei verwickelt haben, sei dann aber überwältigt worden. Psychologen vermuteten beim Täter eine "schwere psychische Störung, betrunken soll er nach Angaben der Polizei nicht gewesen sein. Das wahre Motiv seiner Tat ist bis heute ungeklärt, wird allerdings durch gefällige Spekulationen in den Medien ersetzt.
Unter den russischen Polizisten gibt es viele Schwerbrecher, die weder vor Mord, Raub noch Entführungen zurückschrecken. So hatte auch Opferanwalt Igor Trunow (trunov.com) sich nicht auf die Ermittlungen der Polizei verlassen und selbst herausbekommen, dass der mordende Polizeichef nicht das erste Mal in dem betreffenden Supermarkt terrorisierte, sondern sehr wohl ein "guter" Bekannter war, der häufig erschien und Warenkörbe mit Produkten aus dem Laden schleppte, ohne diese allerdings zu bezahlen. Verkäufer /-innen, die sich ihm zu widersetzen wagten, soll er mal mit und mal ohne Waffe bedroht haben.
Igor Trunow sagte, dass der Polizist nun alles tun wird um seiner gerechten Bestrafung zu entgehen. So seien inzwischen auch die Fingerabdrücke auf der Tatwaffe wie durch ein Wunder verschwunden. Wie die Pistole der Marke Makarov in die Hände des Täter kam ist nicht bekannt. Sie soll aber früher einem russischen Polizisten gehört haben, der bei einer Schiesserei in Tschetschenien getötet wurde. Igor Trunow hatte sich vor allen Dingen wegen der verschwundenen Fingerabdrücke durchgerungen die Bilder aus den Überwachungskameras des Supermarktes ins Netz zu stellen, denn hier ist nicht nur der Täter gut zu erkennen, sondern auch die Tatsache, das er Fingerabdrücke auf der Waffe hinterlassen haben muss.
General Vladimir Poronin, Kommandeur der Moskauer Miliz, verteidigt weiterhin seinen Untergebenen: "Er ist ein guter Arbeiter, war aber halt nur ein wenig betrunken". Aber sehen Sie selbst was in dieser Nacht in dem Moskauer Supermarkt geschah. Das Video zeigt glasklar den Täter und seine Taten.
Achtung drastische Aufnahmen
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