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Stettin: Tresorknacker entkommen mit 4 Millionen

Veröffentlicht in : Nachrichten, Polizeiberichte




VergrössernWie erst heute bekannt wurde haben Einbrecher am Neujahrstag in der kleinen Westpommerischen Stadt Wałcz (früher Deutsch Krone) 4 Millionen Zloty (ca. eine Million Euro) aus dem Geldschrank einer Wechselstube gestohlen - so behauptet es zumindest der Eigentümer des Geschäftes, der nach Angaben der Polizei in Stettin nicht versichert zu sein scheint. Die Verbrecher hatten vorab gekonnt mehrere Alarmanlagen ausser Betrieb gesetzt und dann den Tresor aufgebrochen. Polizisten ermitteln derzeit, ob es sich wirklich um so einen großen Betrag gehandelt haben könne, da in der Regel eine Wechselstube keine Millionen gelagert hat. Doch der Bestohlene gibt an dass er verschiedene Firmen habe und auch mit Währungen anderweitig spekuliere. Er habe erst kürzlich einen Großteil der verlustigen Gelder von seiner Bank abgehoben. Mit dem Geld seien auch verschiedene andere Wertgegenstände aus dem Panzerschrank gestohlen worden, die teilweise unersetzbar seien - sagte der Wechselstuben- Besitzer. Sollten sich die Angaben des Mannes bestätigen, wäre dieser Raub eine der größten Kriminalfälle Polens der letzten Jahrzehnte.

In Polen sind große Gelder meist enorm gesichert, von daher gibt und gab es in den letzten Jahren kaum spektakuläre Kriminalfälle in diesem Bereich.

Fälle die größeres Aufsehen in Polen erregten:

November 2008

Aus einer Warschauer Kunstgalerie stahlen Diebe Werke der berühmten polnischen Maler Malczewski und Witkiewicz. Die Polizei konnte die Täter bis heute nicht orten, geht aber davon aus dass es sich bei diesem Fall um einen Auftragsdiebstahl handelte. Der Katalogwert beider Gemälde belief sich zum Zeitpunkt der Tat auf ca. eine Million Zloty.

März 2007

Während der Danziger Bernstein- Messe werden einem Aussteller aus Belgien Diamanten im Werte von 1,3 Millionen Euro aus einem Panzerschrank gestohlen. Die Diebe wurden bis heute nicht gefasst.

Juni 2001

In der westpommerischen Metropole Stettin werden Wachmänner einer Geldtransportfirma überfallen und ausgeraubt. Die Beute betrug ca eine Million Zloty.

September 1999

In Niederschlesien wird ein Geldtransporter überfallen. Die Verbrecher nehmen der Schutzbegleitung eine Million US Dollar mit Waffengewalt ab. Die polnische Polizei hatte in diesem Fall allerdings schnell die Identitäten und den Aufenthaltsort der Räuber ermitteln können. Dank der deutschen Polizei konnten die Täter somit schon kurze Zeit nach dem dreisten Raub in Deutschland festgenommen werden.

November 1995

In einem Warschauer Vorort wurde ein Geldtransport überfallen. Man raubte 1.201.988 Zloty. Die Tat war nach Angaben der Polizei gut vorbereitet und ausgeführt.

Der Dezember 1964

Das berühmteste Verbrechen in der volkspolnischen Periode war der Banküberfall ?Unter den Adlern? im Zentrum Warschaus. Gegen 18.35 Uhr fuhr ein Geldtransporter mit den Einnahmen eines Warenhauses vor. Zwei Männer und eine Frau stiegen mit Geldsäcken aus dem Fahrzeug aus, als plötzlich zwei bewaffnete auf sie zuliefen und einer davon sofort schoss. Ein Wachmann wurde getroffen und niedergestreckt. Als der Schütze sah dass dieser noch lebte ging er zu ihm und tötete den Wachmann mit einem Kopfschuss. Beide Täter liefen dann mit einem Geldsack zu einem wartenden Fahrezug in dem ein dritter Täter wartete. Die Beute betrug 1. 336 500 Millionen Zloty.




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Freitag, 2. Januar 2009
 

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