Warschau - Wie hat man doch die im April beim Absturz in Smolensk zerstörte Tupolew mit dem polnischen Präsidenten hauptsächlich in den deutschen Medien deklassiert, von einem alten und nicht mehr zeitgemäßem Flugzeug gesprochen und ihren angeblich desolaten Zustand auch gleich mit der Absturzursache in Verbindung gebracht. Doch man höre und staune, denn diese 20 Jahre alte und unzeitgemäße Maschine soll nach Aussage des polnischen Verteidigungsministers Bogdan Klich alsbald wieder Regierungschef Donald Tusk und auch den neuen polnischen Präsidenten Bronislaw Komorowski transportieren, wenn sie denn wollen. Natürlich wird hierzu nicht die Verschwörungs- Tupolew (101) aus Smolensk wieder zusammengesetzt werden, sondern die absolut identische Schwestermaschine mit der Bezeichnung 102, die noch im russischen Samara zur Generalüberholung weilt. Man erinnere in diesem Zusammenhang auch daran, dass noch vor wenigen Wochen durch Politiker aller Parteien im verächtlichen Ton die Rückkehr der Tu- Nr. 102 nach Polen ausgeschlossen wurde und ihr Verkauf in die Mongolei vorgeschlagen wurde.
In einem aktuellen Interview antwortete Bogdan Klich auf die Frage was denn mit der zweiten TU-154 nun geschehen soll, bzw. ob sie an einen Diktator in Afrika verkauft werde: "Im Moment warten wir auf ihre Rückkehr aus der Reparatur. Wir werden sie natürlich nicht verkaufen, da die Regierung viel Geld für ihre Modernisierung ausgegeben hat, damit sie auf das gleiche technische Niveau erreicht wie ihre bei Smolensk abgestürzte Schwester. Warum sollte sie nicht fliegen? Es handelt sich um eines der sichersten Flugzeuge in Europa. Es ist eine effiziente und moderne Maschine und es gibt keinen Grund sie loswerden zu wollen, bevor man nicht Ersatz in Form eines neuen Langstreckenflugzeuges für VIPs eingekauft hat" - sagte der polnische Verteidigungsminister etwas sehr überraschend.
Die Ursache des Absturzes der Tupolew 101 ist auch nach Aussagen Klichs noch weitestgehends ungeklärt. Klar zeichnet sich aber nach den Recherchen von "Polskaweb" u.a. immer deutlicher ab, dass gemessen an zahlreichen Indizien, einem seltsam naiven und inkompetenten Verhalten von polnischen- und russischen Ermittlern sowie verantwortlichen Politikern, entweder die Tupolew mit Lech Kaczynski an Bord in eine Falle gelockt worden war, entführt wurde, oder im kompliziertesten Verschwörungsfalle Warschau nicht einmal verlassen hatte, sondern die Tupolew 102 an ihrer Stelle, bereits weitesgehends zerlegt, am Smolensker Flughafen "aufgebaut" wurde.
Wie "Polskaweb" schon frühzeitig feststellte, gibt es keinerlei Bilder von Leichen oder Teilen hiervon die konkret der angeblichen Absturzstelle zugeordnet werden können. Hinzu kommt noch, dass auch Angehörige zu Indentifizierungen nach Moskau gefahren waren, welche die Opfer nicht einmal sehen durften. Wir werden in der laufenden Woche zu einer möglichen Vortäuschung eines Verbrechens in Smolensk, einmal mehr mit neuen Erkenntnissen auch zu den wahrscheinlichen Beteiligten an der Verschwörung aufwarten.
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