Warschau - In 10 Tagen wird in Polen ein neuer Präsident gewählt. Nach den Ergebnissen aller bisherigen Umfragen und Prognosen, kommen nur zwei Kandidaten überhaupt für das höchste Amt im Staate in Frage, aber bekanntlich kann ja nur einer gewinnen. In diesem Falle entweder der Kandidat der regierenden Bürgerplattform Bronislaw Komorowski, oder Oppositionsführer Jaroslaw Kaczynski von der Partei Recht und Gerechtigkeit (PIS), der in den letzten Tagen und Wochen dem vermeintlichen Monopolträger für das Präsidentenamt, das Fürchten lehrt. Nur noch 6 Prozentpunkte trennen die beiden Konkurrenten und es kann nach Lage der Dinge schon jetzt zumindest ausgeschlossen werden, dass Komorowski im ersten Wahlgang siegen wird. Kaczynski, im Ausland gefürchtet, in Polen verehrt, hat nach Ansicht von "Polskaweb" sogar die besseren Karten diese Wahl zu gewinnen, denn sein Kontrahent erweist sich zur Zeit immer deutlicher als ungeeignet für eine derartige Verantwortung, wie sie ein Staatsoberhaupt zu tragen hat.
Ganze 6 Prozent trennen Jaroslaw Kaczynski aktuell nur noch von seinem Kontrahenten. Dies zeigt sich um so deutlicher, da alle relevanten Meinungsforschungsinstitute Polens in etwa dieses Ergebnis liefern. Bronislaw Komorowski 41,8 Prozent - Jaroslaw Kaczynski 35,8 Prozent lesen wir z.B. beim Institut "Homo Homini", das für "Polsat News" und "Dziennik" forschte. Aber nicht nur Kaczynskis eigene Popularität wächst, sondern auch die seiner Partei, welche nach zwei Jahren Durststrecke mit ewigen 20 bis 24 Prozent, aktuell nun bei 34 Prozent liegt. Gleichzeitig verlor aber auch Donald Tusks PO und hat ebenso nur noch 6 Prozent Vorsprung auf die Gegenpartei PIS. Die sich seit dem dubiosen Flugzeugabsturz bei Smolensk als hilflos herauskristallisierende PO, hatte alleine in der vergangenen Woche 3 Prozentpunkte verloren.
Warum Tusk und Komorowski trotz der dramatischen Entwicklung immer noch lachen, will die eigentlich immer gut informierte Tageszeitung "Polska The Times" herausgefunden haben. Demnach soll in der nächsten Woche erstmals eine neue vielversprechende Geheimwaffe republikweit zum Einsatz kommen, die Eintausend "Drücker" in Marsch setzen wird, welche mit Broschüren in den Händen von Tür zu Tür gehen und Komorowski promoten sollen. Zielgruppen in diesem Falle sind offenbar Hausfrauen und Rentner die man sanft und ohne den Fuß zwischen Tür und Angel zu setzen, dazu bringen soll für den Kandidaten der PO zu stimmen.
Komorowski weiß, dass er Wunschkandidat Moskaus, Berlins und der Bilderberger für das Präsidentenamt in Polen ist, was auch seine unverständliche Überheblichkeit bei der aktuellen Lage beweist. Wenn auch Kaczynski vielleicht nicht der beste Mann für das angestrebte Amt ist, Komorowski ist es mit Sicherheit noch weniger. Er ist nach Ansicht von "Polskaweb" weder ehrlich noch loyal und hat sein wahres Gesicht nach dem Tode von Lech Kaczynski nicht mehr verstecken können.
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