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Polnische Exporte um 22 Prozent zurückgegangen

Veröffentlicht in : Nachrichten, Wirtschaft




Krise in Polen angekommenIn den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres beliefen sich die polnischen Ausfuhren auf 45,7 Milliarden Euro. Das ist 22,5 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Viele polnische Unternehmen klagen über Schwierigkeiten ihre Waren im Ausland absetzen zu können, da bei ihren wichtigsten Handelspartnern die Rezession wüte. Die Importe Polens sind im ersten Halbjahr 2009 mit nur 49,4 Milliarden Euro Warenwert aber gleichfalls um 30,6 Prozent zurückgegangen, was sich wiederum positiv auf Defizite in den Handelbilanzen auswirkte. Der wichtigste Handelspartner Polens ist nach wie vor Deutschland, wo man von Januar bis Ende Juni 2009 Waren im Werte von 11,9 Milliarden Euro einkaufte. Dies sind 19,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die polnischen Exporte in die Bundesrepublik verringerten sich in diesem Zeitraum um 13,4 %. Wohin die Krise Polen in der nächsten Zeit noch führen wird, hängt vor allen Dingen von den wirtschaftlichen Entwicklungen der Handelspartner Deutschland, Frankreich und Italien ab.

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Polen dürfte durch seine stark schwächelnde Währung seit Jahresbeginn, die sich derzeit aber wieder erholt, beim Export-Rückgang von "nur" 22,5 Prozent noch mal mit einem blauen Auge davon gekommen sein. Auch die Abwrackprämien in Deutschland, Italien und Frankreich, den größten Absatzmärkten für polnische Produkte, hatte dem Export von den zwischen Oder und Weichsel produzierter Kleinwagen einen starken Antrieb verschafft. Alle Staaten der EU klagen natürlich seit Monaten der Krise über starke Rückgänge ihrer Exporte. Polen hatte sich zuletzt in diesem Spektakel, hauptsächlich aus den vorgenannten Gründen, noch mit am besten gehalten. Doch jetzt droht auch hier erstmals die Krise wirklich spürbar zu werden. Es ist unausweichlich, dass in den folgenden Quartalen der Beitrag der Nettoexporte zum BIP weiter sinken wird. Somit werden bis zum Jahresende noch mindestens weitere 300 000 Erwerblose in Polen hinzukommen. Die offiziellen Arbeitslosenzahlen werden schon seit geraumer Zeit beschönigt, nach vernünftiger inoffizieller Kalkulation dürften es aber bis zum Januar 2010 über 4,2 Millionen sein und damit den höchsten offiziellen Stand seit April 2004, mit über 3.6 Millionen (20,5 %) noch toppen.

Einzig asiatische Exporte wachsen in Krisenzeiten besonders stark. China ist derzeit sogar dabei die Bundesrepublik Deutschland als wichtigsten Importeur auf dem polnischen Markt einzuholen. Billig- Produkte und Fälschungen von Luxusartikeln aller Art überschwemmen derzeit Polen und finden raschen Absatz, ebenso wie in anderen EU Staaten. Für viele ist schon keine Gewissensfrage mehr ob man sich einen Schuh für 150.- Euro aus Italien kauft, oder das gleiche Modell aus China für 4.- Euro in einem polnischen Bazar. Es ist vor allen Dingen eine Frage des Geldes welches den meisten Menschen nicht zur Verfügung steht. Das gleiche gilt für den Kauf von geschmuggelten Zigaretten, die in Polen oder Deutschland schon für weniger als die Hälfte ihres normalen Preises zu haben sind. Solche Faktoren in Zusammenhang mit den gängigen Methoden den Bürgern mit immer dreisteren Methoden staatlicherseits das Geld aus der Tasche zu ziehen, tragen nicht nur zur Verschärfung der Krise bei, sondern auch möglicherweise zum Ruin ganzer Volkswirtschaften, denn die verarmende Gesellschaft sucht immere billigere Einkaufsquellen, die man heutzutage nur noch im asiatischen Raume findet.

Für die alten EU Länder wird die gegenwärtige Lage wahrscheinlich noch schlimmste Folgen haben. Noch Niemand und garnichts ist über dem Berg. Polen und andere Neu-Mitglieder der Union werden dann nicht so sehr leiden, denn hier sind die indirekten Steuern, sowie Energiekosten und Versicherungen teilweise um Welten niedriger, was den Menschen auch in Krisenzeiten ein Überleben ermöglicht. In Deutschland und Österreich z.B. haben Arbeiter und Angestellte heutzutage viel weniger Geld zur freien Verfügung als noch im Verhältnis zu den Kosten und Gehältern vor Jahrzehnten, wofür in erster Linie permanent gestiegene Steuererhöhungen, Anhebung von Energiepreisen und Versicherungen veranwortlich sind. In Deutschland begann dieses Dilemma eimal mit gewaltigen Steuererhöhungen auf Tabakwaren, Kraftstoffen sowie anderen Abgaben. Für diese verschleierte Abzocke hatte man damals durch das plötzliche Auftauchen der Grünen willige Mittäter gefunden.

Leider ist es aber heute auch nur noch eine Frage der Zeit, dass Energiekonzernen und Banken sowie deren politischen Hintermännern auch Dariusz Pawlowskis 13-jähriger Sohn für die nächsten 52 Jahre gehören wird. Er wurde zwar nicht wie die meisten Deutschen schon mit Schulden geboren, aber er wird voraussichtlich damit einmal sterben.

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Dienstag, 11. August 2009
 

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