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Virus-Herd USA und der Nachruf auf die Schweinegrippe

Veröffentlicht in : Nachrichten, Aktuelles




Paris Hilton über die SchweinegrippeDie neuesten, eher rückläufigen Zahlen der weltweiten Auswirkung durch den Ausbruch der Influenza-A (Schweinegrippe) H1N1-Virus bestätigen, dass wir alle erst einmal unnötig in Panik und Schrecken versetzt worden sind. Während man in Mexiko inzwischen bereits laut von "Verschwörung" spricht oder das katastrophale Gesundheitssystem des Landes für mutuierende Viren verantwortlich macht, zeichnet sich auch in den USA bereits eine vorsichtige Entwarnung ab. Das "Rätsel" um den eigentlichen Herd der Influenza-A scheint man nun auch immer näher zu kommen, denn Wissenschaftler fanden heraus, dass es weit vor dem Ausbruch in Mexiko bereits Fälle von Schweinegrippe Erkrankungen in Texas und Kalifornien gab. Betroffen waren hierbei vor allen Dingen Menschen die nie in Mexiko waren und auch zu keinen Mexikaner Kontakt hatten. Der Mexikanische Gesundheitsminister Jose Angel Cordoba hatte am späten Freitag Abend eine neue Bilanz vorgelegt. Demnach beklagt man 16 Todesopfer in Zusammenhang mit der Influenza-A, hiervon seien 12 Opfer Frauen älter als 30 Jahre alt.

Keine sonderliche Ausbreitung des Virus


397 bestätigte Grippefälle gibt es zur Stunde hauptsächlich im Großraum Mexiko- City. Durchlaufen haben hierbei die Hospitäler 2498 Peronen die unter H1N1-Grippeverdacht standen. 176 Todesfälle sollen noch untersucht werden. Die Verdachtsfälle legten zuletzt nur noch verhältnismäßig gering zu. Die meisten Erkrankten stammen aus dem sozialen Elend der 20 Millionen Stadt, wo fliessendes Wasser und Hygiene kaum bekannt sind. Sie haben oder hatten fast alle auch andere Gesundheitsprobleme, hierunter z.B. auch Virus- Krankheiten wie HIV oder Hepatitis. Natürlich herrscht in diesen Vierteln wo die Opfer zu Hause waren jetzt eine panische Angst vor der Krankheit und jeder fragt sich wer wohl der oder die Nächste sein wird. Die Menschen sind kaum aufgeklärt und viele melden sich schon mit den geringsten Wehwechen und sei es auch nur um nun mal eines der neuen Krankenhäuser von innen zu sehen, welche bis vor kurzem nur dem Militär zugänglich waren. Hier konnten sie sich denn auch mal richtig waschen, denn 40 Millionen Mexikaner verfügen über kein fliessendes Wasser.

Auch Polen gibt "Influenza-A H1N1" Entwarnung

In den USA bestätigte man offiziell zuletzt 141 Fälle von Influenza A (H1N1) beim Menschen (Quelle: Centers for Disease Control and Prevention). Hier soll auch kürzlich ein Kind dieser Krankheit erlegen sein. Die WHO (World Health Organisation) meldet, dass sich die Influenza A (H1N1) bereits in 15 Ländern verbreite, wobei sogar in Deutschland eine Krankenschwester durch einen Mexiko Heimkehrer direkt angesteckt worden sein soll. Insgesamt sind die Zahlen der Verdachtsfälle auch ausserhalb von USA und Mexiko eher rückläufig denn zunehmend. Die meisten wurden bereits wieder nach Hause geschickt. In Polen hatte man erst in der letzten Nacht zu allen 5 Verdachtfällen im Lande Entwarnung gegeben, hierunter war auch ein Häftling, der nach der Verbüßung seiner Strafe in Texas in die Heimat abgeschoben worden war und aus dem Flugzeug heraus mit hohem Fieber in ein Warschauer Krankenhaus verlegt worden war.

Paris Hilton und die Schweinegrippe


Eines dieser Glückskinder welches sich keine Sorgen um Hygiene und fliessendes Wasser machen muss, ist weltbekannte Hotelerbin Paris Hilton. Die Nachrichten und Updates aus aller Welt zum Thema Schweinegrippe empfängt sie auf ihrem BlackBerry via Twitter oder Facebook. Die erste Panik welche die Meldungen der Boulevardpresse und des WHO zum Thema Schweinegrippe allgemein in Amerika auslöste, schlägt nicht nur bei Paris Hilton langsam in Belustigung oder gar Verärgerung wegen dieser neuen Masche der Politik um. Sie läuft auch natürlich ohne OP Maske und garnicht verängstigt über den Rodeo Drive in Beverly Hills. Von einem Journalisten angesprochen, ob sie keine Angst vor der "Epidemie" habe, antwortete die Schöne, dass sie nicht so ein ängstlicher Typ sei und dem Ganzen Theater um diese angebliche neue Pest sowie wenig Glauben schenkte.

Steine fliegen in Mexiko

Spannungen entstehen allerdings zur Zeit um die Probleme des Gesundheitssystems in Mexiko. Im Bundesstaat Guerrero flogen in der Nacht Steine. Man klagt nicht nur die eigene Regierung an, sondern auch die Weltgesundheitsbehörde (WHO), welche bekanntlich sich überwiegend um das gesundheitliche Wohl der Menschen in den reichen Ländern dieser Erde kümmert. Die Menschen fordern Grippeimpfungen und Hilfen zur Hygiene und anderen Gesundheitsvorsorglichkeiten. Beschuldigt wird auch vor allen Dingen der "Gringo" aus den USA, der mit seinem Besuch kürzlich in dem Land erst Epidemie ausgelöst haben soll, nachdem er selbst geimpft worden sei. Aber auch Al-Kaida, der Ku Klux Klan und andere Verschwörungstheorien ala J.F. Kennedy- oder Palme Mord sind im Umlauf. Dass der Virus höchstwahrscheinlich tatsächlich aus den USA importiert wurde, damit mögen die hilflosen und verängstigten Menschen sogar recht haben.

Horror- Visionen haben sich nicht bestätigt

Seit Beginn dieses Jahres sind in Mexiko schätzungsweise ca. 3000 Menschen an einer normalen Grippe bzw. deren Folgen gestorben. Die Schweinegrippe scheint dagegen harmlos und keine sonderliche Gefahr für ein normal funktionierendes menschliches Immunsystem zu sein. Nach allen bisherigen Erkenntnissen haben die Horror-Visionen der letzten Tage in den deutschen- und angelsächsischen Medien Gott sein Dank nicht bestätigt. Mehr aber war der Auftritt der Schweinegrippe beim Menschen und die hierauf folgenden kläglichen Aktionen des WHO und verscheidener Regierungen dieser Welt, ein Zeichen dafür, dass die Erde teilweise von hilflosen Chaoten und Versagern kontrolliert und dirigiert wird. Auch sollte man nach alledem mal häufiger an die armen und kranken Menschen in den Slums dieser Welt denken, die durchaus in der Lage sein könnten ohne es zu wollen die gesamte Menschheit durch neue ungesunde Mutationen auszulöschen. Die Armen sind auch Spiegel jeder Gesellschaft, mag sie noch so hochnäsig sein.

Polskaweb News hatte bereits am 27.April vor einer unverhältnismäßigen Panikmache der Medien im Zusammenhang mit der Schweinegrippe gewarnt :

Schweinegrippe: Medien verbreiten Panik

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Symptombekämpfung

Geschrieben von: Werner Hupperich () am 02-05-2009 11:50

Symptombekämpfung

Geschrieben von: Werner Hupperich am 02-05-2009 11:50

Es fällt insbesondere auf, dass es sowohl der Poltik im Allgemeinen als auch den "Seuchenbekämpfern" (WHO, CDC, FLI, RKI etc.) primär (und ausschließlich) um die Bekämpfung bzw. Eindämmung bereits eingetretener epidemiologischer Katastrophen zu gehen scheint, und man an der Verhinderung derselben demgegenüber keinerlei Gedanken verschwendet. 
 
Die Entstehung hoch pathogener Virenstrains unter den Bedingungen von Intensivhaltungen (hohe Besatzdichten in Kombination schlechter Hygienebedingungen)ist wissenschaftlich bestens dokumentiert. Sowohl im Fall der Geflügelpest ("Vogelgrippe") als auch im Fall der Schweinemast ("Porkine Influenza).  
 
Insofern fragt man sich, warum nicht ein Teil der vielen Milliarden EUR, welche zur Eindämmung bereits entstandener / freigesetzter Erreger verwendet werden in die Verbesserung der Haltungsbedingungen der Tiere investiert. Etwa in Form von Subventionen zur "Entschärfung" bzw. Vermeidung hoher Besatzdichten und Verbesserung hygienischer Standards in der Tierhaltung. 
 
Anders gesagt: Man bekommt durchaus den Eindruck, dass, statt man die (obendrein bestens bekannten!) Brandstifter dingfest zu machen versucht, lieber Unsummen in die Aufrüstung der Feuerwehr investiert. 
 
Das mag - um diese Metapher beizubehalten - möglicherweise daran liegen, dass die "Feuerwehr" von in diesem ihren Löschaktionen einerseits profitiert, sich schizophrener Weise es sich nicht mit (einflussreichen) Brandstiftern verscherzen mag und ferner eine sinnstiftende Funktion in Bezug auf die eigene Daseinsberechtigung im löschen von möglichst vielen Bränden sieht.  
 
Wie dem auch sei: Mit welchem Eifer die Ursachen und begünstigenden Faktoren bei der Entstehung von Tierseuchen geflissentlich ignoriert werden, fällt unmittelbar auf. 
 
Mit freundlichen Grüßen, 
Werner Hupperich 
 
WAI - Wissenschaftsforum Aviäre Influenza 
www.wai.netzwerk-phoenix.net

 

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