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OSZE schickt wieder Wahlbeobachter nach Polen

Veröffentlicht in : Nachrichten, Polen und EU




Wahlen zum Europaparlament in PolenBeobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) werden die polnischen Wahlen zum Europaparlament am 7. Juni und deren Vorbereitung begleiten. Die OSZE hatte schon bei den vorgezogenen Parlamentswahlen im Jahre 2007 in Polen Beobachter abgesandt, welche allerdings damals von der damaligen Regierung unter Jaroslaw Kaczynski erst einmal vehement abgelehnt wurden. Auch dieses Mal üben vor allen Dingen Politiker der Opposition im Sejm unfreundliche Kritik an der vorgesehenen Wahlbeobachtung. Der Stellvertretende Vorsitzender der "Sejm Kommission" für EU Angelegenheiten Karol Karski bezeichnete die OSZE Mission in Polen als reine "Geldverschwendung". Die ehemalige Aussenministerin Anna Fotyga sagte hierzu, dass die Wahlbeobachtung in Polen sehr unangemessen ist, denn Polen sei ein demokratisches Land in welchem man keine solche Prozesse überwachen müsse. Gelassener sieht dies allerdings die regierende "PO" Partei von Donald Tusk, die darauf hinweist, dass man nichts zu verbergen habe und sich deshalb auch keine Sorgen machen müsse.

Die Mitarbeiter der OSZE werden sich eine Woche lang in Polen aufhalten. Sie werden vorab prüfen wie die Registrierungen ablaufen soll. Hierzu will man vor allen Dingen auch die Einhaltung der Wahlrechte für Ausländer überprüfen. Auch die Finanzierung von Wahlkämpfen, die Teilnahme, Informationen für Wähler bez. der EU-Institutionen und die Frage ob der Wahlkampf etwa nationalen und nicht europäischen Interessen dient, werden Prüfungsbestandteile der OSZE Beobachter sein. Der Leiter des parlamentarischen Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten Krzysztof Lisek (PO) begrüßt sogar die OSZE Maßnahme ("Machen Sie sich keine Sorgen. Polnischen Vorschriften und Verfahren sind transparent.") und freut sich für deren Mitarbeiter welche angesichts des schönen Wetter im Juni auch das schöne Land Polen in aller Pracht geniessen können.

Was die Opposition in Warschau offensichtlich übersehen hat oder nicht weiss, ist dass auch Deutschland, Rumänien, Tschechien und sowie weitere elf EU- Staaten zu den Europawahlen von Beobachtern der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa beehrt werden. Aus organisatorischen Gründen ist die Beobachtermission in allen 27 Ländern der Gemeinschaft nicht möglich. So hat man eine Auswahl aus einem Mix von kleinen und großen sowie alten und neuen EU- Staaten getroffen. Die OSZE hatte im Jahre 2007 zu den Parlamentswahlen Polen einen demokratischen und pluralistischen Wahlprozessbescheinigte, kritisierte aber die unausgeglichene Berichterstattung der staatlichen Medien zu Gunsten der regierenden Partei Recht und Gerechtigkeit (PIS) der Kaczynski Brüder.

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Dienstag, 5. Mai 2009
 

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