Kiew - Nach den Stichwahlen für das Präsidentenamt in der Ukraine, wo sich am Sonntag Ministerpräsidentin Julia Timoschenko und ihr prorussischer Kontrahent Viktor Janukowitsch gegenüberstanden, scheint entschieden. Nach Auszählung von 97,56 Prozent der abgegebenen Stimmen erhielt Janukowitsch 48,49 Prozent, Timoschenko 45,92 Prozent - erklärte am Montag Vormittag der Leiter der Wahlzentren Alexander Turchinov in Kiew. Die Wahlen wurden landesweit von etlichen kleineren Zwischenfällen begleitet. So sorgten vor allen Dingen mehrere junge Frauen für Aufsehen, die halbnackt ausgerechnet in dem Wahllokal für mehr Demokratie demonstrierten, wo Kandidat Janukowitsch zur Abgabe seiner Stimme erwartet wurde. Schon kurz vor Beginn der Wahl warfen sich beide Parteien Wahlfälschung vor, obwohl noch niemand gewählt hatte.
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Man kann davon ausgehen dass die amtierende Premierministerin Timoschenko das offizielle Wahl- Ergebnis anfechten wird. Die Manipulationsvorwürfe in Richtung ihres Kontrahenten haben am Heftigkeit zugenommen. Schon am Sonntag Nachmittag teilte das Wahlkampfteam der Regierungschefin mit, dass man die Ergebnisse aus über 1.000 Wahllokalen in den Hochburgen Janukowitsch nicht akzeptieren werde, da hier Anhänger Timoschenkos aus den örtlichen Wahlkommissionen ausgeschlossen worden seien. Bei Exit- Polls am Sonntag wurde ein Trend von 49 zu 44 für Viktor Janukowitsch gemessen. Wo die Umfragen gemacht wurden, gab man nicht an.
Timoschenko hatte sich gut vorbereitet und sogar hierzu einige Oben-Ohne- Damen effektvoll zum Einsatz kommen lassen."Schluss mit der Vergewaltigung unserer Demokratie" und "Hilfe! Vergewaltigung!" konnte man auf Transparenten lesen, welche die Topless- Frauen mit sich trugen. Mit ihrem Outfit und Texten wollten sie ein Zeichen für den weltoffenen Westen und Timoschenko setzten und sich hiermit deutlich vom russlandfreundlichen Kandidaten Viktor Janukowitsch distanzieren.
© Polskaweb News Artikel vom 8.2.2010
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Kommentar von: der gern in polen lebt () Publiziert am 08-02-2010 17:31