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Pole Nato- Geheimnisse an China verraten ?

Veröffentlicht in : Nachrichten, Aktuelles




Pole Geheimnisse der Nato verraten ?Warschau - Eine gravierende Hypothese über das mysteriöse Verschwinden eines Spezialisten des militärischen Geheimdienstes Polens macht derzeit die Runde. Demnach könnte der inzwischen durch internationalem Haftbefehl gesuchte Chiffrier-Spezialist Stefan Zielonka zu den Chinesen übergelaufen sein. Unwahrscheinlich ist dies keinesfalls, denn der polnische Offizier hatte sehr viel zu bieten. Er kennt die Kommunikations Methoden der NATO-Staaten im Detail, ebenso war er an der Ausbildung von Geheim- Agenten ohne diplomatischen Status beteiligt, welche Polen regelmäßig in die ganze Welt verschickt. Zielonka ist also nicht nur für Moskau oder Teheran, sondern auch für China ein wertvoller Mann, der beim polnischen Geheimdienst viele Jahre für das Verschlüsseln von Nachrichten zuständig war und natürlich nicht nur geheime Übermittlungsverfahren kennt, sondern auch den Inhalt höchstbrisanter Mitteilungen und Anordnungen. Ein Militär-Staatsanwalt hatte kürzlich für weitere drei Monate einen Haftbefehl wegen Desertierung gegen den Gesuchten verlängert.

Stefan Zielonka war im Mai diesen Jahres spurlos verschwunden. Die polnische Abwehr bagatellisierte die Situation mit der Begründung, dass er wahrscheinlich Selbstmord begangen habe. Ermittlungen ergaben dann aber, dass der Offizier sich auf seine "Desertierung" sehr gut vorbereitet hatte. Mit ihm waren nämlich auch seine persönlichen Sachen verschwunden, Bankkonten abgeräumt. Trotzdem war der Leiter des militärischen Geheimdienstes zumindest im Juni noch davon überzeugt, dass der "verlorene Sohn so schnell wieder zurückkomme, wie Blätter von den Bäumen fallen". Inzwischen ist mehr als ein halbes Jahr vergangen und es gibt immer noch keine Antwort auf das Rätsel seines Verschwindens. "Dies stellt nun unsere Abwehr nicht gerade in ein günstiges Licht und stärkt die Hypothese, dass Zielonka zum Verräter wurde" - sagte hierzu erst am Freitag der Leiter der parlamentarischen Kommission zur Überwachung der polnischen Sonderdienste.

Schon vor einiger Zeit hatte man in Warschau ernsthaft in Betracht gezogen, dass der Weg des Geheimdienst- Spezialisten Zielonka ihn in den fernen Osten geführt haben muss. Hierzu muss es konkrete Signale gegeben haben, denn derartige "Gerüchte" wurden von offziellen Stellen in Umlauf gebracht. Und jetzt fragt man sich, ob Zielonka schon seit Jahren Agent der Chinesen war. Die Chinesen sind weltweit im Spionagewesen tätig aber nicht nur, wie man allgemein annimmt, in der Wirtschaft, sondern auch im mlitärischen und politischen Bereich. Ihnen stehen Mittel zur Verfügung, von denen manch ein westlicher Geheimdienst nur träumen kann. Alleine in den USA, Frankreich, Deutschland und Russland könnten nach Meinung von westlichen Geheimdiensten mehrere Tausend Menschen unerkannt für Peking tätig sein. Der russische FSB beklagt schon seit Jahren immer wieder "chinesische Agenten" aufzudecken. Zielonka mit seiner mehr als 20-jährigen militärischen Laufbahn, wäre wohl für jeden anti- westlichen Geheimdienst ein "Sechser im Lotto", vor allen Dingen im Bezug auf sein Wissen über Geheimnisse und Verfahrensweisen der Nato.
 
Wenn Stefan Zielonka tatsächlich für Peking arbeitet und gearbeitet hatte, wäre dies mit erheblichen Problemen für alle Geheimdienste der NATO-Staaten verbunden und gleichzeitig auch ein schwerer Schlag und Gesichtsverlust für Polen und dessen Armee, deshalb versucht man natürlich so lange wie möglich die Selbstmord-Theorie, im Zusammenhang mit den Verschwinden Zielonkas, aufrecht zu erhalten. Der militärische Geheimdienst und die Staatsanwaltschaft behaupten beide nichts sagen zu können, da man sich in einer "schwierigen Situation" befinde und es um die "nationale Sicherheit" gehe. Dies bedeutet, dass wir wohl nie erfahren werden, für wen Zielonka letztendlich tatsächlich spionierte, denn die Geheimdienste sind ja dazu da alles zu verschleiern und hierin sind gerade die Polen äusserst professionell.

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Dienstag, 22. Dezember 2009
 

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