TEL AVIV - Während Israel weiterhin jede Beteiligung am Mord des Hamas- Terroristen Mahmoud al-Mabhouh bestreitet und Deutsche, Iren, Franzosen und Briten ihre mögliche Hilfe zu dem Verbrechen zu relativieren versuchen, ist noch keiner der mutmaßlichen 11 Täter, die mit EU- Pässen aus Europa angereist waren, irgendwo nach der Tat wiedergesehen worden. Dafür brodelt aber die Gerüchteküche umso mehr. Ein hoher Hamas Funktioner soll Mabhouh verraten haben, das Kölner Einwohnermeldeamt (zuständig auch für die Bedürfnisse des Verfassungsschutzes) will einen der biometrischen Pässe für die Killer legal herausgegeben haben und britische Medien machen Israels Premier Benjamin Netanjahu als Auftraggeber des Attentates aus. Vom Geschwätz der Politiker mal abgesehen, scheint kaum jemand, ausser Dubais Polizeichef Jamin, ernsthaft an der Aufklärung des Mordfalles interessiert zu sein. Die deutsche Regierung erstarrte sogar in ihrer Furcht vor israelischen Wutausbrüchen.
48 Vollstrecker warten auf ihre Chance
Das Attentat am 19. Januar in Dubai war ein klassisches Beispiel dafür, wie der Mossad an die Arbeit geht. Um Al-Mabhouh zu töten waren 11 Mörder aus den Reihen der 48 aktuellen Kidons, 42 Männer und 6 Frauen, ausgewählt worden. Kidon (Hebräisch: Bajonett) ist der Name einer Abteilung des israelischen Geheimdienstes Mossad, deren Mitarbeiter darauf geschult sind Entführungen und Morde zu planen und umzusetzen. Die Mordtruppe kam schon vor fast 40 Jahren zu "Ruhm und Ansehen", als sie nach dem palästinensischen Massaker bei den Olympischen Spielen 1972 in München, den Tätern nachsetzte und sie Mann für Mann liquidierte. Als der Kidon die Nachricht bekam, dass man Mahmoud al-Mabhouh töten solle, dürfte dies mehr als nur Glücksgefühle bei den Agenten ausgelöst haben, denn der Hamas Führer hatte unschuldige junge Israelis getötet und jeden Friedensprozess in der Region permanent und brutal gestört.
Raus aus Afghanistan
So gesehen war der erfolgreich verlaufenen Mordanschlag auf den Hamas Mann moralisch möglicherweise gerechtfertigt, aber in einer zivilisierten Gesellschaft war es ein primitives und sehr schweres Verbrechen, was durch ordentliche Gerichte und Staatsanwälte verhandelt und bestraft werden muss. Dies gilt auch für alle Helfer dieses Verbrechen, selbst wenn sie denn Netanjahu, Brown oder Merkel heissen könnten. Selbst Politiker dürfen nicht der Mossad Ideologie vertrauen, in der es u.a heisst, dass das Schweigen der effektivste Weg sei, um Schrecken unter arabischen Feinden zu verbreiten. Die politische Wahrheit muss auf den Tisch, auch wenn in Folge dessen gleich 5 Regierungen stürzen. Für Deutschland wäre dies kein "Beinbruch", da die Merkel Regierungen sowie die schlimmsten Feinde ihres abgesaugten und auswandernden Volkes sind und waren. Dann muss es aber auch heissen: "Raus aus Afghanistan, wo man bereits seit Jahren für Israel die Drecksarbeit macht".
Staatlich bestellter Mord
"Wir töten keine politischen Führern, auch nicht wenn sie extrem sind. Sie müssen politisch behandelt werden. Es wird keine Tötungen von Familien der Terroristen geben, auch wenn sie direkt in den Terrorismus verwickelt sind. Jede geplante Ausführung muss vom amtierende Ministerpräsidenten abgesegnet werden. Jede Ausführung ist also staatlich gefördert und somit einer endgültigen gerichtlichen Strafe nach dem Gesetz gleichzusetzen. Der Henker ist nicht anderes als ein staatlich bestellter, oder rechtmäßig bestellten Henker" - erfährt ein Kidon schon kurz nach seiner Rekrutierung. Zwei Jahre lang wird er dann während seiner Ausbildung auf der Mossad-Akademie in Herzliya bei Tel Aviv lernen, mit welchen Mitteln er die Regeln des Mossad umsetzen darf. Sie lernen wie man einen Menschen mit einer Drahtschlinge erwürgt, eine Autobombe gut plaziert und durch Strom oder eines der von Mossad- Wissenschaftlern entwickelten Giftes tötet.
Israelischer Premier Netanjahu ein Schreibtischtäter ?
Der Plan zur Ermordung von Mahmoud al-Mabhouh wurde höchstwahrscheinlich in einem kleinen Konferenzraum, neben dem Büro von Mossad-Chef Meir Dagan (Geb. Meir Huberman 1945 in Novosibirsk) festgezogen. Nur er selbst weiß, wie viele Male er schon einen Ministerpräsidenten um die "rechtmäßige" Erlaubnis einen Feind umzubringen, gebeten hat. Seine Lizenz zum Töten muss vor jedem Mordanschlag erneut politisch abgesegnet werden. Mahmoud al-Mabhouhs Name auf einem solchen Dokument, von Benjamin Netanjahu unterzeichnet, scheint wahrscheinlich. Zuletzt im Februar 2008 soll ein Team von Dagans- Kidons auch die Nummer 2 der Hisbollah, Imad Mughnijeh, mit einer Bombe in Damaskus getötet haben. Die Mossad- Akte des Opfers enthielt Einzelheiten über die Organisation und Entführung von Terry Waite und die Bombardierung eines US-Marine-Stützpunkt in der Nähe des Flughafens von Beirut, bei dem 241 Menschen starben. Die USA hatte 12,5 Mio. Dollar Prämie auf Mughnijehs Kopf ausgesetzt, Meir Dagan aber, wollte ihn einfach nur tot sehen.
Das Päckchen aus Haifa
Mossad Psychiater, Psychologen, Psychoanalytiker und Profiler, als Gruppe bekannt unter dem Begriff "Spezialisten", dürften mitbestimmt haben, wie Imad Mughnijeh sein Leben zu verlieren müsse. Israel streitet auch diesen Mord ab, obwohl alles auf eine Tat des Mossad hindeutet. Der Hisbollah Führer, auch bekannt unter dem Alias "Hajj Radwan" galt in Israel seit Jahren als Staatsfeind und nur der Mossad verfügte über die Mittel eine derartige Operation durchzuführen. Das "Team" hatte eine Autobombe in einer Kopfstütze seines Jeeps eingebaut und per Handy gezündet. Der Druck der Explosion riss ihm den Kopf ab. Bei der Beerdigung Mughnijehs klagte seine Mutter, dass sie nicht einmal ein Foto als Andenken an ihren Sohn habe. Zwei Tage später erhielt sie ein Päckchen. Darin befand sich sein Bild. Es kam aus der israelischen Hafenstadt Haifa.
Liste der Mossad- Morde lang
Die Liste der Kidon- Morde ist lang und reicht weit über die arabische Welt hinaus. Ihrer Basis hate die Mossad Sondereinheit tief in der Negev-Wüste. Auch hier bildet man sich fortwährend weiter. Das Schiessen mit einer Vielzahl von Handfeuerwaffen, wie man Bomben am besten verbirgt, eine tödliche Injektion einer Zielperson in einer Menschenmenge beibringen usw. steht für alle auf dem Übungs- Programm. Selbst in der Freizeit läuft der Job nicht davon. Das Attentat auf John F. Kennedy und andere berühmte Morde werden im Mossad- eigenem Kino am laufenden Bande zur Analyse gezeigt. Gesichter und Gewohnheiten der potentiellen Ziele zu studieren, gehört ebenso zum Alltag der Kidons wie dass Herunterladen von ständig aktualisierten Straßen Plänen bei Google Earth.
Mossad hat zehntausende Helfer in Europa
Der Mossad gehört, anders als es verbreitet die Meinung ist, zu den kleinsten Geheimdiensten der Welt. Doch er verfügt über ein Backround- System wovon z.B. der CIA nur träumen kann. Dieses System ist allgemein als "Sayanim" bekannt, eine Ableitung des hebräischen Wortes "lesayeah", was soviel wie "helfen" bedeutet. Es gibt in der ganzen Welt Zehntausende dieser "Helfer", hierzu gehören auch Politiker, Beamte, Bankdirektoren, Ärzte, Lehrer, Makler, Militärs oder nur einfache Journalisten wie beim Axel- Springer Verlag. Dies sind nicht nur Juden, aber Menschen die sorgfältig ausgewählt und rekrutiert wurden. Sie werden über ein ausgefeiltes System beim Mossad in Herzliya administriert und für jegliche Form von "Hilfe" eingesetzt. "Sayanim" ist ein markantes Beispiel für den Zusammenhalt der jüdischen Gemeinde in der Welt.
Deutsche Medien von Mossad- Helfern unterwandert
Die Sayanim dürfte auch dafür gesorgt haben, dass die Mörder von Dubai in München, Frankfurt oder Zürich untertauchen konnten, ohne das irgendjemand irgendetwas bemerkt hat. Das Netz der Sayanim wächst permanent. Zur Zeit sogar auch im arabischen Raum. Zur Aquise dieser Helfer kommen regelmäßig speziell geschulte Mossad- Agenten zum Einsatz. Die mit Abstand größten Gemeinden der Sayanim sitzen in Deutschland, Österreich, Frankreich, Großbritannien, Kanada, Russland und den USA. Innerhalb weniger Stunden nach dem erfolgreichen Anschlag des Mossad in Dubai, hatte die eigene Abteilung für psychologische Kriegsführung ihre Sayanim in den europäischen Medien zum Einsatz gebracht. Dem deutschem Vielleser dürfte in diesem Zusammenhang z.B. nicht entgangen sein, dass u.a. Journalisten von "Bild" und "Welt" des Springer Verlages in Berlin, die ansonsten immer ihre Nasen tief im Blute stecken haben, sich sehr bei der Berichterstattung über den Mord an Mahmoud al-Mabhouh zurückgehalten haben, oder das schrieben was die Konkurrenz schon Tage vorher publizierte.
Wissenschaftler in Brüssel ermordet
Nun, dass der Mossad nur alle zwei Jahre mordet, bestätigt die Realität offenbar nicht so ganz, denn in den letzten 5 Jahren sind mehr als mehr ein Dutzend Terroristen an Vergiftungen gestorben. 2004 soll sogar Palästinenserführer Jassir Arafat nach dem Genuß eines "homöopathischen Gebräus" eingegangen sein. Im Rahmen der globalen Nachrichtendienste, wuchs die Achtung vor den Mossad- Kidons nach dem Mord an dem kanadischen Wissenschaftler Dr. Gerald Bull, des wahrscheinlich weltweit bekanntesten Spezialisten für Waffen- Ballistik. Israel hatte mehrere Versuche unternommen Bulls Erfahrungen zu kaufen, doch ohne Erfolg, der Wissenschaftler hatte eine Abneigung gegen den jüdischen Staat. Stattdessen bot er seine Verdienste dem irakischen Diktator Saddam Hussein an. Am Nachmittag des 20. März 1990, damals war Yitzhak Schamir Premierminister Israels, öffnete der 61-jährige Bull die Tür seiner Wohnung in Brüssel. Drei Männer töteten ihn durch Schüsse in Kopf und Hals. Die Täter sollen schon eine Stunde nach dem Mord, sorglos in einem Flugzeug nach Tel Aviv gesessen haben. Saddam Hussein wurde später hingerichtet. Auch der britische Geheimdienst SIS soll hier involviert gewesen sein. In Dubai war es möglichweise ebenso, denn die Mehrheit der Mörder von Mahmoud al-Mabhouh hatte britische Pässe bei sich.
"Bitte nicht stören"
Eine ähnliche Aktion des Mossad wie zuletzt in Dubai, war wohl auch die Ermordung von Fathi Shkaki, einem libanesischen Führer des islamischen Jihad, der am 24. Oktober 1995 in einem Hotel auf der Insel Malta hingerichtet wurde. Zwei Kidons mit den Decknamen "Gil" und "Ran" kamen aus Tel Aviv in separaten Flügen nach Athen und Rom. An den Flughäfen übergaben ihnen lokalen Sayans neue britische Pässe. Zusammen flogen sie dann nach Malta, wo sie im Hotel Diplomat in La Valetta abstiegen. Ein Sayan brachte "Ran" ein Motorrad. Zur selben Zeit lief ein israelischer Frachter aus Haifa im Hafen von La Valetta ein. Den maltesischen Behörden erzählte man etwas von einem Motorenproblem. An Bord befand sich ein Team von Mossad Kommunikations Technikern. Sie hat Verbindung mit einem Funkgerät im Koffer Gil's. Shkaki war mit der Fähre aus Tripolis angekommen, wo er sich zu Gesprächen mit Gaddafi aufgehalten hatte. Der Libanese wurde noch am gleichen Abend erschossen am Strand von La Valleta gefunden. Sechs Mal hatte man seinen Kopf getroffen. Die Täter hatten u.a. Spuren eines Motorrades hinterlassen. Die Polizei begab sich zum Hotel Shkakis, an der Tür hing, genau wie im Falle Mabhouhs das Schild "Bitte nicht stören".
Mossad hinterlässt bewusst deutliche Spuren
Der Mossad macht sich nie große Mühe seine Handschrift zu verschleiern. Seine Mordtaten sollen den Feind nachhaltig in Angst und Schrecken versetzen. Die Kunst welche den israelischen Geheimdienst also wirklich auszeichnet ist, trotz aller Beweise, nie offiziell überführt zu werden. Die Sayans in aller Welt machen dies möglich. Was deutsche Sayans und andere Unterstützer mit dem Attentat in Dubai zu tun hatten, sollte eigentlich unabhängige Behörden längst rausgefunden haben. Auch Mörder aus Israel, ihre Auftraggeber und Mittäter, kann man nicht aus "historischer Verantwortung" freisprechen oder amnestieren. Wer dies fordert, fördert oder gar tut, macht sich ebenfalls straffällig.
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Die Schleier lichten sich
Kommentar von: DuUndEr () Publiziert am 07-03-2010 11:40